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Hard-Enduro-WM, Roof of Africa: Teodor Kabakchiev triumphiert in Lesotho

Teo Kabakchiev gewann die Roof of Africa in Lesotho – den sechsten WM-Lauf. Als einziger Fahrer blieb er unter zehn Stunden. Manuel Lettenbichler sicherte sich Platz 2 im Fotofinish gegen Wade Young.

Hard-Enduro

Im Artikel erwähnt


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Die Roof of Africa gilt für viele zu Recht als «Mutter aller Hard Enduros». In den Maloti-Bergen von Lesotho, auf Pisten zwischen 1400 und über 3000 Metern Höhe, ging der sechste Lauf der Hard-Enduro-Weltmeisterschaft 2026 über drei Tage – ein Klassiker, der Mensch, Material und auch die Top-Fahrer bis an die Grenzen fordert. WM-Leader Manuel Lettenbichler reiste als Gejagter an, während Titelanwärter Billy Bolt nach einer Knie-Operation passen musste.

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Den Auftakt am Donnerstag bestimmte ein anderer: James Moore. Der junge Südafrikaner und Vorjahressieger fuhr im Zeittraining bei strahlendem Sonnenschein und abtrocknender Strecke mit 25:01,91 min die Bestzeit – vor Lettenbichler (+15,74 s) und Ashton Brightmore. Teodor Kabakchiev ordnete sich als Vierter ein, Wade Young wurde Fünfter. Kurios: Mitch Brightmore fuhr die schnellste Rohzeit, kassierte aber eine Fünf-Minuten-Strafe und fiel auf Rang 9 zurück.

Eine Besonderheit der Roof of Africa: Anders als bei den übrigen WM-Läufen, wo allein das Main Event am Schlusstag über den Event-Sieg entscheidet, zählt dort die kombinierte Gesamtzeit aus allen drei Tagen – bei der Roof «Time Trial», «Big Loop» und «Final Ascent» genannt. Entsprechend eng lagen die Abstände nach dem Time Trial vor den beiden weiteren Tagen noch beisammen.

Am Freitag folgte der «Big Loop» über rund 110 Kilometer – Steinfelder, Fluss-Durchfahrten, dünne Höhenluft. Dort schlug Kabakchievs Stunde: Der Bulgare gewann den Tag in 5:48:58 h und übernahm die Gesamtführung, 42 Sekunden vor Wade Young. Lettenbichler hielt als Dritter Kontakt. Bitter lief es für Moore: Ein früher Defekt kostete den Titelverteidiger über 44 Minuten und warf ihn auf Rang 11 zurück. Der neunfache Roof-Sieger Young, nach seiner Verletzungspause 2025 zurück, witterte den zehnten Triumph.

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Die Entscheidung fiel am Samstag im Main Event, dem «Final Ascent» über zwei Runden à 38 Kilometer. Kabakchiev kontrollierte das Geschehen vom Start weg und brachte seinen Vorsprung souverän ins Ziel. Mit einer Gesamtzeit von 9:59:46,2 h blieb er als Einziger unter zehn Stunden und siegte mit 2:46,9 min Vorsprung – sein erster WM-Laufsieg der Saison. Dahinter entwickelte sich ein Krimi: Lettenbichler distanzierte Young auf der Schlussetappe und rettete Platz 2 um hauchdünne 0,1 Sekunden.

Für die Geschichte des Tages sorgte einmal mehr Moore: Nach seinem Freitags-Drama fuhr er am Samstag die absolute Tagesbestzeit (3:39:25,8 h, über fünf Minuten schneller als der Rest), stürmte in der Gesamtwertung noch auf Rang 5 und sicherte sich obendrein den Sieg in der Junior-Klasse. Young komplettierte als Dritter das Podium, verpasste seinen historischen zehnten Triumph aber knapp.

In der WM baute Lettenbichler seine Führung durch den zweiten Platz weiter aus, während Kabakchiev mit seinem ersten Saisonsieg ein lang verdientes Ausrufezeichen setzt. Weiter geht es beim Sea to Sky im türkischen Kemer (8. bis 10. Oktober), ehe das 24MX Hixpania in Spanien (23. bis 25. Oktober) die Saison beschließt.

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Teodor Kabakchiev: «Ich bin superglücklich, immer noch in Gedanken im Rennen. Beide Runden sind mir richtig gut gelungen und ich hatte gleich von Anfang an einen soliden Vorsprung. Also habe ich mir gesagt: Bleib locker und fahr es nach Hause. Ich bin sprachlos, ich habe es ins Ziel gebracht, und ich bin glücklich, auch für das Sherco Factory Racing Team, meine Familie und meine Fans und alle Bulgaren und die Menschen vom Balkan. Ich danke Gott für diesen Sieg.»

Manuel Lettenbichler: «Der letzte Tag war ziemlich kurz und intensiv, weniger Navigation, mehr technische Passagen. Ich bin als Dritter vom Start weggekommen und in der ersten Runde war ich eigentlich die ganze Zeit allein. Zu Wade und Teo konnte ich zwar nicht aufschliessen, aber James hat mich dann eingeholt, der war heute wirklich schnell unterwegs. In der zweiten Runde haben wir dann richtig gepusht, und ich habe Wade dann doch noch eingeholt. Das war perfekt für mich, weil ich mich dadurch weniger auf die Navigation konzentrieren musste. Wieder Zweiter bei der Roof of Africa, was gut ist für die Meisterschaft.»

Wade Young: «Mani hat mich denkbar knapp um 0,1 Sekunden geschlagen. Ich hatte ein ziemlich raues Jahr und bin noch nicht wieder ganz bei 100 Prozent, auch im Vergleich zu den anderen. Aber ich habe alles gegeben und bin zufrieden mit dem Ergebnis.»

Ergebnis Roof of Africa 2026 – Gesamtwertung:

1. Teodor Kabakchiev (BG, Sherco), 9:59:46,2 h

2. Manuel Lettenbichler (D, KTM), +2:46,9 min

3. Wade Young (ZA, GASGAS), +2:47,0

4. Matthew Green (ZA, KTM), +34:26,7

5. James Moore (ZA, Beta), +38:11,5

6. Thomas Scales (ZA, Beta), +55:02,0

7. Luke John Walker (ZA), +55:29,5

8. Kyle Flanagan (ZA), +56:35,4

9. Ashton Brightmore (GB, GASGAS), +58:53,6

10. Mitch Brightmore (GB, GASGAS), +1:04:22,0

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Hard-Enduro-WM 2026 – Gesamtstand nach Lauf 6 (Roof of Africa):

1. Manuel Lettenbichler (D, KTM), 177 Punkte

2. Mitch Brightmore (GB, GASGAS), 139

3. Teodor Kabakchiev (BG, Sherco), 124

4. Ashton Brightmore (GB, GASGAS), 104

5. James Moore (ZA, Beta), 86

6. Billy Bolt (GB, Husqvarna), 76

6. Mario Román (E, Husqvarna), 76

8. Eddie Karlsson (S, Stark), 62

9. Matthew Green (ZA, KTM), 58

10. Lorenzo Gandola (I, Sherco), 56

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