Euro Moto Superbike • Neu
Marcel Schrötter: Nötige Knie-OP verschoben, P2 und P4 in Oschersleben
Der BMW-Pilot ist der einzige noch verbliebene Österreicher in der Euro Moto Superbike. Mit Oschersleben hat er ein zwiespältiges Verhältnis und übt auch Selbstkritik.
Jan Mohr gondelte vom österreichischen Vorarlberg in den Nordosten Deutschlands. Schon im Vorfeld war klar, dass aus dem Fahrer des Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW und der Motorsport Arena Oschersleben nicht mehr die besten Freunde werden würde. Das Verhältnis sollte sich auch nach dem vierten von sieben Euro Moto-Wochenenden nicht wirklich bessern. «Frustriert», lautete dann auch die Antwort nach der Gemütslage am Sonntagabend. Schon nach dem elften Platz im Training gab es für Mohr und seine Mannschaft noch ein paar Denksport-Aufgaben.
«Es war einfach nicht mehr drin», erklärte er. «Ich habe grundsätzlich ein Problem mit dem Vorderrad und viel Bewegung in der Gabel. Hauptsächlich am Kurveneingang und daher fehlt mir natürlich dann der Kurven-Speed. Gerade bei dem Layout von Oschersleben mit den langgezogenen Kurven summiert sich das.» Im ersten Rennen war Mohr von der Massen-Karambolage nach dem Motorplatzer an Twan Smits Yamaha unbeschadet davongekommen und war als Siebter gewertet worden. «Als ich da ankam, habe ich nur die riesige Wolke gesehen und bin sofort runter von der Ideallinie», beschreibt er das Erlebnis. «Da kam auch schon die rote Flagge. Ich bin dann ganz innen gefahren und den siebten Platz nehme ich natürlich gerne mit.»
Viele Änderungen ließ Mohr vor dem zweiten Lauf, der für ihn mit Rang 9 endete, nicht mehr vornehmen. «Wir haben ein wenig die Dämpfung geändert, um die Vibrationen wegzubekommen», so Mohr. «Es war besser, aber auch kein Durchbruch. Ein Top Ten Platz hört sich gut an und auch der Letzte im Feld fährt noch schnell. Aber man muss ehrlich sein, 30 Sekunden hinter dem Sieger Lukas Tulovic ins Ziel zu kommen, ist eindeutig zu viel. Und dabei habe ich persönlich mein schnellstes Rennen jemals hier gefahren.»
Mohr bleibt am Ende nur die Frage, und er ist in der Euro Moto Superbike mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der einzige, an den Sieger, der scheinbar nach Belieben Rundenrekorde und Siege raushaut: «Wie macht der das bloß?»
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