US-Motocross 250 • Neu
Ironman: Cole Davies (Yamaha) ist 250-Champion, Julien gewinnt
Trotz einiger Probleme gewann der australische HRC-Werksfahrer Hunter Lawrence auf dem Ironman Raceway die AMA Pro Motocross Championships der 450er-Klasse und Jorge Prado schrieb Geschichte.
Finale der AMA Pro Motocross Championships auf dem Ironman Raceway in Crawfordsville (Indiana): Der spanische Red-Bull-KTM-Werksfahrer Jorge Prado war schon im Qualifying der Schnellste. Der in der Meisterschaft führende Hunter Lawrence (Honda) war in seiner schnellsten Runde nur 0,119 Sekunden langsamer. Es folgte sein jüngerer Bruder Jett, der vor dem Rennen in der Meisterschaftstabelle nur einen Punkt hinter ihm lag.
Jorge Prado (E), KTM, 2:07.134
Hunter Lawrence (AUS), Honda, +0.119
Jett Lawrence (AUS), Honda, +0.781
Haiden Deegan (USA), Yamaha, +1.498
R.J. Hampshire (USA), Husqvarna, +3.115
Cooper Webb (USA), Yamaha, +3.150
Hunter Lawrence zog den Holeshot, doch Haiden Deegan (Yamaha) übernahm noch in der ersten Runde die Führung. Hunter blieb an Deegans Hinterrad, doch 'Dangerboy' stürzte auf der frisch gewässerten Strecke in einer überhöhten Rechtskehre übers Vorderrad. Hunter konnte nicht mehr ausweichen und krachte in Deegans Yamaha. Die beiden Motorräder verkeilten sich, sodass fast das gesamte Feld vorbeiging.
Jorge Prado übernahm die Führung, beging keine Fehler und kontrollierte das Rennen von der Spitze. Der Spanier gewann sein erstes Rennen im US-Pro-Motocross und wurde zugleich der erste spanische Laufsieger in den USA.
Hunter und Jett Lawrence waren vor dem Rennen die einzigen Fahrer, die noch Titelchancen hatten. «Nach dem Crash dachte ich, das wars...» erinnert sich Hunter. «Erstaunlicherweise hatte aber Jett einen sehr schlechten Start und nachdem ich das Rennen wieder aufgenommen hatte, war er nicht dort, wo ich ihn erwartet hätte», erinnerte sich Hunter. Er ging an Jett vorbei und fuhr noch bis auf Platz 8 nach vorne. Jett erreichte das Ziel nur auf Platz 11 und das bedeutete, dass die beiden Titelkandidaten vor dem entscheidenden zweiten Lauf nur 4 Punkte trennten. Nach dem Zieleinlauf begab sich Jett umgehend in den Team-Truck – offensichtlich mit argen Problemen mit seinem rechten Fußgelenk.
Die Entscheidung musste im zweiten Lauf fallen. Hunter startete gut, doch Jorge Prado übernahm erneut die Führung. Haiden Deegan startete auf Platz 4 und überholte in der Anfangsphase Jett. Nur wenig später war er an Hunters Hinterrad und der Australier leistete sich einen kleinen Fehler, den Deegan natürlich sofort nutzte und an Hunter vorbei ging. Danach versuchte Hunter, weitere Fehler zu vermeiden und fuhr auf Sicherheit. Nach der Hälfte des Rennens schloss Jett die Lücke und ging an seinem älteren Bruder vorbei. Diese Konstellation genügte aber Hunter zur Absicherung seines ersten Meisterschaftsgewinns in der 450er-Klasse. Hunter Lawrence gewann am Ende mit einem knappen Vorsprung von 2 Punkten. Beide Lawrence-Brüder verfehlten in Ironman allerdings das Podium.
Der vierfache Weltmeister wurde in Ironman der erste spanische Nationals-Sieger in der Geschichte des Sports. Bedenkt man, wo Prado im vergangenen Jahr stand, ist auch das eine der Geschichten, die es nur in unserem Sport gibt.
Jorge Prado (E), KTM, 1-1, 50 Punkte
R.J. Hampshire (USA), Husqvarna, 2-6, 37, (-13)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 3-8, 33, (-17)
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 8-4, 31, (-19)
Eli Tomac (USA), KTM, 7-5, 30, (-20)
Jett Lawrence (AUS), Honda, 11-3, 30, (-20)
Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki, 6-7, 29, (-21)
Aaron Plessinger (USA), KTM, 5-9, 28, (-22)
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 16-2, 27, (-23)
Mikkel Haarup (DK), Triumph, 4-14, 25, (-25)
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 474 Punkte
Jett Lawrence (AUS), Honda, 472, (-2)
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 404, (-70)
Jorge Prado (E), KTM, 401, (-73)
R.J. Hampshire (USA), Husqvarna, 346, (-128)
Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki, 296, (-178)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 269, (-205)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 264, (-210)
Mikkel Haarup (DK), Triumph, 246, (-228)
Justin Barcia (USA), Ducati, 226, (-248)
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