Aduard: Großartiger Romano Hummel wurde auf seiner Heimbahn Europameister
Mit einer großartigen Vorstellung holte sich Romano Hummel in Aduard den Titel Grasbahn-Europameister 2026. Zweiter wurde Dave Meijerink vor James Shanes.
Dass es auch kurz und bündig geht mit Grasbahnrennen zeigte die Stichting Grasbaan Aduard an diesem Samstag. In nur zwei Stunden und 15 Minuten hatte der Club am Stadtrand von Groningen das Finale zur Grasbahn-Europameisterschaft Solo über die Bühne gebracht. Das Rahmenprogramm war vor und nach der EM, die Bahndienste waren kurz und effektiv und die einzelnen Läufe wurden zügig abgewickelt.
Der Held des Tages war der Fahrer mit dem größten Fanclub, Romano Hummel aus dem benachbarten Groningen. Der 27-Jährige Familienvater stürmte mit einer Urgewalt, tiefem Drift mit der für ihn eigenen atemberaubenden Schräglage in den Kurven in allen seinen vier Vorläufen und auch im Finale, wo nur noch der Einlauf für die Gesamtplatzierung zählte, zum Sieg. Und das als Wildcard-Fahrer.
Da konnte auch der zuletzt sehr erfolgreiche Dave Meijerink als Zweitplatzierter nichts machen. Im Gegenteil, der Niederländer war am Ende froh, seinen dritten Vize-EM-Titel geholt zu haben, denn mit der Bahn im Sportpark kam er in den Vorläufen nicht besonders gut zurecht. Bei zwei Ausfällen, einmal wegen einer Startbandberührung und dann wegen eines Ausfalls, musste er ins B-Finale.
Dieses gewann er dann vor Weltmeister Zach Wajtknecht und William Kruit, damit waren die drei für das A-Finale qualifiziert. Hummel, James Shanes und Kenneth Kruse Hanse, standen schon nach den Vorläufen als Finalteilnehmer fest.
Das A-Finale war dann wieder eine klare Sache für Romano Hummel, der Meijerink, Shanes, Kruse Hansen Wajtknecht und Kruit klar hinter sich lassen konnte. William Kruit kann diesen sechsten Platz als großen Erfolg für sich werten, angesichts der starken Konkurrenz.
Die deutschen Fahrer spielten keine große Rolle bei diesem EM-Finale. Stephan Katt wurde Dritter im C-Finale, Timo Wachs Fünfter, das waren die Endplatzierungen 13 und 15. Der in Scheeßel schwer gestürzte Daniel Spiller war als Zuschauer in Aduard anwesend und gratulierte Romano Hummel am Ende zu dessen dritten EM-Titel.
Wie Spiller war auch Chris Harris für Aduard nominiert. Aber der ‚Bomber’ hatte Pech mit einem Flugausfall auf der Insel. Ein Sponsor charterte daraufhin einen Privatjet für den Briten. Das Dumme war nur, dass er erst ankam, als die EM schon begonnen hatte. Das nennt man mal Pech.
Ergebnisse Grasbahn-EM Solo, Aduard (NL):
1. Romano Hummel (NL), 20 Vorlaufpunkte
2. Dave Meijerink (NL), 9
3. James Shanes (GB), 18
4. Kenneth K. Hansen (DK), 15
5. Zach Wajtknecht (GB), 17
6. William Kruit (NL), 14
7. Mickie Simpson (GB), 11
8. Niek Meijerink (NL), 9
9. Darryl Ritchings (GB), 11
10. Jacob Bukhave (DK), 14
11. Patrick Kruse (DK), 7
12. Mika Meijer (NL), 8
13. Stephan Katt (D), 5
14. Glen Moi (N), 4
15. Timo Wachs (D), 5
16. Jeffrey Sijbesma (NL), 5
17. Noah Urda (F), 4
18. Paul Cooper (GB), 2
C-Finale: 1. Kruse, 2. Meijer, 3. Katt, 4. Moi, 5. Wachs, 6. Sjbesma
B-Finale: 1. D. Meijerink, 2. Kruit, 3. Simpson, 4. N. Meijerink, 5. Ritchings, 6. Bukhave
A-Finale: 1. Hummel, 2. D. Meijerink, 3. Shanes, 4. Kruse Hansen, 5. Wajtknecht, 6. Kruit
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