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Euro Moto Sportbike: Zwei Reglements – Verschiedene Meinungen (Teil 1)

Die Klasse Sportbike geht nach dem Premieren-Jahr in der IDM 2025 auch in der Euro Moto 2026 weiter, die aktuell ihr zweites Wochenende in Brünn abfeiert. Es gibt zwei unterschiedliche Spielregeln.

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Eine Klasse mit zwei Regularien gab es bereits in der Vergangenheit der IDM. Nachdem Yamaha Deutschland den Yamaha-Cup nach Jahrzehnten eingestellt hatte, entschloss man sich, die verwaisten Fahrer im Folgejahr in der Klasse Supersport aufzunehmen. Ein sanfterer Übergang und ein weiterer Einsatz der Cup-Motorräder sollten so möglich sein. Die IDM-Klasse teilte sich damals auf in die IDM Supersport 600 und die IDM Superstock 600, die allerdings mit etwas weniger technischem Spielraum.

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Im Vorjahr entschloss sich der Promoter der IDM, jetzt Euro Moto, die Klasse Supersport 300 durch die Klasse Sportbike abzulösen. In der Weltmeisterschaft gibt es diese Klasse mit dem entsprechenden FIM-Reglement erst seit diesem Jahr. Im Vorjahr hielt man sich in Deutschland bei den Regeln an die Britische Meisterschaft, die diese Klasse bereits im Programm hatte. Ähnlich wie auch Italien.

Zwei Regeln – Zwei Meinungen

Da der Euro Moto-Promoter den Weg zwischen der nationalen Serie und der Weltmeisterschaft kurz halten wollte, entschied man sich, auch das FIM-Reglement ins Boot zu holen. Jetzt hat man die freie Auswahl. BSB oder FIM. Einige wenige haben investiert, z.B. in eine Elektronik, und haben sich für das FIM-Reglement entschieden, auch wenn der fahrbare Untersatz dadurch mit weniger Schubkraft ausgestattet ist. Die meisten blieben der schon vorhandenen BSB-Variante treu. Das neue Doppel-Reglement wurde am 8. März 2026 veröffentlicht.

Zeit für eine un-repräsentative SPEEDWEEK.com-Umfrage bei den Teams und Technikern der Euro Moto Sportbike.

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Die Fragen nach dem Wie und Warum

  1. Welches Reglement fahrt ihr?

  2. Warum habt ihr euch für diese Variante entschieden?

  3. Wie groß ist der Unterschied?

  4. Wie ist eure Meinung zu den unterschiedlichen Reglements?

Team SWPN mit Jay-Jay Den Hoed, Teammanager Frank Brouwer (Yamaha)

  1. Wir sind einer der wenigen, die sich an die FIM-Sportbike-Vorschriften halten.

  2. Da sich die IDM Ende letzten Jahres als Europameisterschaft präsentierte, die direkt mit der FIM verbunden ist, war es für uns der einzig logische Schritt, uns für ein Motorrad nach FIM-Spezifikation zu entscheiden. Ich musste das FIM-Paket für unser Motorrad etwa im Oktober/November letzten Jahres bestellen, daher mussten wir die Entscheidung frühzeitig treffen.

  3. Im Moment ist es für uns ehrlich gesagt, wirklich schwer zu sagen. Sicherlich gibt es einen Unterschied in der Leistungsabgabe zwischen den beiden Reglements, was für uns sicherlich kein Vorteil ist. Gerade in einer Leichtgewichtsklasse kann ein kleiner technischer Unterschied auf der Strecke einen riesigen Unterschied ausmachen.

  4. Aus unserer Sicht ist das eine absolute Katastrophe. Ich habe noch nie erlebt, dass zwei technische Regelwerke um dieselbe Meisterschaft konkurrieren. Wie soll ich diese Situation meinem Fahrer erklären, der einen unfairen Kampf austragen muss? Meiner Meinung nach ist das Missmanagement. Solche Situationen halten Leute davon ab, in die IDM/Euro Moto einzusteigen.

Team Freudenberg Rora-Paligo mit Zuda, Rammerstorfer, Siebdrath und Bijman - Crewchief William Fricke (Triumph)

«Für uns ist es eine tolle Sache und ich befinde es für eine gute Sache, dass man die Möglichkeit hat, unter beiden Reglements zu starten. Das ist natürlich auch ein Kostenfaktor für unser Team, der nicht ganz unerheblich ist. Hätte wir unsere vier Motorräder nach dem FIM-Reglement aufbauen müssen, hätte wir für die vier Fahrer, die wir haben, nochmal mindestens 15.000 Euro Mehraufwand bringen müssen an Hardware, um das FIM-Reglement zu erfüllen. Zusätzlich wäre dann auch noch ein Haufen Testarbeit notwendig gewesen, weil sich die Software zwischen beiden Steuergeräten, die man hätte verwenden müssen, erheblich unterscheiden – da sich die Sportbike-Klasse nach dem FIM-Reglement die Software mit der Supersport-Klasse teilt. Man spricht davon, dass zwischen beiden Varianten ein wenig Leistungsunterschied besteht. Wir konnten schon beide Varianten fahren und wir können sagen, dass sich der Zeitenunterschied in Most zum Beispiel auf eine Sekunde pro Runde einpegelt.»

«Ich finde, dass die Balance zwischen den beiden Varianten sich aktuell noch in der Waage hält. Nach einer Euro Moto-Veranstaltung kann man noch nicht so die richtigen Rückschlüsse ziehen. Wir haben gesehen, dass die Kawasakis, die ja nach dem neuen Reglement aufbauen müssen, am Sachsenring mithalten konnten. Ich würde noch mindestens eine zweite Veranstaltung abwarten, um da ein abschließendes Bild zu kriegen. Diese Zeit muss man glaube ich auch den Verantwortlichen der Euro Moto geben.»

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«Falls sich rausstellen würde, dass bestimmte Teilnehmer mit der einen Variante deutlich überlegen sind, denke ich, dass da auch eine Balance of Performance stattfinden kann. Aus unserer Sicht ist das alles positiv zu bewerten. Auch für die Teams, die letztes Jahr schon dabei gewesen sind. Das sind ja nicht nur wir, das sind auch andere. Um den Kostenfaktor niedrig zu halten, war es eine sehr gute Entscheidung, die Möglichkeit zu haben, nach beiden Reglements zu starten.»

Teilnehmer Euro Moto 2026 Sportbike

  • #5 Sven Seidler (D), Aprilia, ViVa by Peuker&Streeb

  • #13 Luis Rammerstorfer (A), Triumph, Freudenberg Rora-Paligo

  • #17 Ruben Bijman (NL), Triumph, Freudenberg Rora-Paligo

  • #18 Lucas Sorensen (DK), Aprilia, Nordic Vikings

  • #19 Sasha de Vits (B), Kawasaki, ERC

  • #20 Rick Koistra (NL), Triumph, SRTD Pearle Gebben

  • #22 Alexander Weizel (D), Aprilia, Weizel Racing Team

  • #23 Stepan Zuda (CZ), Triumph, Freudenberg Rora-Paligo

  • #25 Jules Bercot (F), Kawasaki, ERC

  • #27 Max Stauffer (AUS), Yamaha, Team Apreco

  • #30 Magnus Kristoffersen (DK), Aprilia, M58 Motorsport

  • #34 Julian van Kalkeren (NL), Triumph, SRTD Pearl Gebben

  • #38 Tobias Kitzbichler (A), Aprilia, ViVa by Peuker&Streeb

  • #44 Jay-Jay Den Hoed (NL), Yamaha R7, SWPN

  • #46 Ty Henriksen (DK), Aprilia, Nordic Vikings

  • #49 Korbinian Brandl (D), Aprilia, RBR Racing

  • #53 Kiyano Weijer (NL), Triumph, Dutch talent racing

  • #55 Tom Kuil (NL), Triumph, RT Motorsports

  • #69 Oliver Svendsen (DK), Kawasaki, ERC

  • #78 Jakob Rosenthaler (A), Triumph, RT Motorsports

  • #86 Micky Winkler (D), Aprilia, WSC Racing

  • #95 Maksymilian Palmowski (PL), Aprilia, SP race project

  • #98 Mika Siebdrath (D), Triumph, Freudenberg Rora-Paligo

Teil 2 der Umfrage folgt. Am Start sind dann die Teams ViVa by Peuker&Streeb, RT Motorsports und WSC Racing.

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