Williams-Teamchef James Vowles: Düstere Prognose für Monza und Madrid
Das Williams-Duo sorgte am Rennsonntag in Zandvoort für Schrott. In den kommenden Rennen dürfen sich Carlos Sainz und Alex Albon keine Fehler mehr erlauben, wie Teamchef James Vowles betont hat.
Seit Jahresbeginn ist das Williams-Team im Hintertreffen. Nachdem die Mannschaft aus Grove im vergangenen Jahr mit dem fünften Platz in der Team-Wertung das stärkste Saison-Ergebnis der letzten Jahre erzielt hatte, waren die Erwartungen hoch. Doch schon beim Shakedown-Test Ende November wurde klar, dass es kein einfaches Jahr werden würde, denn Williams fehlte bei den ersten Probefahrten mit der neuen Autogeneration in Barcelona.
In den folgenden elf WM-Runden vor der Sommerpause konnten Alex Albon und Carlos SAinz immerhin elf Punkte sammeln. Bei der Rückkehr aus der reglementarisch vorgeschriebenen Auszeit gab es keine frischen WM-Zähler für das Duo, das kurz vor dem Fallen der Zielflagge noch kollidierte. Weitere Fehler dürfen sich die beiden Teamkollegen nicht mehr erlauben. Denn wie Teamchef James Vowles betont, ist die Teile-Lage prekär.
«Vor dem Rennwochenende in Monza gibt es noch unglaublich viel zu tun. Hinter den Kulissen läuft einiges, und wir arbeiten an Updates, die später im Jahr ans Auto kommen», erklärt der Brite, der damit auf ein Update anspielt, das Williams in Baku auf die Strecke bringen will. «Das bedeutet, dass wir in Monza und Madrid in einer schwierigen Situation stecken», stellt er klar.
Keine Chance auf Punkte in Monza?
«Die traurige Realität ist, dass wir derzeit nicht das Tempo haben, um Punkte zu kämpfen, so enttäuschend das auch ist. Wir werden unser Bestes geben, aber es wird sicherlich knifflig. Wir haben viele Projekte, die im Hintergrund laufen, um das zu korrigieren, was im Winter schief gelaufen ist. Das ist heute unser wichtigstes Anliegen und das wird es auch in sechs Monaten sein», dämpft der Teamchef des britischen Rennstalls die Erwartungen.
In Monza erwarte er ein schwieriges Wochenende, obwohl die Piste in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für sein Team war. «Die Strecke hat immer gut zu unserem Auto gepasst, aber ich denke, dass wir derzeit nicht die Performance haben, um das wirklich nutzen zu können. Wir werden alles geben, aber es wird ein schwieriges Wochenende», warnt Vowles.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


