Teamchef Stella zur Szene zwischen Norris und Piastri: «Sah dramatisch aus»
Kurz vor Ende des Italien-F1-GP rauschte Lando Norris im McLaren-teaminternen Duell mit Oscar Piastri übers Gras. Teamchef Stella stellt fest: Die Szene sah zwar «dramatisch» aus, war aber harmlos.
Bei all den teaminternen Manövern und brenzligen Szenen bei vor allem Mercedes und auch Ferrari ging das teaminterne Duell im Hause McLaren beim Italien-GP in Monza fast ein wenig unter. Wenige Kilometer vor Schluss (Runde 51 von 53) rumpelte Lando Norris im Duell mit seinem Papaya-Teamkollegen Oscar Piastri übers Gras, wirbelte jede Menge Staub auf. Er konnte sein Auto abfangen, die Szene blieb folgenlos. 2025er-Weltmeister Norris funkte nur: «Er hat mich abgedrängt. Das ist sehr gefährlich». Am Ende ließ Piastri Norris durch, der Brite wurde Vierter vor seinem Stallrivalen.
«Wir haben sie fahren lassen»
McLaren-Teamchef Andrea Stella sagte nach dem Rennen: «Insgesamt war es ein positives und starkes Wochenende für das Team. Das Rennen war unglaublich spannend und unterhaltsam, und sowohl Lando als auch Oscar haben durchweg das gleiche hohe Leistungsniveau gezeigt. Was wir heute gesehen haben, war ein gutes, hart umkämpftes Rennen, das den Fans ein spannendes Spektakel bot. Wir haben sie fahren lassen.» Und dabei kam es zu der erwähnten brenzligen Situation in Runde 51, in der sich die beiden Teamkollegen näherkamen als allen Beteiligten wohl lieb war.
Sah dramatisch aus, war aber harmlos
Teamchef Stella sagte hinterher schlichtend über die Szene: «Obwohl Landos Ausrutscher ins Gras live dramatisch aussah, deutet unsere Analyse darauf hin, dass er harmlos war. Diese Philosophie kann riskant sein, und wir werden sie sorgfältig bewerten, wobei wir stets die Interessen des Teams in den Vordergrund stellen.» Die viel zitierten Papaya Rules also.
Insgesamt zieht der italienische Ingenieur ein versöhnliches Fazit von seinem Heimrennen, das seine McLaren-Schützlinge knapp außerhalb des Podiums auf den Plätzen 4 (Lando Norris) und 5 (Oscar Piastri) beendeten: «Das heutige Rennen verlief auf einem höheren Niveau als das Qualifying, wo wir aufgrund unserer Startplätze 6 und 8 in einem Feld, in dem Überholmanöver schwierig sind, einen Preis zahlen mussten. Der Windschatten und das Energiemanagement hier bedeuten, dass selbst schnellere Autos Schwierigkeiten haben, sich abzusetzen, und da Mercedes einen deutlichen Leistungsvorsprung hat, waren wir nicht im Rennen um den Sieg.»
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