FIA-Sperre aufgehoben: Racing-Comeback von Ex-Formel-1-Pilot Nikita Mazepin
Der Autosport-Weltverband FIA hat die Beschränkungen gegen russische Fahrer aufgehoben, sodass Nikita Mazepin wieder in Europa Gas geben kann. Der Russe tritt in der Spezial Tourenwagen Trophy an.
Für Nikita Mazepin endete die Formel-1-Karriere vor dem Saisonstart 2022 unerwartet. Denn eigentlich hätte der Russe in jenem Jahr für das Haas-Team in der höchsten Formelsport-Klasse antreten sollen, nachdem er 2021 seine erste und einzige Saison in der Königsklasse absolviert hatte. Doch der Angriffskrieg der Russen gegen die Ukraine sorgte dafür, dass der Autosport-Weltverband FIA beschloss, spezielle Auflagen für russische und weissrussische Sportler einzuführen, wonach diese nur unter neutraler FIA-Flagge und nach Unterzeichnung einer Neutralitätserklärung in den FIA-Serien antreten durften.
Für Mazepin kam das nicht in Frage, deshalb zog sich der ehemalige Teamkollege von Mick Schumacher aus dem europäischen Motorsport zurück und stellte sich anderen sportlichen Herausforderung. Unlängst wurden aber alle Beschränkungen rückgängig gemacht, weshalb der 27-Jährige wieder in FIA-Serien antreten kann. Und er nutzt die Chance zum Comeback: Mazepin tritt in der Spezial Tourenwagen Trophy für das Team Motopark an, und das mit Erfolg.
Der Russe schaffte es im Rahmen des ADAC-Rennwochenendes auf dem Circuit de Spa-Francorchamps, die Pole mit grossem Vorsprung zu erobern. Im Mercedes-AMG GT3-Auto war er mehr als vier Sekunden schneller als der Rest. Am heutigen Samstag sicherte er sich den Sieg im ersten Rennen. Am morgigen Sonntag stehen das zweite Qualifying und der zweite Lauf an.
Die Aufhebung der Beschränkungen für russische Sportler blieb auch für die FIA nicht ohne Folgen. Denn der ukrainische Automobilverband hat beim Ethikrat eine formelle Beschwerde dagegen eingelegt und auch eine Untersuchung gegen den russischen Verband RAF gefordert, weil dieser Büros in den von Russland besetzten Gebieten betreibt. Dies sei ein Verstoss gegen die FIA-Statuten, lautet die Argumentation der Ukrainer.
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