Euro Moto Superbike
Die Tricks der Superbiker Schrötter, Smits und Orgis in der Hitze von Most
Hitze hin oder her. Nur allzu gerne wäre der Däne in Most bei der Euro Moto Sportbike an den Start gegangen. Doch das Team um Uwe Reinhardt hat die Tschechien-Rundreise gestrichen.
Ursprünglich ist das Karlsruher Team ERC in der Langstrecken-Weltmeisterschaft unterwegs. Unter anderem mit dem ehemaligen WM-Piloten Marcel Schrötter, der bei der Euro Moto Superbike in Most mit der GERT56-BMW am Start steht. Das Team ERC ist bereits auf dem Weg ins japanische Suzuka, wo am kommenden Wochenende der nächste EWC-Lauf ansteht.
Kurz vor dem Start der Euro Moto Sportbike hatte man in Karlsruhe noch ein drei Mann starkes Sportbike-Team auf die Beine gestellt, drei Kawasaki bestellt und unter anderem den IDM Supersport 300-Champion 2025 und den Sportbike-Vize aus dem Vorjahr Oliver Svendsen engagiert. Die Ergebnisse beim Auftakt waren überschaubar. «Wir kehren aber erst mal vor unserer eigenen Tür», erklärte Reinhardt den kurzfristigen Rückzug für die Tschechien-Runde. In der Werkstatt legt sich Lothar Kraus ins Zeug. Nach dem Japan-Ausflug geht es in Karlsruhe weiter mit der Euro Moto-Arbeit. In vier Wochen soll für die Euro Moto in der Motorsport Arena Oschersleben alles parat sein.
«Ehrlich gesagt», meint Svendsen, glaube ich, dass Uwe mehr zu sagen hatte als ich – ich bin dieses Wochenende in Most dabei, aber nur als Zuschauer und Trainer – ich mache Urlaub bei den Tschechen, habe jede Menge Spaß und schaue mir ein paar Rennen an. Ich habe viele Angebote bekommen, dieses Wochenende wieder auf das Motorrad zu steigen, aber ich glaube, mein Team tut das Beste für mich, und wir werden sehr bald wieder ganz oben auf dem Podium stehen. Klar ist es schwer mitanzusehen, wie mein Name in der Tabelle nach unten rutscht, aber zum Glück wissen viele Leute, was ich kann, und verstehen meine Situation.»
Seit einem Jahr versucht Oliver Svendsen seine Gewinner-KTM an den Mann oder die Frau zu bringen. Doch wie es scheint, wird er auf dem Motorrad in Ermangelung von passenden Serien sitzenbleiben. «Es sieht langsam so aus», schreibt der Däne in den sozialen Medien, «als würde die KTM in der Familie bleiben. Vielen Dank an alle, die sich das angesehen haben, ohne zu kaufen – jetzt muss ich meiner Mutter erklären, warum ein Rennmotorrad im Wohnzimmer steht. Kauft es doch endlich!»
«Ich verkaufe nach wie vor meine KTM RC390R, die sowohl in der Weltmeisterschaft als auch in der IDM gefahren ist», so die Offerte. «Sie wurde vollständig gemäß des SSP300-WM-Reglements umgebaut und ist bereit für eine weitere Saison. Es eignet sich auch hervorragend für Trackdays.» Über Facebook oder Instagram können sich Interessenten weitere Infos holen.
Beim Auftritt von Oli Svendsen in der Motorsport Arena Oschersleben wollen seine Fans eine Tour von Dänemark Richtung Sachsen-Anhalt organisieren. Der Classic MC Djursland fährt und pflegt klassische Rennmotorräder aus den Jahren 1960–1975, um die Maschinen zu erhalten und zu nutzen, die Geschichte geschrieben haben. In der Saison 2026 gehen sie mit einer Suzuki TR500 und zwei Suzuki T20 an den Start.
«Hier im Team interessieren wir uns nicht nur für klassische Motorräder», versichern die Dänen. «Natürlich liegt unser Fokus auch auf dem modernen Motorradsport. Tatsächlich sind wir der Meinung, dass die dänischen Talente mehr Unterstützung aus ihrer Heimat verdienen.» Gesucht werden nun 50 reiselustige Dänen, die sich auf den Weg nach Deutschland machen wollen. Es sind nur die tatsächlichen Kosten zu zahlen. Oli Svendsen würde sich freuen: «Kommt ruhig, die Boxengasse fasst locker 50 Dänen.»
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