Hockenheim: Reiterberger gewinnt und Lukas Tulovic macht den Titel klar
Am Ende gab es noch Geschenke von den BMW-Piloten. Markus Reiterberg gewinnt das vorletzte Rennen der Saison und Toni Finsterbusch stürzt. Damit reichte dem Titelverteidiger Rang 4.
Markus Reiterberger durfte mit seiner BMW und neuem Rekord von der Pole-Position losdonnern. Doch nach dem Start war es erst mal Marcel Schrötter, der am Rennsonntag als Schnellster loslegte und in der ersten Kurve als Erster einbog. Lukas Tulovic hatte spürbar Druck, nachdem er nach einer Strafversetzung wegen der Überschreitung der zulässigen Höchstdrehzahl vom neunten Platz losmusste. Für Reiterbergers Kollege war schon nach wenigen Meter Schluss. Milan Merckelbagh beendete sein Rennen kurz nach dem Start in der Box. Der nächste Kunde bei den Streckenposten war Gastfahrer Bálint Kovács. Ebenso turbulent war es in der ersten Kurve für Hannes Soomer und Kevin Orgis. Beide waren gestürzt und die Rennleitung nahm sich die Bilder nach dem Unfall noch einmal zur Kontrolle vor.
Die Doppelspitze blieb fest in der Hand des BMW-Duos Schrötter und Reiterberger, doch die Verfolger, angeführt von Florian Alt waren auf Tuchfühlung. Alt drehte dabei mit einer 1.24,726 min die schnellste Rennrunde. Mit dabei auch Toni Finsterbusch, Jan-Ole Jähnig und Leon Orgis. Tulovic ließ es bedächtig angehen und cruiste eine Sekunde hinter Jähnig und drei Sekunden hinter dem Führenden Schrötter um den Hockenheimring. Hinter dem Ducati-Piloten brachte sich BMW-Gastfahrer Martin Vugrinec in Stellung. Jan Mohr und Lorenzo Zanetti lieferten sich einen Schlagabtausch um den neunten Rang. Mit Marco Fetz auf Rang 11 war das dezimierte Feld bereits komplett.
Stürze in Serie
Nach neun von 18 Runden landete Vugrinec in den Airfences und stapfte enttäuscht davon. Der nächste Kunde am Streckenrand war im Bereich der Querspange Kevin Orgis. Doch der BMW-Pilot hetzte dem Feld hinterher. Immerhin stand noch ein zehnter Platz zur Disposition. Schrötter drehte friedlich seine Runden, bis zu 12. Runde. Da kam im der Querspange die Attacke von Reiterberger. Schrötter versuchte den Konter, doch Reiterberger blieb vorn und war fünf Zehntel schneller als Schrötter. Alt hatte den Kontakt zum Spitzen-Duo verloren und hatte bereits einen Rückstand von zwei Sekunden. Finsterbusch machte sich im Kampf mit Alt lang, konnte aber auch weiterfahren.
Tulovic riskierte nichts. Nach vorne fehlten ihm drei Sekunden, nach hinten hatte er vier Sekunden Luft. Damit hatte Finsterbusch eher ungewollt Tulovic zum Meister gekürt. Denn bei Platz 2 von Schrötter und Platz 4 von Tulovic läge der Ducati-Pilot um einen Punkt uneinholbar vorne. Schrötter lag noch dicht hinter Reiterberger, doch es blieben noch zwei Runden, um das Blatt zu wenden. Denn ohne Sieg wäre der Titel für Schrötter futsch. Mit 0,7 Sekunden Vorsprung nahm Reiterberger die letzte Runde in Angriff, Schrötter knapp dahinter. Doch es änderte sich nichts. Reitberger holte den Sieg, Marcel Schrötter kam 0,2 Sekunde hinter seinem bayerischen Landsmann ins Ziel. Für Florian Alt wurde es 4,8 Sekunden dahinter der dritte Rang.
Platz 4 reichte dem Titelverteidiger, um den Titel zum zweiten Mal in Folge zu holen. Erleichtert feierte der alte und neue Meister Lukas Tulovic vor der voll besetzten Sachskurve seinen Titel, gemeinsam mit seinen Kollegen vom Team Triple M Ducati Frankfurt.
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