Max Verstappen standhaft: «WM-Schluss in Katar und Abu Dhabi? Lieber nicht»
Bis Mitte Oktober wollen der Autosport-Weltverband FIA und Formula One Management (FOM) entscheiden, ob in Katar und Abu Dhabi gefahren werden kann. Max Verstappen findet: lieber nicht.
Kann die Formel-1-WM plangemäss zu Ende gehen? Gemäss ursprünglichem Programm sollte die Weltmeisterschaft mit zwei Grands Prix in Arabien zu Ende gehen, am 29. November in Katar und am 6. Dezember in Abu Dhabi. Aber die anhaltend unsichere Lage im Nahen Osten stellt das seit Frühling in Frage.
In Baku hat Haas-Teamchef Ayao Komatsu verraten, wie lange sich der Autosport-Weltverband FIA und Formula One Management (FOM) Zeit lassen wollen, um eine Entscheidung zu fällen – bis Mitte Oktober.
Inzwischen laufen an der Imola-Rennstrecke Vorbereitungen, das WM-Finale in Italien auszutragen, falls in Katar und Abu Dhabi nicht gefahren werden kann. Imola ist der Plan B der Formel 1. An den arabischen Pisten läuft die Arbeit, als gäbe es den Konflikt in Nahen Osten überhaupt nicht.
Aber die Situation bleibt unberechenbar. Erst vor kurzem haben die Amerikaner einen Vorschlag der Iraner abgelehnt, einen Siebentagesplan in einen Frieden umzusetzen. Stattdessen neue Drohungen von Luftschlägen.
Lewis Hamilton hat mit seiner Meinung aufhorchen lassen. In Baku sagte der Ferrari-Superstar: «Ich persönlich würde gerne dort hin. Ich liebe es, im Mittleren Osten zu sein. Und von dem her, was ich so lese, scheinen die Dinge dort ganz okay zu sein.»
Hamilton schränkt ein: «Aber ich habe nicht alle Informationen dazu, also weiss ich nicht, wie hoch das Risiko ist. Ich vertraue ganz auf (Formel-1-CEO) Stefano Domenicali, dass es für den Sport das Richtige tut. Aber ich hoffe, wir können dort hin.»
Das ist Max Verstappen ganz anderer Ansicht. Er hat in Aserbaidschan gegenüber Viaplay festgehalten: «Normalerweise reise ich gerne nach Katar und Abu Dhabi, aber wenn in der Nähe Krieg herrscht und einige der Länder miteinander im Konflikt stehen, dann finde ich, dass wir nicht dorthin fahren sollten. Dann spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, ob man einen Vertrag hat oder nicht. Aber das liegt letztlich natürlich nicht in meiner Hand.»
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