Red Bull Junior Team: Nachfolger für Dr. Helmut Marko kommt von Mercedes
Das Red Bull Junior Team bekommt einen neuen Direktor: Gwen Lagrue wird ab 2027 das Red Bull Junior Team leiten. Der Franzose war elf Jahre lang für das Nachwuchsprogramm von Mercedes verantwortlich.
Der Wechsel hatte sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: Gwen Lagrue wechselt vom Mercedes-Nachwuchsförderprogramm zum Red Bull Junior Team. Der Franzose übernimmt bei der Talentschmiede von Red Bull Racing den Posten des Direktors, seine neue Herausforderung wird er im nächsten Jahr in Angriff nehmen.
Das Mercedes-Team verabschiedete sich mit netten Worten von jenem Mann, der sich während der Nachwuchszeit um Talente wie Kimi Antonelli, George Russell und Esteban Ocon gekümmert hatte: «Danke, Gwen, es war eine tolle Zeit zusammen. Wir haben zusammen viele junge Fahrer ausgebildet, darunter auch unsere aktuellen Formel-1-Piloten George und Kimi, und du hast Fantastisches dazu beigetragen.»
«Wir haben eine echte Nachfolge für das erste Mercedes-Benz Junior Team aufgebaut und du hinterlässt bei uns eine talentierte Gruppe, die deine Arbeit weiterführt. Unsere professionelle Beziehung findet vielleicht ein Ende, aber wir werden immer Freunde bleiben. Wir wünschen Dir für deine nächste Herausforderung alles Gute», heisst es in der entsprechenden Mitteilung, die das Werksteam der Sternmarke in den sozialen Medien veröffentlicht hat, weiter.
Lagrue wird beim Red Bull Junior Team das ganze Programm leiten und damit für die Auswahl, Entwicklung und Förderung der nächsten Generation von Formel-1-Talenten verantwortlich sein. Er wird direkt an Red Bull Racing-CEO und -Teamchef Laurent Mekies berichten.
«Gwen ist einer der besten Talentförderer in der Formel 1, und ich weiss aus erster Hand, mit wie viel Fachwissen, Führungsstärke und Leidenschaft er sich für die Förderung junger Fahrer einsetzt. Das Red Bull Junior-Programm war schon immer ein Eckpfeiler des Erfolgs von Red Bull, und die Tatsache, dass Gwen nun die Leitung übernimmt, spiegelt wider, welche Bedeutung wir der Förderung der nächsten Generation von Formel-1-Talenten weiterhin beimessen», sagt der Landsmann von Lagrue.
Laurent Mekies: Anerkennung für Dr. Helmut Marko
Und Mekies verpasst es auch nicht, sich bei Vorgänger Dr. Helmut Marko zu bedanken: «Wir möchten heute noch einmal den aussergewöhnlichen Beitrag würdigen, den Helmut Marko über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg beim Aufbau und der Leitung des Junior-Programms geleistet hat. Das Junior-Programm ist dank seiner Vision, seines Engagements und seiner Fähigkeit, aussergewöhnliche Talente zu entdecken und zu fördern, zum Massstab in der Formel 1 geworden, und dafür gebührt ihm enorme Anerkennung.»
«Während wir das nächste Kapitel von Oracle Red Bull Racing schreiben, ist die Gewinnung von Führungskräften von Gwens Kaliber von entscheidender Bedeutung für die Verwirklichung unserer Ziele. Wir stärken unsere High-Performance-Organisation mit herausragenden Mitarbeitern in allen Bereichen des Unternehmens, und Gwen ist eine wichtige Bereicherung auf diesem Weg. Gemeinsam werden wir auf einem unglaublich starken Fundament aufbauen und das Programm für die Zukunft weiterentwickeln», ergänzt der Ingenieur aus Frankreich.
«Echte Ehre» für Gwen Lagrue
Lagrue sagt: «Der Wechsel zu Red Bull Racing markiert für mich den Beginn eines spannenden neuen Kapitels. Nach elf unvergesslichen Jahren bei Mercedes hatte ich das Gefühl, dass dies der richtige Zeitpunkt war, um eine neue Herausforderung anzunehmen und mich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Das Red Bull Junior Team ist eines der angesehensten und erfolgreichsten Fahrer-Förderprogramme im Motorsport. Es hat einige der grössten Talente hervorgebracht, die die Formel 1 je gesehen hat, und es ist eine echte Ehre, die Gelegenheit zu haben, eine so talentierte Gruppe von Menschen zu leiten und das nächste Kapitel mitzugestalten. Ich freue mich darauf, eng mit Laurent sowie dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, und bin sehr dankbar für diese Chance.»
«Gemeinsam verfügen wir über hervorragende Voraussetzungen, um auf dem bemerkenswerten Erbe des Programms aufzubauen, es für die Zukunft weiterzuentwickeln und die nächste Generation von F1-Rennsiegern und Weltmeistern zu entdecken, zu fördern und vorzubereiten – ganz nach dem Vorbild, das Oracle Red Bull Racing in den letzten 20 Jahren erfolgreich umgesetzt hat», fügt der künftige Leiter des Red Bull Junior Teams an.
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