Euro Moto Superbike
Lukas Tulovic regt an, für die Zukunft klare Hitze-Regeln zu diskutieren
In der Euro Moto Superbike gewinnt der IDM-Champion regelmäßig. Bei der World Ducati Week eroberte den neunten Platz im Ziel und bezwang unter anderem Marc Marquez.
Bei der World Ducati Week feiert der italienische Hersteller aus Borgo Panigale mit seinen Fans den 100. Geburtstag. Höhepunkt war das Race of Champions, in dem die Ducati-Fahrer aus der MotoGP- und Superbike-WM aufeinandertreffen, hinzu kommen Piloten aus nationalen Meisterschaften wie Deutschlands Nummer 1 Lukas Tulovic.
Der hatte sich eine Woche zuvor beim Euro Moto Lauf 2 in Most an seiner Ducati V4R noch seine linke Wade am überhitzten Motorblock ordentlich angesengt, doch beim Auftritt Misano war der Schmerz der Vorwoche schon fast wieder vergessen. Das Rennen ist eine Show-Veranstaltung. Gefahren wird mit mehr oder weniger serienmäßigen Ducati Panigale V4S mit 1103 ccm und auf Slicks von Pirelli, lackiert sind die Maschinen im gleichen Design wie die Bikes in den jeweiligen Meisterschaften.
Auch wenn es bei dem Rennen nicht wirklich um was geht, und die Fahrer sicherlich auch ihren jeweilige Hauptjob in der Superbike-WM, der MotoGP oder den nationalen Serien im Kopf haben, steckt doch in jedem Teilnehmer ein Rennfahrer und keiner will sich vor den Tausenden Zuschauern rund um die Strecke eine Blöße geben.
Von der Pole-Position ging das Rennen für Superbike-Dauersieger Bulega los, der auf dem Weg Richtung WorldSBK-Titel ist. Der Italiener kam unangefochten vor seinen SBK-Kollegen Alberto Surra und Lorenzo Baldassarri im Ziel an. Pecco Bagnaia sah die Zielflagge als bester MotoGP-Pilot als Fünfter, Marc Marquez wurde Zwölfter. Das Geburtstagsrennen ging ohne Zwischenfälle über die Bühne.
Während sich die Augen auf die Spitze und das Match zwischen den WorldSBK- und den MotoGP-Piloten richteten, tummelte sich mit Lukas Tulovic der IDM Superbike-Champion des Vorjahres und aktuell Führende der Euro Moto mittendrin. Gestartet war er von Platz 14. Im Ziel landete er auf Platz 9 und zelebrierte seinen Erfolg bei der Fahrt über den Zielstrick mit einem herzhaften Wheelie. Gekrönt von einem ausgiebigen Burnout in der Boxengasse.
«Egal, wie es ausgegangen ist», versicherte Tulovic freudestrahlend kurz nachdem er den Helm abgezogen hatte, «es fühlt sich an wie ein Sieg. Es war eines der spaßigsten Rennen meiner Karriere. Es ist wirklich geil vor so einer Kulisse. Mille Grazie an alle. Es war der Hammer. Ich habe mein Bestes gegeben, um für Deutschland die Fahne hochzuhalten. Hoffentlich klappt es wieder bei der nächsten WDW 2028.»
Nach eine Mini-Pause geht es für Tulovic gleich weiter im Arbeitsprogramm. Dieses Mal am Mikro von Sky bei der Berichterstattung über den Sachsenring GP.
Nicolo Bulega
Alberto Surra
Lorenzo Baldassarri
Yari Montella
Francesco Bagnaia
Tommy Bridewell
Franco Morbidelli
Fabio Di Giannantonio
Lukas Tulovic
Hafizh Syahrin
Tarran Mackenzie
Marc Marquez
P. J. Jacobsen
Josh Waters
Michele Pirro (DNF)
Alvaro Bautista (DNF)
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