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Bol d’Or (20h): YART erhöht den Druck – BMW verwaltet seinen Vorsprung

Beim Finale der Langstrecken-WM 2026 steht ein spannender Showdown bevor: BMW leistete sich bisher keinen Fehler, YART zog das Tempo an und muss SERT und Honda bezwingen, um den Titel zu verteidigen.

Endurance-WM

Im Artikel erwähnt






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Nach der zweiten Zwischenwertung bei 16 Stunden wurde es über dem Circuit Paul Ricard beim Finale der Langstrecken-WM 2026 langsam wieder hell. Nach zwei Renndritteln hatte BMW alles im Griff und befand sich auf Kurs zum WM-Titel.

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Titelverteidiger YART lag lediglich auf Position 4 hinter SERT und F.C.C. TSR. Die Ausgangslage war klar: Sollte BMW gewinnen, musste YART mindestens Zweiter werden, um den Titel zu verteidigen.

Trotz Rundenrückstand: YART attackiert BMW auf der Strecke

Bei YART war man sich der Situation bewusst und erhöhte den Druck. Auf der Strecke kam es zu einer hitzigen Szene, als Karel Hanika an Steven Odendaal vorbeizog und der BMW-Pilot seine M1000RR leicht aufrichten musste. Hanika, der zwei Runden zurücklag, konnte sich nach dem Manöver jedoch nicht absetzen.

Odendaal zog auf der Mistral-Geraden mehrfach auf gleiche Höhe und schaute sogar zur YART-R1 hinüber, verzichtete aber auf einen Angriff. Angesichts der komfortablen Führung bestand für den BMW-Piloten kein Grund, in diesem Duell ein unnötiges Risiko einzugehen.

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BMW verfügte zu diesem Zeitpunkt über ein beruhigendes Polster. Mit konstanten Rundenzeiten und dank des Effizienzvorteils hatte sich die Nummer 37 einen Vorsprung von einer Runde erarbeitet. Dahinter entwickelte sich dagegen ein spannender Kampf um Position 2.

Das deutsche Yamaha-Team Motobox Kremer musste das Bol d’Or vorzeitig beenden. An der R1 gab es einen Motorschaden, der Lennox Lehmann und seine Teamkollegen aus dem Rennen riss.

SERT auf Kurs zu Platz 2 – YART holt Honda ein

SERT gehörte zu den Gewinnern der Nacht. Bei steigenden Temperaturen konnte die Suzuki das Tempo der Honda von F.C.C. TSR allerdings nicht ganz mitgehen, wie das Team bestätigte. Doch auch bei der drittplatzierten Honda lief längst nicht mehr alles optimal.

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John McPhee berichtete, dass sich die Fireblade mit zunehmender Renndistanz schwieriger fahren ließ als zu Beginn. Teamkollege Corentin Perolari musste gut fünf Stunden vor dem Rennende einen Ausritt in die asphaltierte Auslaufzone verkraften. F.C.C. TSR verlor dadurch etwas den Kontakt zu SERT, lag aber weiterhin auf einem Podestplatz.

Ein Motorschaden an der Yamaha von PMS Racing (Laville, Monfort, Poirier) sorgte unterdessen für Ölflaggen. Die Verantwortlichen reagierten schnell, sodass keine Safety-Car-Phase notwendig wurde. Weitere Probleme ereilten auch Tati, das erneut eine Reparaturpause einlegen musste.

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Die führende BMW M1000RR lief derweil wie ein Uhrwerk. Reiterberger sprach von einem «nahezu perfekten Rennen» und beklagte nach seinem Stint fünf Stunden vor dem Ende lediglich leichte Probleme mit dem Grip am Hinterrad. Zu diesem Zeitpunkt war deutlich zu erkennen, dass die BMW-Werkspiloten bewusst auf unnötige Risiken verzichteten und ihren Vorsprung kontrollierten.

Ganz anders die Situation bei YART: Marvin Fritz, Karel Hanika und Leandro Mercado hielten das Tempo hoch und rückten am Vormittag immer näher an F.C.C. TSR heran. Nach dem 23. Boxenstopp der Honda zog die Yamaha mit der Nummer 1 schließlich vorbei. Der vergleichsweise hohe Kraftstoffverbrauch der Fireblade machte sich damit erneut bemerkbar. Die Reihenfolge wechselte sich, nachdem die Yamaha zum Stopp kam. Gut 20 Sekunden lagen zwischen Platz 3 und 4.

Elektronikproblem: Kawasaki tauscht den Kabelbaum

Auch Kawasaki wurde beim Bol d’Or von Zuverlässigkeitsproblemen zurückgeworfen. Bolliger war bereits ausgeschieden, und auch Kawasaki Webike Trickstar kämpfte wiederholt mit technischen Schwierigkeiten. Nach 19:15 Stunden wurde intensiv an der ZX-10RR gearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft noch Position 6 belegt, während ERC Endurance von hinten in großen Schritten näher kam.

Bei Kawasaki Webike wurde schließlich der komplette Kabelbaum getauscht. Die Reparatur kostete weitere Zeit und ließ das Team auf Position 9 zurückfallen.

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Die finalen vier Stunden der EWC-Saison 2026 sollten die Entscheidung bringen, welches Team das Jahr als Weltmeister beendet.

Der Zwischenstand nach 20 Stunden Fahrzeit:

  1. BMW Endurance (Reiterberger, Odendaal, van der Mark), BMW M1000RR, 619 Runden

  2. SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, +1 Runde

  3. F.C.C. TSR (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, +2 Runden

  4. YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +2 Runden

  5. Marc VDS (De Puniet, Marino, Bendsneyder), Yamaha R1, +8 Runden

  6. ERC Endurance (Baz, Schrötter, Jähnig), BMW M1000RR, +20 Runden

  7. Wojcik Racing (Torres, Pawelec, Molik), Honda CBR1000RR-R, +23 Runden (STOCK)

  8. Maco Racing (Vugrinec, Checa, König), Yamaha R1, +24 Runden

  9. Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, +24 Runden

  10. 3Art Best of Bike (Arbel, Mulhauser, De Vleeschauwer), Yamaha R1, +25 Runden (STOCK)

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