Rosberg: «Hamilton der Grösste, Mercedes mit zu viel Rücksicht auf Russell»
Formel-1-Champion Nico Rosberg (40) ist voll des Lobes für seinen früheren Mercedes-Stallrivalen Lewis Hamilton. Und Rosberg rügt seinen Ex-Arbeitgeber wegen des Umgangs mit Russell und Antonelli.
Vorurteile sind auch nicht mehr, was sie mal waren: Da haben die Leute jahrelang gesagt, auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya gebe es nur stinklangweilige Grands Prix, und nun haben wir einen wahren Festschmaus serviert bekommen.
Lewis Hamilton hat einen blitzsauberen ersten GP-Triumph mit Ferrari errungen, und die Stimmung im Fahrerlager nach dem spannenden Formel-1-Rennen war: Ausser Verlierer Mercedes sind alle happy für die Italiener.
Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hat die Action vor Ort für unsere Kollegen von Sky verfolgt, wie immer mehrsprachig – der 40-Jährige aus Wiesbaden pendelte zwischen Sky Deutschland, Sky Italien und Sky Grossbritannien.
Dem Champion von 2016 muss keiner erklären wie Lewis Hamilton tickt. Seine Rivalität mit dem Briten damals bei Mercedes ist legendär. Aber der 23-fache GP-Sieger Rosberg weiss zu schätzen, was Lewis in Katalonien geleistet hat.
Rosberg sagt: «Das ist ein fabelhafter Tag für unseren Sport. Das ist historisch. Hamilton ist der Grösste aller Zeiten. Toll, dass er mit Ferrari jetzt die Kurve geschafft hat, weil es letztes Jahr so finster aussah.»
«2025 war Lewis gefühlt fast auf dem Heimweg, er hätte jeden Moment sagen können: Ich höre auf. Keiner hätte ihm das verdenken können. Aber er hat sich durchgebissen, fühlt sich jetzt wohl im Auto und man spürt eine frische, positive Dynamik.»
Neben dem Hamilton-Sieg der grosse Aufreger beim Barcelona-GP: Erneut ein knallhartes Duell zwischen den beiden Mercedes-Fahrern. Nico findet: «Im Qualifying kann George Russell so gut wie jeder sein, selbst so gut wie Verstappen. Im Rennen frage ich mich, ob da nicht ein bisschen was fehlt. Kimi Antonelli scheint fährt im Rennen ganz stark. Heute war Kimi wieder stärker. Das ist für George ein Riesenrückschlag.»
Und Rosberg rügt seinen früheren Arbeitgeber Mercedes: «Ich glaube, Mercedes hat heute zu viel Rücksicht auf George genommen. Sobald das Team riskiert, den Sieg zu verlieren, muss man auf einen Fahrer setzen und den anderen halt zurückpfeifen. Das hätte Mercedes heute früher machen können und sollen.»
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