Quiles (1.) über Almansa: «Er hat mich bis an meine Grenzen getrieben!»
Das Moto3-Rennen in Misano brachte Spannung bis zur letzten Kurve. Maximo Quiles setzte sich hauchdünn vor David Almansa (Intact GP) durch. Der WM-Leader hat bereits 107 Punkte Vorsprung.
David Almansa vom deutschen Intact-Team war beim Rennwochenende in Misano der schnellste Moto3-Pilot auf der Strecke – bis er am Sonntag im Grand Prix in der letzten Kurve von WM-Leader Maximo Quiles (Aspar) überholt wurde.
Doch der Reihe nach: Almansa sicherte sich beim Großen Preis von San Marino das sechste Mal in dieser Saison die Pole-Position. Quiles ging von Startposition 5 ins Rennen. Von Beginn an zeigte Almansa eine große Entschlossenheit. Der Spanier kontrollierte das Rennen an der Spitze. Quiles hielt sich anfangs zurück, blieb auf Position 4 aber auf Schlagdistanz zur Spitze. In Runde 5 schnappte er sich dann Rookie Brian Uriarte (KTM Ajo), Quiles war nun der erste Verfolger von Almansa.
Einige Runden später holte sich Uriarte Platz 2 zurück, in der zweiten Rennhälfte konnten sich dann die Top-3 – Almansa, Uriarte und Quiles – vom Rest des Feldes deutlich absetzen. Dann drehte Quiles auf, er fuhr die schnellste Rennrunde. Doch er wartete ab hinter Almansa. Die beiden konnten in den letzten Runden eine Lücke auf Uriarte herausfahren. Dann folgte der Showdown: In der allerletzten Kurve ging Quiles an Almansa innen vorbei – er überquerte die Ziellinie mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,021 sec.
Quiles: «Ich muss David Almansa gratulieren»
Quiles holte auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli seinen achten Saisonsieg. «Es war ein sehr hartes Rennen. Ich muss David Almansa gratulieren, denn er hat ein beeindruckendes Tempo vorgelegt; wir sind die ganze Zeit mit rekordverdächtigem Speed gefahren», meinte Maximo Quiles nach dem Rennen. «Er hat mich bis an meine Grenzen getrieben, er hat es mir nicht leicht gemacht, aber ich habe mich entschlossen, es in den letzten drei Runden zu versuchen. Ich habe seine Manöver genau beobachtet und wusste, dass ich in der letzten Kurve etwas versuchen wollte, auch wenn es davon abhing, ob er defensiv fahren würde oder nicht. Ich hatte einen Plan, aber die Strategie hätte auch schiefgehen können. Es lief dann genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte, und ich schaffte es, ihn zu überholen. Es war ein wunderschönes, beeindruckendes Rennen.»
In der WM-Tabelle hat Quiles vor den letzten acht Saisonrennen einen Vorsprung von 107 Punkten auf Almansa. «Das ultimative Ziel ist der Titelgewinn, aber darüber will ich gar nicht sprechen», winkte der 18-Jährige ab. «Ich möchte es Rennen für Rennen angehen – das sage ich immer, und daran werde ich festhalten. Das ist meine Einstellung.»
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