Wheatley bald bei Aston Martin? Das sagt Rennstallbesitzer Lawrence Stroll
Nachdem die ersten Berichte um einen Wechsel des bisherigen Audi-Teamchefs Jonathan Wheatley zu Aston Martin aufgetaucht sind, hat das Aston Martin Team reagiert. Lawrence Stroll meldet sich zu Wort.
Als Jonathan Wheatley nach Jahrzehnten bei Red Bull Racing das Team aus Milton Keynes in Richtung Audi verliess, begründete er dies mit dem Reiz des neuen Projekts, das im Werksteam der Deutschen auf ihn warte. Lange dauerte seine Zeit beim Rennstall des deutschen Autobauers aber nicht, bereits am gestrigen Freitag, 20. März bestätigte das Team Berichte, wonach die Tage des Engländers bei der Marke mit den vier Ringen gezählt sind.
Damit war klar: Die entsprechenden Berichte waren zumindest teilweise richtig. Ob der 58-jährige Brite wirklich bei Aston Martin an Bord gehen wird, um dort den aktuellen Team- und Technikchef Adrian Newey zu entlasten, ist noch nicht bestätigt worden. Im Gegenteil, ein klares Dementi blieb bisher aus. Daran ändert auch das jüngste Statement aus Silverstone nichts, in dem sich Teambesitzer Lawrence Stroll zu Wort meldet.
Der Kanadier sagt: «Angesichts der aktuellen Spekulationen über die Rolle von Adrian Newey in unserem Team möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um die Dinge richtigzustellen. Als Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär möchte ich erneut betonen, dass Adrian Newey mein Partner und ein wichtiger Anteilseigner ist. Er ist der leitende technische Partner von Aston Martin Racing, und zwischen ihm und mir besteht eine echte Partnerschaft, die auf einer gemeinsamen Vision vom Erfolg des Unternehmens basiert.»
«Wir machen die Dinge hier anders, und wenn wir derzeit nicht die traditionelle Rolle des Teamchefs haben, wie man sie anderswo kennt – so geschieht dies absichtlich. Als erfolgreichster Ingenieur in der Geschichte des Sports liegt Adrians Hauptaugenmerk auf der strategischen und technischen Führung, in der er sich auszeichnet. Er wird von einem hochqualifizierten Führungsteam unterstützt, um alle Aspekte des Geschäfts sowohl auf dem Campus als auch an der Rennstrecke zu bewältigen», fährt der Milliardär fort.
Und Stroll ergänzt selbstbewusst: «Wir werden regelmässig von Führungskräften anderer Teams angesprochen, die zu Aston Martin Aramco wechseln möchten, aber gemäss unserer Politik äussern wir uns nicht zu Gerüchten und Spekulationen.» Wer das Statement genau liest, sieht: Ein Wechsel Wheatleys zu den Grünen wird nicht ausgeschlossen. Der langjährige Red Bull Racing-Sportchef könnte demnach durchaus beim Team von Fernando Alonso und Lance Stroll landen.
Hilfe könnte Aston Martin auf jeden Fall gebrauchen, denn derzeit findet sich der Rennstall am Ende des Formel-1-Feldes. Allerdings wird Wheatley sicherlich eine Sperrfrist absitzen müssen, bevor er bei einem neuen Arbeitgeber anfängt. Bei seiner Position sind die entsprechenden Klauseln im Vertrag üblich.
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