So landeten Arvid Lindblad und Liam Lawson nebeneinander im Billigflieger
Die Racing Bulls-Piloten gingen Anfang der Woche viral mit einem Reiseselfie aus dem Billigflieger. In Budapest verrieten sie, wie die Reise lief. Auch auf Reiseflughöhe sind sie am Boden geblieben.
Was für ein sympathischer und nahbarer Auftritt! Auf dem Rückweg von Spa flogen die beiden Racing Bulls-Teamkollegen Arvid Lindblad und Liam Lawson gemeinsam nach Hause und dokumentierten das mit einem Augenzwinkern auf Social Media. Ungewöhnlich aber für Formel-1-Piloten, die oft mit Privatjets fliegen oder zumindest in der Business Class ein wenig abgeschirmt von den «Normalos»: Sie saßen gemeinsam in einer Maschine des Billigfliegers Easyjet (der nicht mal eine Business Class hat).
Die beiden Rennfahrer teilten auf Instagram ein Selfie aus Reihe 3 – beide saßen nebeneinander: Liam Lawson am Fenster und Arvid Lindblad auf dem Mittelsitz. Dazu schrieben sie: «Stay humble», also auf Deutsch: «bescheiden bleiben». Auch auf 10.000 Metern Reiseflughöhe sind die beiden am Boden geblieben.
Beide sind regelmäßige Linien-Flieger
Wenige Tage und mindestens einen Flug nach Ungarn später – vor dem Rennen in Budapest – hatten beide ihre Medienrunden direkt hintereinander. Großes Thema war dabei auch der sympathisch bodenständige Flug der beiden. Und es wurde viel gelacht in der Red Bull Energy Station am Hungaroring.
Rookie Arvid Lindblad sagte auf eine Frage zum Flug mit einem Lachen: «Ich habe nicht viel Geld, also nehme ich ganz normal Linienflüge. Da ist absolut nichts Falsches dran. Ich habe das bislang immer gemacht. Es gibt keinen Grund, das nicht zu machen. Wenn ich ein bisschen Geld sparen kann, dann spare ich gern ein bisschen Geld.»
So landeten Lindblad und Lawson im Flieger nebeneinander
Lindblad: «Wir sollten eigentlich auf den Plätzen 3D und 3F sitzen.» Also D am Gang und F am Fenster. Dazwischen lag noch der Mittelplatz E. Dort saß jemand anderes. Lindblad: «Die Frau war ein wenig sauer, als ich meinte, dass ich den Gangplatz habe. Ich habe dann gesagt, wenn sie dort sitzen bleiben möchte, dann kann ich in die Mitte gehen. So landete ich dann auf 3E neben Liam.» Mittelplätze sind meist unbeliebt – aber so saßen die beiden Kollegen nebeneinander. Die Dame auf 3E war offenbar kein Formel-1-Fan – oder, so Lindblad: «Wenn doch, dann mag sie mich nicht.» Lautes Gelächter unter den anwesenden Journalisten.
Der junge Brite merkte bei seinen Economy-Flügen, dass er deutlich häufiger erkannt wird als im Vorjahr. Lindblad: «Ich werde hin und wieder angesprochen. Aber ich bin noch recht neu. Ich glaube, andere Fahrer werden häufiger erkannt.» Es ist seine erste Formel-1-Saison.
Lindblads Sitznachbar am Fenster, Liam Lawson, sagte keck über den Flug: «Ich hatte den Fenstersitz, also war das in Ordnung.» Lawson ist nämlich bekennender Fensterplatz-Fan (während viele ja den Gangplatz bevorzugen). Der Neuseeländer: «Ich habe Schwierigkeiten, im Flugzeug zu schlafen. Ich muss mich an etwas anlehnen.»
Racing Bulls im Aufwind
Das war nötig. Denn die Reise nach dem Belgien-GP zog sich. Lawson: «Es war ein guter Flug, auch wenn wir um die zwei Stunden Verspätung hatten und erst um Mitternacht gestartet sind. Es war also ein langer Abend. Aber es war in Ordnung.» Wie oft fliegt denn so ein Formel-1-Pilot eigentlich Economy Class? Lawson: «Ziemlich oft tatsächlich.»
Sportlich könnte es ein vielversprechendes Wochenende werden: Sowohl Lindblad als auch Lawson sind gerade gut im Flow, haben in den vergangenen Wochen konstant gute Platzierungen eingefahren. In der WM liegen die Racing Bulls an einem starken Platz 6.
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