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Rassismus bei Mercedes: Vier Mitarbeiter gefeuert

​Beim Formel-1-Rennstall von Mercedes-Benz im englischen Brackley ist es zu rassistischen Verfehlungen gekommen: Vier Mitarbeiter sind gefeuert worden, drei weitere wurden disziplinarisch bestraft.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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Wie der Formel-1-Rennstall von Mercedes-Benz bestätigt hat, mussten am 2. August 2019 vier Mitarbeiter entlassen und drei weitere disziplinarisch bestraft werden – dies nach einer Beschwerde wegen Rassismus und einer entsprechenden Untersuchung.

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Mercedes kennt bei Verstössen gegen Firmengrundsätze der Vielfalt und Gleichberechtigung kein Pardon. Der Rennstall aus dem englischen Brackley teilt mit: "Wir schätzen die vielfältige Herkunft unserer Mitarbeiter, wir sehen das als Quelle der Stärke für unser Team. Unser Arbeitsumfeld basiert auf gegenseitigen Respekt."

Angeblich sollen sich gewisse Angestellte abfällig über einen Mitarbeiter geäussert haben, der den islamischen Fastenmonat Ramadan beging. Zudem wurde sein Glaube in Zusammenhang mit Terrorismus gesetzt.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte zu einem früheren Zeitpunkt davon gesprochen, in seinem Rennstall ein Arbeitsumfeld zu erzeugen, "in dem sich die Menschen wohlfühlen und Freude an der Arbeit haben können. Für interne Politik haben wir null Toleranz."

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Lewis Hamilton über Rassismus

England hat im vergangenen März bei der EM-Qualifikation mit Montenegro kurzen Prozess gemacht – 5:1. Lewis Hamilton hat darauf getwittert: "Gratulation an England zum 5:1 in der vergangenen Nacht, ihr macht uns alle stolz. Was ihr euch habt anhören müssen, war verachtenswert, komplett inakzeptabel, in keinem Sport sollte Platz für so etwas sein."

Was war passiert? Beim EM-Qualifikationsspiel in Podgorica (Montenegro) wurden drei dunkelhäutige Nationalspieler von England rassistisch beleidigt. Sie mussten sich von den vermeintlichen Fans Affenlaute und andere Schmähungen anhören. Raheem Sterling von Manchester City sagte anschliessend: "Ein paar Idioten haben einen tollen Abend ruiniert." Er feierte seinen Treffer mit einer entsprechenden Geste: Er legte die Hände hinter die Ohren und lief so zur Fan-Tribüne der Hausherren.

Englands Trainer Gareth Southgate nach dem Skandal: "Meine Kinder denken keine Minute darüber nach, wo Menschen geboren sind oder welche Hautfarbe sie haben. Junge Menschen sind noch unschuldig. Um sie müssen wir uns kümmern. Sanktionen sind wertlos, wenn sie nicht von Erziehung begleitet werden."

Im Fahrerlager von Bahrain ist Lewis Hamilton damals auf seinen Tweet angesprochen worden. Er vertiefte: "Es ist einfach verrückt, dass Rassismus in der heutigen Zeit noch so markant ist. Auf der ganzen Welt ist das nach wie vor ein Riesenthema, das finde ich traurig. Und mir scheint, beim Thema Rassismus ändert sich auch nichts. Daher ist es wichtig, dass die Leute sich für Mitmenschen starkmachen."

"Auch wenn mir klar ist, dass ich über meine sozialen Kanäle zahlreiche Menschen erreichen kann – es gibt Vieles, das ich lieber nicht poste. Ich will da ein Gleichgewicht wahren, denn ich habe auch sehr viele junge Follower. Gleichzeitig haben wir in der Welt so viele Baustellen. Menschen mit Einfluss sollten ihre Macht dazu nutzen, solche Zusammenhänge zur Diskussion zu stellen, in der Hoffnung auf eine Veränderung zum Besseren."

Lewis Hamilton kennt die Thematik: Vor der Saison 2008 verkleideten sich einige Dummköpfe bei den Wintertests in Spanien als Schwarze und trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Hamiltons Familie", auch mit der einen oder anderen Banana wurde gewedelt. Fans mit geschwärzten Köpfen waren auch später im Mai im Rahmen des Grossen Preises von Spanien zu sehen.

Lewis Hamilton: "Wir sollten rassistischen Tendenzen entschlossener entgegenwirken."

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