Isack Hadjar (Red Bull Racing): Vom Crash zum Podiums-Helden
Red Bull Racing-Pilot Isack Hadjar fuhr im F1-GP von Monaco spektakulär aufs Podium. Dabei dachte der Franzose noch, er würde im Fürstentum punktlos ausgehen. Er hatte im Rennen große Probleme.
Was für eine steile Kurve der Verbesserung! Red Bull Racing-Pilot Isack Hadjar holte in Monaco das zweite Podium seiner Karriere – und das, obwohl es zu Beginn des Rennwochenendes im Fürstentum noch nach einem ganz frustrierenden GP-Wochenende aussah.
Hadjar sagte nach Platz 3 in Monaco: «Es ist aus verschiedenen Gründen ein sehr befriedigendes Ergebnis. Ich habe das Wochenende so schlecht wie irgendwie möglich begonnen.» Er bezieht sich auf seinen Crash im ersten freien Training am Freitag, als er am Ausgang der Schwimmbad-Schikane in den Tec-Pro-Barrieren gelandet war. Das Heck brach aus – und sein Auto war kaputt. Seine Mechaniker gaben alles, machten das Auto kurz nach Start des zweiten Trainings später am Nachmittag wieder rennfertig.
Hadjar dachte, er bleibt punktlos
Hadjar: «Es ist ein Kurs, auf dem du mit jeder Runde Selbstvertrauen aufbauen willst. Man will möglichst viel auf der Strecke sein. Und es fühlte sich an, als hätte ich keinen Freitag gehabt. Wenn, dann habe ich im FP2 mein ganzes Vertrauen ins Auto verloren, weil ich kein gutes Gefühl hatte. Im FP3 ging es dann Schritt für Schritt bergauf. Ich habe Gas gegeben und wurde besser. Im Rennen hat sich mir eine Gelegenheit geboten und es hat sich ausgezahlt. Aber ich wünschte mir, dass es ein leichteres Rennen gewesen wäre. Ich hatte so viele Probleme. Ich dachte wirklich, es würde ein Wochenende außerhalb der Punkteränge werden.»
Wurde es nicht, weil Hadjar im Rennen tapfer seinen Red Bull Racing-Boliden auf der Strecke hielt. Mit ein bisschen Glück durch Ausfälle bei der Konkurrenz (und bei Teamkollege Max Verstappen) und einem wahren Strafenhagel für Temposünder in der Boxengasse profitierte Hadjar – auch weil am Abend eine gegen ihn und sein Team laufende Untersuchung wegen eines Vergehens in der Rotphase ohne Strafe eingestellt wurde. Sein Platz 3 hatte gewackelt – und wurde am Abend dann aber bestätigt.
Probleme ab Runde 12 von 78
Erschwerend kamen im Rennen Schwierigkeiten am Auto hinzu. Hadjar: «Ziemlich früh, ich würde sagen, ab Runde 12, hatte ich Probleme mit der Fahrbarkeit. Es war fast unfahrbar. In Monaco ist es besonders schwierig. Hier kann man nicht einfach auf den ersten oder zweiten Gang verzichten. Und genau da lag das Problem. Ich hatte irgendwann kaum Leistung. Auch beim letzten Re-Start musste ich noch irgendwie mit diesen Problemen zurechtkommen. Aber ich habe alles gegeben – und jetzt sind wir hier.» Auf dem Podium in Monaco.
Für den jungen Franzosen ist es das zweite Podium seiner Karriere. Voriges Jahr fuhr er in seiner Rookie-Saison in Zandvoort mit den Racing Bulls aufs Treppchen, wurde ebenfalls Dritter. Nun in seiner zweiten Saison der zweite Podestplatz.
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