Euro Moto Superbike
Brünn: Marcel Schrötter gewinnt erstes Superbike-Rennen in der Euro Moto
Mit einem Doppelsieg zeigte der Österreicher Rosenthaler beim ersten Brünn-Auftritt der Euro Moto Sportbike, was in ihm steckt. Der Triumph-Pilot vom Team RT Motorsports holte 50 Punkte.
Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) gewann das erste Rennen der Euro Moto Sportbike auf dem Automotodrom Brno. Nach einem intensiven Neun-Runden-Sprint setzte sich der Österreicher am Samstagnachmittag in einem packenden Dreikampf gegen Ruben Bijman (Freudenberg Rora-Paligo Racing) und Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) durch und feierte damit seinen ersten Saisonsieg.
Bereits unmittelbar nach dem Start entwickelte sich an der Spitze ein hochklassiger Schlagabtausch. Pole-Setter Tobias Kitzbichler mischte von Beginn an vorne mit, während Jakob Rosenthaler und Ruben Bijman keinen Zentimeter kampflos hergaben. Das Trio bestimmte das Tempo und setzte sich früh vom restlichen Feld ab.
Bis zur Rennmitte wechselten die Positionen mehrfach. Besonders Rosenthaler überzeugte dabei in den harten Bremszonen des 5,4 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses. Immer wieder konnte der Triumph-Pilot dort entscheidende Meter gutmachen und seine Konkurrenten unter Druck setzen. Im letzten Renndrittel gelang es ihm schließlich, die Kontrolle über das Rennen zu übernehmen und den Grundstein für seinen Sieg zu legen.
«Das ist ein richtig schönes Gefühl, endlich als Sieger auf dem Podium zu stehen», freute sich Rosenthaler, nachdem er tatsächlich als Erster über den Zielstrich gedüst war. «Am Sachsenring war es natürlich eine bittere Enttäuschung. Ich hatte auch heute während des Rennens einige Probleme und es war nicht einfach, alles zu kontrollieren. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt geklappt hat.»
Hinter dem Sieger entwickelte sich ein dramatischer Kampf um Rang 2. Bijman und Kitzbichler lieferten sich bis zur Ziellinie ein Duell auf Messers Schneide. Am Ende trennten die beiden lediglich 0,027 Sekunden. Bijman rettete Platz 2 ins Ziel und komplettierte den Triumph-Doppelsieg. Auch Tobias Kitzbichler durfte mit seinem Wochenende bis dahin zufrieden sein. Der 17-jährige Österreicher hatte bereits in den Trainings und im Qualifying seine starke Form unter Beweis gestellt und war von der Pole Position ins Rennen gestartet. Allerdings musste der Aprilia-Pilot während des gesamten Rennens mit Problemen kämpfen. Am Ende fehlten ihm lediglich wenige Zentimeter zu Platz 2.
Jakob Rosenthaler (RT Motorsports Racing) gewann auch das zweite Rennen der Euro Moto Sportbike. Der Österreicher setzte sich am Sonntagmittag nach einem spektakulären Neun-Runden-Krimi gegen Ruben Bijman und Stepan Zuda (beide Freudenberg Rora Paligo Racing) durch. Lediglich 0,369 Sekunden trennten die drei Erstplatzierten im Ziel voneinander.
Dabei begann das Rennen alles andere als vorhersehbar. Polesetter Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) kam zunächst nicht optimal vom Start weg, machte den verlorenen Boden jedoch bereits in den ersten Kurven wieder gut und setzte sich sogar kurzzeitig vom Feld ab. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Bereits ab der dritten Runde übernahm Ruben Bijman die Führung und eröffnete damit einen Schlagabtausch, der sich bis zur Zielflagge hinziehen sollte.
Während vorne ununterbrochen attackiert wurde, verfolgte Jakob Rosenthaler einen anderen Plan. Der Sieger des Vortages hielt sich zunächst bewusst zurück und beobachtete das Geschehen aus den vorderen Positionen. In der letzten Runde entwickelte sich ein Dreikampf um den Sieg. Rosenthaler verteidigte die Führung mit einer fehlerfreien Runde, während Bijman auf den letzten Metern noch einmal alles versuchte, aber schließlich das Nachsehen hatte. Doppelsieg für Rosenthaler.
«Das zweite Rennen heute war ganz anders als gestern. Es gab unheimlich viele Überholmanöver in der Spitzengruppe. Ich habe mich in der ersten Rennhälfte eher zurückgehalten und versucht, die Reifen zu schonen. Mir war klar, dass das am Ende ein entscheidender Vorteil sein könnte», berichtet der Österreicher nach dem Rennen. «Ich war in der letzten Runde fast eine Sekunde schneller als in der Vorrunde. Das Ende war genauso ausgegangen, wie ich es mir erhofft und geplant hatte.» Er konnte mit 83 Punkten als Führender in der Gesamtwertung die Heimreiser antreten. Hinter Rosenthaler und Bijman sicherte sich Stepan Zuda als Dritter einen weiteren Podestplatz.
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