Deutschland jubelt: Erik Riss ist zum dritten Mal Langbahn-Weltmeister
Auch ein Ausfall in den Vorläufen konnte Erik Riss auf dem Weg zu seinem dritten Weltmeistertitel nicht stoppen. Sieger auf der Grasbahn in Marmande wurde Chris Harris, was ihm WM-Bronze einbrachte.
Die Entscheidung in der Langbahn-Weltmeisterschaft ist gefallen und Erik Riss hat seinen dritten Weltmeistertitel in der Tasche. Der 31-Jährige legte in Marmande furios los und gewann seine ersten beiden Läufe souverän. Gegen einen entfesselt fahrenden Chris Harris gab er zwar einen Punkt ab, doch mit einem weiteren Laufsieg stellte der Schwabe die Weichen auf den direkten Finaleinzug. Dieser misslang allerdings: Riss kam in Heat 19 nur als Dritter vom Start weg, stach aber mit einem starken Manöver innen an Dave Meijerink und Anthony Chauffour vorbei und übernahm die Führung. Er zog unaufhaltsam davon, rollte in der zweiten Runde jedoch mit technischem Defekt aus. Da Lukas Fienhage den letzten Vorlauf vor Harris gewann, fiel Riss in der Zwischenwertung nach den Vorläufen auf den vierten Rang zurück und musste in die Last-Chance-Läufe, während Meijerink, Harris und Fienhage ihren Finalplatz sicher hatten.
Finaleinzug brachte WM-Titel für Erik Riss
Den Umweg über den Last-Chance-Heat meisterte Riss mühelos, mit dem Sieg vor Kenneth Kruse Hansen, der nachträglich wegen Verlassens der Bahn disqualifiziert wurde, stand fest, dass ihm der Titel nicht mehr zu nehmen ist. Im zweiten Last-Chance-Lauf triumphierte Jesse Mustonen nach einem harten Duell mit Zach Wajtknecht. Das hatte zur Folge, dass der Titelträger von 2025 das Finale und auch eine WM-Medaille verpasste.
Mit dem bereits sicheren WM-Titel konnte Riss im Finale Harris und Meijerink ziehen lassen. Harris hatte sich vom inneren Startplatz vor Meijerink gesetzt, nachdem er eine erste Attacke des Niederländers abgewehrt hatte, zog der Engländer davon. Mit dem Sieg in Marmande holte er 26 WM-Punkte, was ihn in der Endabrechnung vor Lukas Fienhage und Zach Wajtknecht katapultierte. Da bei Punktgleichheit kein Stechen mehr um Silber oder Bronze gefahren wird, war der Tagessieg in Marmande ausschlaggebend dafür, dass Lukas Fienhage ohne Medaille blieb.
In die Top-8, die einen WM-Platz im kommenden Jahr garantieren, fuhren sich auch der Finne Tero Aarnio und der Niederländer Mika Meijer. Sie verdrängten damit Patrick Kruse und William Kruit, die in Marmande außerhalb der Top-Ten landeten.
Riss zog mit seinem dritten WM-Titel auf der Langbahn nach 2014 und 2016 im Medaillenspiegel mit den legendären Ivan Mauger, Egon Müller, Kelvin Tatum sowie Martin Smolinski gleich.
Ergebnisse Langbahn-WM, Finale 3, Marmande/F:
1. Chris Harris (GB), 26 WM-Punkte/18 Vorlaufpunkte
2. Dave Meijerink (NL), 24/16
3. Erik Riss (D), 22/19
4. Lukas Fienhage (D), 20/16
5. Jesse Mustonen (FIN), 18/18
6. Zach Wajtknecht (GB), 16/17
7. Mika Meijer (NL), 15/17
8. Kenneth Kruse Hansen (DK), 14/13
9. Tero Aarnio (FIN), 13/13
10. Jake Mulford (GB), 12/13
11. William Kruit (NL), 11/12
12. Tino Bouin (F), 10/10
13. Patrick Kruse (DK), 9/10
14. Anthony Chauffour (F), 7/8
15. Glenn Moi (N), 6/6
16. Niek Meijerink (NL), 5/5
17. Darryl Ritchings (GB), 4/4
18. Ashton Vale (GB), 3/3
19. Jan Hlacina (CZ), 2/2
20. Theo Ugoni (F), 1/0
21. Noah Urda (F), N
Finale: 1. Chris Harris, 2. Dave Meijerink, 3. Erik Riss, 4. Lukas Fienhage, 5. Jesse Mustonen
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