George Russell (9.): Duell mit Hülkenberg, nächste Strafe in Las Vegas?
Statt um den Sieg mitzufahren, musste sich der WM-Zweite George Russell in Singapur-F1-GP durchs Feld pflügen, duellierte sich mit Nico Hülkenberg (Audi). Die nächste Strafe kommt wohl in Las Vegas.
Kaum hat er die eine Motorenstrafe abgesessen, steht ihm schon die nächste bevor! Mercedes-Pilot George Russell musste als 21. in den Formel-1-Grand-Prix von Singapur starten, weil sein Team den Motor tauschen musste und eine Komponente mehr als erlaubt einsetzen musste. Er kämpfte sich immerhin in die Punkte vor, holte mit Platz 9 zwei Zähler. Doch nun steht dem Briten gleich die nächste Strafe bevor.
Wie kam es dazu? Für beide Mercedes-Piloten war recht früh klar, dass in der zweiten Saisonhälfte mindestens eine Motorenstrafe fällig werden würde, weil die Antriebseinheit zwar stark ist, aber nicht besonders verlässlich. WM-Leader Kimi Antonelli nahm seine Strafe in Monza, fuhr dort von weit hinten im Feld spektakulär zum Sieg. George Russell wollte eigentlich mit seiner Strafe warten, bis das über die ADUO-Regel für Mercedes mögliche Motorenupgrade fertig ist und quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch er nahm seine Strafe gezwungenermaßen schon am Wochenende in Singapur, kämpfte sich immerhin auf Rang 9 vor. Weil ihm in der Vorwoche in Sepang der Motor platzte, musste er in Singapur einen Motor der alten Spezifikation einbauen lassen – und er wird entsprechend bei Einbau des überarbeiteten Motors noch eine weitere Strafversetzung in Kauf nehmen müssen. Bitteres Timing, der neue Motor war noch nicht fertig, als Russell ihn gebraucht hätte.
Russell zu nächster Motor-Strafe
Russell sagte nach dem Singapur-GP: «Wir haben jetzt die Auswahl und können es nehmen, wenn wir wollen.» Weil eben kein Motorschaden ihn dazu zwingt. «Wir werden einen Kurs wählen, auf dem es leichter ist zu überholen als hier in Singapur. Wir schauen vielleicht auf Vegas, aber es wird definitiv irgendwann kommen.»
Holt Antonelli die F1-WM schon in Austin?
George Russell scheint vom Pech verfolgt. Schon nächstes Rennwochenende in Austin könnte auch offiziell der Traum von seiner ersten Weltmeisterschaft ausgeträumt sein: Dann hat nämlich sein Teamkollege Kimi Antonelli die erste Gelegenheit, seine WM auch rechnerisch klarzumachen. Abgeschrieben hatte Russell den Titel aber schon im September.
Red Bull Racing hat aufgeholt
Russells Ziel ist daher eines fürs Team: «Das Ziel ist es, zu versuchen, das Auto zu verbessern. Wir waren die Saison über so ziemlich das dominante Team, aber wenn man auf die letzten Rennen schaut, dann hat Red Bull Racing die Nase vorn gehabt. In Baku war Max Verstappen ähnlich schnell wie ich. Auf total unterschiedlichen Strecken hat er in den letzten Wochen dominiert. Das Ziel als Team ist es also, alles aus diesen Updates herauszuholen.» Die Mercedes-Updates hatten in Sepang nicht funktioniert, Russell war in Singapur mit alten Teilen unterwegs.
Im Rennen fuhr Russell von Platz 21 auf 9 vor und biss sich dabei am Deutschen Nico Hülkenberg die Zähne aus. Russell: «Wir haben im ersten Stint gut aufgeholt. Im zweiten hätten wir aber mit dem VSC noch länger draußen bleiben können. Nico hat dann wirklich stark gegen mich verteidigt. Ich hatte Schwierigkeiten, an ihm vorbeizukommen. Gegen Ende des Rennens war es dann das Risiko einfach nicht mehr wert, also wollte ich das Auto einfach ins Ziel bringen. Kein fantastisches Wochenende, es ist echt schade.»
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