Zukunft von Max Verstappen: Das erwartet Formel-1-CEO Stefano Domenicali
Red Bull Racing-Star Max Verstappen hat mehr als einmal gesagt, was er von der neuen Formel 1 hält. Er schliesst auch nicht aus, die Königsklasse zu verlassen. Was sagt F1-CEO Stefano Domenicali dazu?
Max Verstappen hat in der Formel 1 bereits erreicht, was für viele GP-Stars ein Traum bleibt: Er hat sich zum Weltmeister gekrönt. Das schaffte der schnelle Niederländer bereits vier Mal, 71 Mal kam er im GP als Erster ins Ziel. Im Fahrerlager sind sich die Experten, Mitstreiter und Gegner weitgehend einig, dass er mit dem richtigen Material noch viele Erfolge einfahren kann.
Doch die Regeländerungen, die sich auf die Arbeit am Steuer auswirken – allen voran die Vorgaben für die Antriebseinheiten – sind dem Red Bull Racing-Star ein Dorn im Auge. Und das hat er auch deutlich gemacht. Die Entscheidungsträger des Sports haben reagiert und eine stufenweise Verschiebung der Energie-Balance zu Gunsten des Verbrennermotors beschlossen.
Alle müssen zustimmen
Damit soll nicht zuletzt verhindert werden, dass Publikumsmagnet Verstappen die Lust verliert. Denn der 28-Jährige hat mehrmals betont, dass er einen Formel-1-Abschied erwägt, wenn sich nichts ändert. F1-CEO Stefano Domenicali rechnet aber nicht damit. Er sagt: «Ich denke, dass die Fahrer beim Test der 2027er-Autos im Simulator erkannt haben, dass wir in die richtige Richtung gehen. Wir haben das auch mit Max diskutiert. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass bei jeder Regeländerung ein Prozess eingehalten werden muss, und dass die Anpassungen von der FIA, den Teams und den Herstellern befürwortet werden muss.»
«Wir hätten gerne einige Änderungen noch aggressiver vorangetrieben, aber die Teams müssen den Vorschlägen auch zustimmen. Und ich denke, Max wäre damit zufrieden gewesen. Er ist ein unglaublicher Fahrer, und ich habe schon oft gesagt, was ich hier gerne wiederhole: Er liebt die Formel 1 und ich glaube, er schätzt auch die Zukunft, die wir mit diesen Regeln zusammen aufbauen», fuhr der Italiener fort.
Kein Maulkorb für die Fahrer
Er komme bestens mit Verstappen aus, beteuerte der ehemalige Ferrari-Teamchef daraufhin. «Und ich glaube, dass ihm die Formel 1 sehr wichtig ist. Natürlich kann er über seine Zukunft selbst bestimmen, aber ich glaube, dass er bleiben wird. Ich hoffe es sehr, dass es so kommt», erklärte Domenicali, stellte aber auch gleich klar: «Der Sport ist grösser als jedes Individuum – grösser als Max, grösser als ich und grösser als wir alle.»
Die Kritik der Fahrer wolle man aber nicht verstummen lassen, stellte der Chef der Königsklasse klar: «Wir sind nicht hier, um Maulkörbe zu verteilen. Das Schöne an diesem Sport ist, dass jeder seine eigene Meinung haben darf – aber es bleibt halt nur eine Meinung. Ich habe grössten Respekt vor unseren Fahrern, und ich will immer konstruktive Gespräche mit ihnen führen. Aber alle müssen auch verstehen, dass wir zusammen vorankommen müssen, und die Fans müssen die Top-Priorität bleiben. Ihre Wünsche stehen an erster Stelle, auch vor meinen. Die Fahrer dürfen persönliche Vorlieben haben, aber ich bin dafür verantwortlich, das zu tun, was das Beste für die Formel 1 ist.»
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