Euro Moto Superbike
Nürburgring: BMW-Pilot Leon Orgis ignorierte Warnungen seines Vorderrades
In der Superbike-Tabelle liegt Kevin Orgis weiter auf Platz 6. Auf dem Nürburgring liefert er, ähnlich wie zuvor in Assen, zwei solide Rennen ab. Die Top-Rider ärgern ist weiter der Anspruch.
Beim Euro Moto-Event auf dem Nürburgring landete Kevin Orgis vom ORM Racing Team / ADAC Sachsen e.V. vom siebenten Startplatz aus auf den Plätzen 6 und 7. Verglichen mit den Resultaten und Leistungen vom Saisonanfang, konnte er diesmal, im Gegensatz zu seinem in der Eifel eigentlich schnelleren Bruder Leon, nicht ganz mit den besser situierten Top-Ridern mithalten. Mit dennoch zwei soliden Rennen okkupiert er zumindest weiter Tabellenrang sechs, wenngleich knapp vor Jan-Ole Jähnig.
«Ja, solide beschreibt mein Rennwochenende eigentlich ganz gut», meinte der 26-jährige Sachse und eineinhalb Jahre ältere der Orgis-Brüder gegenüber SPEEDWEEK.com zunächst. Und weiter: «Das erste Rennen war ziemlich geil. Allerdings hatten wir die ersten Runden ein paar Probleme mit den Reifen. Da konnten wir nicht gleich Grip aufbauen, was uns jedoch gegen Ende des Rennens geholfen hat. Dadurch hatten wir automatisch die Reifen geschont und ich konnte in den letzten Runden Toni Finsterbusch überholen, der in der Meisterschaft hinter mir auch nicht so weit weg ist. Auf Jan-Ole Jähnig habe ich an diesem Wochenende leider drei Punkte verloren. Das wird beim Finale in Hockenheim noch eine enge Sache.» Konkret lautet der Punktestand zwischen Kevin Orgis und Jähnig vorm Showdown vom 25. bis 27. September 100 zu 97 Punkte. Finsterbusch folgt mit deren 91.
Außerdem erklärte er: «An sich bin ich zufrieden mit den Rennen. Es hat ein bisschen Pace gefehlt, um noch weiter vorn mitzufahren. Aber wir sind über eine Sekunde schneller gefahren als im letzten Jahr. Damit zeigen wir weiter den Aufwärtstrend, den wir das ganze Jahr schon gezeigt haben. Das kommt leider nicht so ganz rüber, weil sich die anderen natürlich auch weiter verbessert haben.»
Auf den Tabellenfünften, Florian Alt, fehlen ihm 28 Punkte, was aus eigener Kraft nicht mehr machbar ist. Aber träumen ist erlaubt. «Top-5 wäre ein Ziel und im Rennsport kann immer alles passieren. Allgemein ist das Ziel, vor den beiden GERT56-Fahrern anzukommen, die knapp hinter mir liegen. Jan-Ole hat gerade einen ziemlich guten Lauf. Deshalb wird das in Hockenheim ein ziemlich harter Kampf. Aber die Strecke lag mir die letzten Jahre. Deshalb gehe ich sehr positiv an die Sache ran.»
Eine Tatsache bleibt dabei. Und zwar, dass er und sein Bruder sowie auch das familieneigene Rennteam in der Superbike-Klasse noch jung sind und man auch budgetmäßig eher an der unteren Grenze agiert. «Deshalb sind das immer noch Wahnsinnsergebnisse. Auf Grund der guten Ergebnisse am Saisonanfang ist es zwar nicht enttäuschend, aber es fehlen halt die Top-Ergebnisse. Es fehlt nicht allzu viel, um noch weiter vorn mitzufahren. Dieser kleine Schritt fehlt uns halt noch. Um den zu machen, geben wir weiter alles. Ich muss aber dazu sagen, dass wir wohl zu den wenigen gehören, die während der Saison nicht testen oder anderweitig zum Fahren kommen. Wir sitzen wirklich nur zu den Rennwochenenden auf unseren Motorrädern. Dafür sind wir in der Relation ziemlich gut unterwegs.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.