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Wehrlein und der historische erste Porsche-Sieg

Das dritte Formel-E-Saisonrennen in Mexiko war für Porsche und Pascal Wehrlein historisch: Der frühere GP-Pilot bescherte sich und dem deutschen Autobauer den ersten Sieg in der Formel E. War das jetzt der Knotenlöser?

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Der Schrei war unfassbar laut. In dem langgezogenen "Jaaaaaaaaa" steckte nämlich alles drin: Erleichterung, Freude, Genugtuung. Pures Glück. Denn Pascal Wehrlein hat seinen ersten Sieg in der Formel E gefeiert – in seinem 35. Rennen. Gleichzeitig hat er Porsche den historischen, ersten Erfolg in der Elektro-Rennserie beschert. Dank Teamkollege Andre Lotterer war es sogar ein Doppelsieg. Der Jubel in der Porsche-Garage war dementsprechend ausgelassen.

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Apropos historisch: Nach dem letzten Formel-Sieg eines Porsche-Werksteams muss man etwas länger suchen. Den feierte der US-Amerikaner Dan Gurney am 8. Juli 1962 in der Formel 1 in einem Porsche 804.

"Mit der Vergangenheit hier ist es der beste Ort, den Sieg einzufahren. Ich habe einfach versucht, meinen Job zu machen. Wir waren auf der richtigen Strategie, die sich ausgezahlt hat", sagte der frühere Formel-1-Pilot Wehrlein und kündigte für den Abend jede Menge Tequila an.

Der Druck bei dem deutschen Autobauer war zuletzt deutlich angestiegen, zudem hatte sich bei Porsche in der jüngeren Vergangenheit eine Menge verändert. Im dritten Jahr in der Formel E setzen die Zuffenhausener zwar zum zweiten Mal in Folge auf das Duo Lotterer/Wehrlein, dafür haben beide mit Thomas Laudenbach einen neuen Motorsportchef.

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Mit Pascal Zurlinden verließ der Gesamtprojektleiter Porsche, dafür verstärkte sich der Hersteller mit dem erfahrenen Florian Modlinger, der die Formel E durch seine jahrelange Tätigkeit bei Abt Sportsline kennt. Seit dem Saisonauftakt ist zudem Amiel Lindesay aus persönlichen Gründen nicht mehr Formel-E-Einsatzleiter.

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Porsche befindet sich aktuell in der dritten Saison des nicht unbedingt günstigen Werkseinsatzes – so langsam müssen deshalb Erfolge her. Im Idealfall der Titel, mindestens aber mal ein Rennsieg. Letzteres hat Porsche nach zwei mäßigen Saisons im 29. Rennen dank Wehrlein nun endlich abgehakt.

Die Hoffnung: Dass der Doppelerfolg jetzt endlich so etwas wie ein Knotenlöser sein kann. Das gilt auch für Wehrlein, der seinem ersten Sieg in der Formel E noch länger als Porsche hinterherfuhr. 2019 lag er – ebenfalls in Mexiko – in seinem ersten Jahr im Mahindra lange auf Kurs, ehe ihm kurz vor dem Ziel die Energie ausging.

Im Vorjahr siegte er an gleicher Stelle, der Rennerfolg wurde ihm aber noch wegen fehlerhafter Angaben seines Teams zur Reifenwahl aberkannt. Einen Tag später reichte es nur für einen zweiten Platz. Es war sein zweiter Podestplatz nach einem zweiten Rang 2019 in Santiago.

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Jetzt endlich der lang ersehnte, der so wichtige Sieg, der einen Fahrer beflügeln und durch eine Saison tragen kann. Und kurzfristig schon mal einen Sprung nach vorne nach sich zieht: Nach dem dritten Rennen belegt Wehrlein in der Gesamtwertung mit 30 Punkten Platz 3, 13 Zähler hinter dem Führenden Edoardo Mortara und punktgleich mit Lotterer.

In der Formel 1 lief es für Wehrlein längst nicht so gut, 2016 ging er für das inzwischen bankrott gegangene Major Racing Team an den Start und schaffte es in Österreich als Zehnter in die Punkte. Im darauffolgenden Jahr war er im Sauber C36 unterwegs, mit dem er auch nicht viel mehr erreichte: In 18 Renneinsätzen schaffte er es zwei Mal in die Top-10: In Spanien wurde er Achter, in Baku kreuzte er die Ziellinie als Zehnter.

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