Jorge Prado (KTM) über die Kollision mit Webb: «Er tut es immer wieder»
Im Finale von Denver kam es zur Kollision zwischen Jorge Prado (KTM) und Cooper Webb (Yamaha). Webb stürzte und fiel auf den 11. Platz zurück. Jorge Prado beendete das Rennen auf Platz 6.
Red Bull KTM-Werksfahrer Jorge Prado war nach dem Debakel von Philadelphia, wo er im Schlamm von Ken Roczen (Suzuki) gleich zweimal überrundet wurde, besonders motiviert. Dass Schlammrennen nicht zu seinen großen Stärken gehört, ist allgemein bekannt. Die Verhältnisse in Denver waren hart und trocken, wie in Spanien eben, ganz nach dem Geschmack von Prado.
Blitzstarter Prado
Der vierfache Motocross-Weltmeister gewann den zweiten Vorlauf mit einem Start-Ziel-Sieg vor Chase Sexton (Kawasaki) und Tabellenführer Ken Roczen. Ins Finale startete er von einer Mittelposition der Startanlage, zog den Holeshot und duellierte sich in der ersten Runde mit dem späteren Sieger Hunter Lawrence (Honda). Auch Ken Roczen brauchte ein paar Runden, um sich gegen den Spanier durchzusetzen. Die beiden Europäer lieferten sich ein Dragrace - Rad an Rad, bevor sich der Thüringer endgültig durchsetzen konnte. Bis zur Hälfte des Rennens rangierte Prado auf dem 3. Platz hinter Lawrence und Roczen. In der zweiten Rennhälfte rückten Eli Tomac (KTM) und Cooper Webb (Yamaha) nach. Seinem Teamkollegen Tomac leistete er nur wenig Widerstand. Es folgte Cooper Webb. Der Titelverteidiger schien sich bereits gegen den Spanier durchgesetzt zu haben, doch Prado konnte immer wieder kontern. In der 21. Runde stach Webb vor einer Linkskehre nach innen hinein. Prado gab nicht nach und es kam zur Kollision. Webb stürzte, Prado kam von der Strecke ab, konnte aber sofort weiterfahren. Der frustrierte Webb verlor viel Zeit und konnte auf Platz 11 nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Prado wurde in den letzten beiden Runden noch von Malcolm Stewart und Chase Sexton kassiert und kam schließlich auf Rang 6 ins Ziel. In der Tabelle rangiert Prado nach 16 von 17 Meisterschaftsläufen auf dem 10. Platz, 3 Punkte hinter KTM-Privatier Justin Hill und mit einem Vorsprung von 4 Punkten vor Ducati-Werksfahrer Dylan Ferrandis auf Platz 11.
«Wenn ich schwer zu überholen bin, muss er eben schneller werden.»Jorge Prado
Prado über Webb: «Er tut es immer wieder.»
Zur Kollision mit Cooper Webb äußerte sich Prado selbstbewusst: «Er tut es immer wieder, aber es ist seine Meisterschaft, die er sich damit ruiniert, nicht meine. Natürlich könnte er sauberer fahren, aber so ist eben Supercross. Es macht mir nichts aus. Ich muss nur besser werden, damit er gar nicht erst in Versuchung gerät. Wenn ich schwer zu überholen bin, muss er eben schneller werden. Mein Ziel ist es, mich zu verbessern, um gar nicht erst in solche Situationen zu geraten.»
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