Euro Moto News: Indien-Newcomer, Rollen-Tausch und ein WM-Ticket
Die ehemalige IDM, jetzt unter dem Namen Euro Moto am Start, hat nach dem Rennwochenende von Brünn ein paar Tage frei. Zahlreiche Piloten waren daher bei der EWC am Start.
Im ADAC Junior Cup geht es an der Spitze indisch zu, Ex-Fahrer wird Mechaniker beim Teamchef, viel Arbeit bei Kawasaki und eine WorldSBK Chance.
Pause für Kawasaki-Pilot
Null Punkte gab es für Freddie Heinrich (Kawasaki Weber). Der Sachsen-Turbo war im Training von Brünn gestürzt. Die Verletzungen hielten sich in Grenzen: leichte Gehirnerschütterung und etwas Rückenschmerzen. Das Motorrad war hingegen schwer verwundet und bis zum ersten Lauf nicht einsatzbereit. In der Summe aller Komponenten entschied das Team, auch den zweiten Lauf nicht zu bestreiten. Freddie Heinrich wird in vier Wochen im tschechischen Most in bester Verfassung zurückkommen.
Nachwuchs aus Indien
Der ADAC Junior Cup hat in Brünn sein zweites Rennwochenende der Saison absolviert. An der Spitze gab es dabei erneut kein Vorbeikommen an Jaden Immanuel. Der Inder sicherte sich beide Pole-Positions und verwandelte diese anschließend in zwei Rennsiege. Fillin Lorenz bestätigte mit zwei zweiten Plätzen seine starke Form, während Ole Säuberlich das Wochenende jeweils auf dem dritten Rang beendete. «Wir haben den offiziellen Testtag am Donnerstag sehr gut genutzt und konnten dabei viele wichtige Erkenntnisse sammeln», erklärte Immanuel. «Die Strecke kannte ich vorher noch nicht, deshalb habe ich mich bereits im Vorfeld intensiv vorbereitet. Diese Vorbereitung und der Testtag haben uns am gesamten Wochenende geholfen, wieder vorne mitzufahren.» Nach dem zweiten Rennwochenende bleibt Immanuel damit der Mann der Stunde im ADAC Junior Cup. Mit vier Siegen aus vier Rennen reist er als klarer Spitzenreiter zum nächsten Saisonlauf. Dieser findet vom 31. Juli bis 2. August in der Motorsport Arena Oschersleben statt, wo die Nachwuchstalente erneut im Rahmen der Euro Moto an den Start gehen.
Er kann es nicht lassen
Eigentlich wollte sich Tom Eder nur noch als Teamchef in der Euro Moto Supersport engagieren. Doch der Bayer kann’s nicht lassen und packte für den Euro Moto-Besuch in Brünn mal wieder seine Ducati aus. Die Gaudi stand im Vordergrund. Als Mechaniker hatten er seinen ehemaligen Fahrer und IDM-Piloten Thomas Gradinger engagiert. «Ein Wildcard-Einsatz nach meinem Rücktritt», so dann die Eders Erklärung. «Auf einer der besten Strecken im Rennkalender. Es war ein sehr lustiges und schönes Wochenende mit meinem Team Eder Racing. Besonderer Dank gilt meinem Mechaniker Thomas Gradinger.»
Yamaha-Engagement
Den letzten Fahrertitel in der Superbike-Klasse für Yamaha holte der ehemalige MotoGP-Pilot Jonas Folger in der Saison 2020 auf einer YZF-R1 im Team von Michael Galinski. Der Niederländer Twan Smits vom Team Apreco soll früher oder später in Folgers Fussstapfen treten. Smits Steigerung hat laut euromoto.racing so eingeschlagen, dass er nach dem Ende der Saison noch die Superbike-WM-Rennen in Estoril und Jerez bestreiten wird. Marketing Mann Wim Vermeulen meint: «Falls sich einer unserer WM-Top-Fahrer bis dahin verletzen sollte, wird er schon vorher als Ersatzfahrer eingesetzt.»
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