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Kimi Antonelli nach Chaos-Rennen in Monaco: «Kam ganz natürlich zustande»

Trotz Strafen-Chaos und Strecken-Schaden: WM-Leader Kimi Antonelli schaffte es im Monaco-GP als Erster über die Ziellinie. Das Mercedes-Wunderkind baute seine Führung damit auf 66 WM-Punkte aus.

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Kimi Antonelli hat in Monaco seinen fünften GP-Sieg in Folge eingefahren! Der Teenager aus dem Mercedes-Werksteam hatte im Chaos-Rennen in den Häuserschluchten von Monte Carlo alles richtig gemacht und sich den prestigeträchtigen Sieg im Fürstentum damit verdient.

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Der 19-Jährige erklärte strahlend: «Es war ein unglaubliches Wochenende, ein unglaubliches Rennen, es war einer dieser Tage, an dem wir ein unfassbares Tempo hatten. Alles kam ganz natürlich zustande, weil sich das Auto super anfühlte, ich hatte das Selbstvertrauen, um Gas zu geben, es hat richtig Spass gemacht.»

Und der WM-Leader ergänzte: «Der Job ist noch nicht vorbei, vor uns liegt noch eine lange Saison, wir müssen weiter Gas geben, die Messlatte immer höher legen und das Ziel ist es, diese Leistung weiter zu erbringen. Das Team hat so gut gearbeitet, es hat mir ein unglaubliches Auto gegeben. Ich werde so gut unterstützt, vom Team und meiner Familie, es ist ein unglaublich schöner Moment.»

«Ehrlich gesagt, war ich nicht so scharf darauf, einen Restart zu absolvieren», gestand der Italiener. «Aber sobald es klar war, dass wir das machen würden, konzentrierte ich mich auf meine Arbeit. Ich studierte die Daten und alles und versuchte einfach, die Reifen ins richtige Arbeitsfenster zu bringen. Sobald ich gut wegkam, wusste ich, dass ich die letzten Runden geniessen konnte», fügte er an.

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So lief das Rennen:

Die Formel-1-Piloten durften den Monaco-GP bei strahlendem Sonnenschein und 23,6 Grad Celsius Aussentemperatur in Angriff nehmen. Die Strecke war 42 Grad heiss, als das Feld die Aufwärmrunde in Angriff nahm. Für Gabriel Bortoleto begannen die Probleme schon vor dem Start, er wurde in die Box zurückgeschoben und musste das Rennen aus der Boxengasse in Angriff nehmen.

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Er war nicht der einzige Pechvogel, denn beim Start blieb Max Verstappen stehen und fiel von Startplatz 2 ans Ende des Feldes zurück. Er drehte eine Runde, steuerte die Box an und stellte seinen RB22 ab. Auch Valtteri Bottas, Gabriel Bortoleto und Oliver Bearman, die auf den Positionen 19 bis 21 unterwegs waren, bogen ab, sie holten sich gleich bei der ersten Gelegenheit frische Reifen und hatten damit ihren Pflicht-Stopp absolviert. Fernando Alonso tat es ihnen in Runde 4 gleich und in Runde 5 holten sich auchSergio Pérez und Lance Stroll frische Reifen.

An der Spitze führte Polesetter Kimi Antonelli das Feld vor Lewis Hamilton, Charles Leclerc, Isack Hadjar, George Russell, Oscar Piastri, Pierre Gasly, Lando Norris, Liam Lawson und Alex Albon an. Hinter den Top-10-Piloten folgten Carlos Sainz, Nico Hülkenberg, Franco Colapinto, Arvid Lindblad, Esteban Ocon, Sergio Pérez, Fernando Alonso, Lance Stroll, Valtteri Bottas, Gabriel Bortoleto und Oliver Bearman an.

Auch Isack Hadjar mit Motor-Problemen

Gleich zwei Fahrer gerieten wegen der Startposition ins Visier der Regelhüter Garry Connelly, Tanja Geilhausen, Derek Warwick und Jean-François Calmes. Während Russell, der die Aufmerksamkeit der Stewards Lando Norris' entsprechendem Funkspruch zu verdanken hatte, bald aufatmen durfte, gab es für Pérez eine Durchfahrtstrafe, die er auch umgehend absolvierte.

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Hülkenberg bog in Runde 13 auf Position 12 liegend an die Box ab und kam auf Platz 14 wieder auf die Bahn, nachdem er in 2,6 sec abgefertigt worden war. Sehr viel schlechter lief es für Bottas, der seinen GP-Renner nach 15 Runden an der Box abstellen musste, weil die Bremsen nicht richtig funktionierten.

Ärger gab es auch für Verstappens Teamkollegen Isack Hadjar, der Probleme mit dem Motor bekundete und über Funk warnte: «Etwas wird explodieren, der Motor hört sich nicht gut an.» Sein Team wies ihn an, durchzuhalten, während es eine Lösung für das Problem suchte. Der Franzose hatte die schwierige Aufgabe, Russell hinter sich zu halten. Der Mercedes-Routinier sass ihm im Heck und suchte auf dem engen Strassenkurs einen Weg vorbei am Red Bull Racing-Renner. Hadjar gab alles und kürzte in der Nouvelle Chicane ab, was die Regelhüter aber nicht ahndeten.

Strafen für Lewis Hamilton und George Russell

Weniger Nachsicht gab es für Hamilton, der in Runde 29 die Reifen wechselte und sich nur 2,1 sec gedulden musste, bevor er weiterfahren durfte. Dabei war er in der Boxengasse über dem Speed-Limit von 60 km/h unterwegs, weshalb er eine 5-sec-Strafe aufgebrummt bekam.

Mit ganz anderen Sorgen kämpfte Lando Norris, der in Runde 32 Fehlzündungen meldete und zwei Runden später beklagte, dass er keine Power mehr habe. McLaren-Teamchef Zak Brown bestätigte: «Wir haben ein Problem mit der Antriebseinheit, aber noch ist er unterwegs.» Der Weltmeister wurde kurz darauf von seinem Team angewiesen, den hinter ihm fahrenden Russell einzubremsen, um ein Zeitfenster für den Stopp seines Teamkollegen Piastri zu schaffen. In Runde 46 wurde er schliesslich angewiesen, seinen MCL40 an der Box abzustellen, weil die Batterie den Dienst verweigerte.

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Hadjar wurde inzwischen zwar sein Problem mit der Antriebseinheit nicht los, dafür aber Russell in seinem Heck. Denn Beide bogen hintereinander an die Box ab und dabei kam Russell vorbei, weil er eine Runde früher abgefertigt wurde. Allerdings war auch er zu schnell unterwegs und musste eine 5-sec-Strafe hinnehmen.

Besser lief es für Kimi Antonelli im anderen Mercedes-Renner, der in Führung liegend abbog und wieder als Erster auf die Strecke zurückkam. Colapinto war der nächste, der eine 5-sec-Zeitstrafe aufgebrummt bekam, weil er sich in der Boxengasse nicht ans Tempolimit hielt. Auch auf Russell wurden die Regelhüter aufmerksam, denn er überfuhr die weisse Linie am Ende der Boxengasse, sie sahen aber von einer Strafe ab. Colapinto kassierte die unvermeidliche 5-sec-Zeitstrafe, und das gleiche Schicksal ereilte kurz darauf auch Gasly.

Crash von Lance Stroll in der letzten Kurve

Für die Regelhüter wurde es nicht einfacher, denn sie mussten sich Stoll als nächsten Fahrer notieren, weil dieser die Streckengrenzen zu oft überfahren hatte. Der Kanadier wurde dafür auch mit einer 5-sec-Zeitstrafe gebüsst. Die Strafenflut ging weiter, der Nächste, der wegen des Tempolimits in der Boxengasse 5 Strafsekunden hinnehmen musste, war Piastri.

20 Runden vor dem Ende lautete die Reihenfolge: Antonelli vor Hamilton, Leclerc, Russell, Hadjar, Piastri, Gasly, Lawson, Lindblad, Sainz, Albon, Hülkenberg, Ocon, Colapinto, Alonso, Stroll, Pérez und Bortoleto, wobei Hamilton, Russell, Piastri, Gasly, Colapinto und Stroll noch ihre 5-sec-Zeitstrafen nicht aus der Welt geschafft hatten, wobei nur die Top-3-Piloten noch nicht überrundet worden waren.

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In Runde 60 wurden erst die gelben Flaggen geschwenkt, dann kam Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer auf die Bahn. Der Grund: Stroll steckte in der letzten Kurve in der Leitplanke. Die Konkurrenz nutzte die Chance, um sich frische Reifen zu holen, und sowohl bei Leclerc als auch bei Antonelli dauerte der Stopp lange. Der Lokalmatador musste sich 5,3 sec gedulden, Antonelli 5,5 sec. Letzterer blieb vorne, während Leclerc wie ein Rohrspatz schimpfte, weil er den zweiten Platz verlor.

Enttäuschung für Charles Leclerc, rote Flagge nach Crash

In Runde 66 wurde das Rennen wieder freigegeben, es dauerte aber nur wenige Augenblicke, bis das Safety-Car wieder zum Einsatz kam. Denn Leclerc fand sich in der letzten Kurve in der Leitplanke wieder. «Ich werde nicht die Schuld dafür auf mich nehmen, diese verdammten Bremsen.» Ganz Monaco war war enttäuscht.

10 Umläufe vor Schluss wurde die rote Flagge geschwenkt, der Grund: Die Strecke wurde in der letzten Kurve inspiziert. Für Russell gab es kurz vor dem Abbruch noch schlechte Nachrichten. Er hatte seine Strafe nicht richtig abgesessen, deshalb wurde ihm eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt.

Auch für Gasly gab es keine gute Kunde, denn er kassierte erneut eine 5-sec-Zeitstrafe fürs zu schnelle Fahren in der Boxengasse. Und gegen Hadjar wurde ermittelt, weil er gemäss Russell, der in seinem Heck sass, mehr als 10 Wagenlängen hinter dem Safety-Car unterwegs war. Aus dem gleichen Grund musste auch Hamilton eine Strafe befürchten. Die Reihenfolge beim Abbruch lautete: Antonelli vor Hamilton, Hadjar, Russell, Gasly, Piastri, Lawson, Lindblad, Albon, Sainz, Ocon, Hülkenberg, Colapinto, Alonso, Pérez und Bortoleto, wobei Hadj

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Die GP-Stars machten sich zum zweiten Start auf, als die Regelhüter verkündeten, dass Hamilton keine Strafe für sein Safety-Car-Vergehen aufgebrummt wurde. Hadjar, dessen mögliche Strafe noch ausstand, meldete auf dem Weg zur Startaufstellung, dass er Probleme mit dem Motor habe. Beim Start kam er dennoch weg, auch wenn er zwei Positionen einbüsste. Noch schlechter lief es für Sainz, der von Hülkenberg touchiert und von Colapinto umgedreht wurde, danach zwar nicht weiterfahren, aber zur Seite fahren konnte.

Russell bog in Runde 73 an die Box ab, um seine Strafe abzusitzen. dadurch fiel er auf Platz 13 zurück. Hadjar wurde wegen des Safety-Car-Vergehens zwar vom Haken gelassen, musste aber weiter zittern, weil er unter Verdacht geriet, die Regeln für die roten Flaggen missachtet zu haben. Diese Untersuchung würde allerdings nach dem Rennen erfolgen, verkündete die Rennleitung.

Die Reihenfolge lautete in Runde 75 Antonelli vor Hamilton, Gasly, Hadjar, Piastri, Lawson, Lindblad, Albon, Hülkenberg, Ocon, Pérez, Alonso, Bortoleto, Russell und Colapinto. Hadjar bekundete immer noch fehlende Power, während Pérez wegen eines Fehlstarts ins Visier der Regelhüter geriet, wobei Gasly durch seine zwei 5-sec-Strafen noch zurückfallen würde.

Antonelli machte alles richtig und durfte sich am Ende über den fünften Sieg seiner Karriere freuen. Der 19-Jährige siegte zum fünften Mal in Folge, er triumphierte zum ersten Mal im Fürstentum. Hamilton und Hadjar komplettierten das Podest, Gasly fiel hinter das Trio, Piastri, Lawson und Lindblad auf den siebten Platz zurück. Albon, Ocon und Pérez komplettierten die Top-10, auch Alonso, Bortoleto, Russell, Hülkenberg und Colapinto sahen die Zielflagge, gingen aber leer aus. Hülkenberg hatte die Ziellinie als Neunter gekreuzt, doch für den Unfall mit Sainz hatte er eine 10-sec-Strafe kassiert.

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Pos

Fahrer

Fahrer

Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

12

78

2:23:31,243

1:13,481

25

02

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

44

78

+6,271

1:14,643

18

03

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

6

78

+23,394

1:15,669

15

04

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

81

78

+24,261

1:15,816

12

05

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

30

78

+26,553

1:15,754

10

06

Arvid Lindblad

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

Arvid Lindblad

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

41

78

+29,010

1:15,908

8

07

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

10

78

+30,369

1:15,497

6

08

Alexander Albon

Atlassian Williams F1 Racing

Alexander Albon

Atlassian Williams F1 Racing

23

78

+33,413

1:16,393

4

09

Esteban Ocon

TGR Haas F1 Team

Esteban Ocon

TGR Haas F1 Team

31

78

+37,140

1:16,914

2

10

Fernando Alonso

Aston Martin Aramco Formula One Team

Fernando Alonso

Aston Martin Aramco Formula One Team

14

78

+41,899

1:17,120

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