McLaren-CEO Zak Brown zu neuen Regeln: Kompromiss zwischen Fahrern und TV
McLaren-CEO Zak Brown spricht über das neue Reglement: Warum es einen großen Unterschied in der Wahrhehmung zwischen Fahrern und TV-Zuschauern gibt und was er sich von den Anpassungen erhofft.
Anfang der Woche hat die Formel 1 sich auf eine
Viel Drama rund ums erste Rennen
Zak Brown: «Wir haben nun drei Rennen hinter uns, und ich verstehe, dass große Aufregung herrscht sind, wenn es neue Technologien, neue Regeln und neue Autos gibt. Ich weiß, dass bei Rennen eins immer alles etwas dramatisch ist. Jetzt stehen wir vor dem vierten Rennen und haben einige wesentliche Änderungen vorgenommen, die meiner Meinung nach eine gute Verbesserung darstellen werden. Ob wir diesen Weg weitergehen, werden wir abwarten müssen.» Nachbesserungen also bereits angedacht?
Der US-Amerikaner zieht eine Parallele zu einem früheren Reglementwechsel, nämlich die Ära ab 2014 mit Hybridmotoren, die zunächst auch sehr umstritten waren. Brown: «Ich glaube, es war jetzt derselbe Wirbel wie zu Beginn der Hybrid-Ära, die sich dann als völlig in Ordnung herausstellte, und gegen Ende – natürlich wollen wir nicht zehn Jahre warten – des Reglements war die Formel 1 meiner Meinung nach so wettbewerbsfähig wie nie zuvor. Die Ingenieure sind großartig, sie entwickeln schnell neue Technologien.» Zum Ende des Motorenreglements hatte schließlich auch aufgeholt und WM-Titel gesammelt.
TV und Boxenmauer vs. Fahrer-Eindruck
Brown merkt zum aktuellen Reglement an: «An der Boxenmauer ist es interessant. Ich verstehe aber die Reaktion der Fahrer. Dann sieht man es sich tatsächlich im Fernsehen an: Ich kann mich an keinen Australien-Grand-Prix erinnern, bei dem die Führung innerhalb von zwei oder drei Runden vier- oder fünfmal gewechselt hat, deshalb finde ich es im Fernsehen sehr spannend, wie die Fahrer gegeneinander gefahren sind. Sie waren zwar nicht glücklich mit den Regeln, aber das kommt im Fernsehen nicht so richtig rüber.» Die vielen Überholmanöver wurden oft als nicht natürlich und durchs Energiemanagement beliebig kritisiert worden.
Brown: «Ich denke also, die Rennen waren sehr spannend. Wir haben Korrekturmaßnahmen ergriffen, um hoffentlich beides zu erreichen: die spannende Fernsehübertragung fortzusetzen und den Fahrern das Gefühl zu geben, dass sie ein Formel-1-Auto unter dem Hintern haben.»
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