Jubel, Bangen, Sieg: Wehrleins emotionaler Start
Pascal Wehrlein konnte seinen fünften Sieg in der Formel-E-WM erst vier Stunden nach seiner Zieldurchfahrt in Mexiko richtig bejubeln. Doch 28 Punkte zum Saisonstart sprechen für eine klare Dominanz.
Eine Untersuchung gegen ihn (und Andretti-Porsche-Fahrer und Titelhalter Jake Dennis) wegen eines "technischen Vergehens" in der Startprozedur wurde eingestellt. Da war es in Mexiko Abend und in Europa drei Uhr nachts am Sonntag. Damit war Wehrleins Dacapo seines ersten Siegs als
Der 29-jährige Sigmaringer setzte sich im Qualifying-Finale gegen
Routinier Buemi, der in Mexiko sein 31. Podium in der Formel E bestieg, strahlte nicht so wie Wehrlein: "Der vierte Podestplatz in Mexiko ist schön, aber ich bin auch ein wenig enttäuscht. Die Qualifikation hat schon fast alles entschieden, ich hatte dann ein sauberes Rennen, nachdem ich meine Position in der ersten Kurve verteidigen konnte." So hielt er sich über die Distanz zuerst den als Dritten gestarteten
Für den Allgäuer Günther war Platz vier ein gelungener Saisonstart, in dem er den debütierenden Teamkollegen Jehan Daruvala (16.) klar im Griff hatte. "Ein sehr gutes Wochenende, an dem wir schon starke Form zeigten. Verglichen mit den Problemen, die wir hier im Vorjahr hatten, ist das ein vielversprechender Beginn", sagte der jüngste Sieger der FE-Historie. Neben Jaguar und DS Penske (Vandoorne Achter) brachte auch Andretti-Porsche beide Fahrer in die Punkte, doch die Plätze neun und zehn für Dennis und Neuzugang Norman Nato entsprachen wohl nicht den eigenen Erwartungen. Jake Hughes (7.) hatte im Auftakt seinen neuen Teamkollegen und Routinier Sam Bird (14.) im Griff. Äußerst schwierig gestaltete sich das FE-Comeback für Ex-Champion Nyck de Vries im Mahindra (15.).
Ganz anders konnte sein Porsche-Kollege Florian Modlinger resümieren: "Das war ein überragender Auftritt von Pascal. Nach fehlerfreiem Qualifying fuhr er ein kontrolliertes und strategisch super gelungenes Rennen." Da Costa musste nach dem "Treffen" mit Müller aufgeben und wird im nächsten Rennen in Diriyah (26. Jänner) wegen Verursachens dieser Kollision in der Startaufstellung drei Plätze zurückversetzt.
In Saudi-Arabien steht schon in knapp zwei Wochen (26./27. Jänner) das erste Doppel der Saison zehn auf dem Programm.
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