21 Tage nach OP: WM-Dominator Quiles triumphierte vor Intact-Ass Almansa
WM-Leader Maximo ließ sich auch in Aragon nicht stoppen. Drei Wochen nach seinem Crash in England begeisterte der Aspar-Pilot beim Moto3-Comeback in Aragon. Almansa blieb nur P2, Leo Rammerstorfer 17.
Als Intro zum Rennen der Moto3 im MotorLand Aragon gab es für die Fans der Motorrad-WM ein außergewöhnliches Qualifying mit Hauptdarsteller David Almansa. Der Intact-GP-Pilot war als Favorit in die Session gestartet, kämpfte dann mit der Konkurrenz und gelben Flaggen und schlug in der letzten verbleibenden Runde mit der Pole und Rundenrekord zu.
Begeisterung auch im dieses Jahr dominierenden Team von Jorge «Aspar» Martinez. Beide Piloten hatten es in Reihe 1 geschafft – ein Riesenerfolg für Rookie Marco Morelli auf 2 und mehr noch für den angeschlagenen Maximo Quiles. WM-Dominator hatte zuletzt in England gepatzt, sich im Qualifying das Schlüsselbein gebrochen.
Hinter Matteo Bertelle und Adrian Cruces gingen die stark eingeschätzten Red-Bull-KTM-Youngster Brian Uriarte und Alvaro Carpe Runde von den Positionen 6 und 7 in Runde 13 der Saison. Weiter zu beachten: die beiden Tech3-Piloten Perrone und Salmela auf 9 und 12. Leo Rammerstorfer, der für das Honda-Team von Paolo Simoncelli seine Rookie-Saison fährt, kam in Aragon nicht über das Q1 hinaus – Startplatz 24 für den Österreicher.
Maximo Quiles: Attacke? Ja!
Die Renndistanz der kleinsten Hubraumklasse bei noch erträglichen 27 Grad: 17 Runden oder gut 85 Kilometer. Die spannende Frage: Hält sich Quiles zurück, oder versucht der Schützling von Marc Marquez David Almansa zu stoppen? Alle 26 Racer kehrten aus der Aufwärmrunde zurück – Start!
David Almansa kam optimal weg und führte das Feld durch die erste Passage. Während Nicola Carraro in Kurve 5 abflog, hatten die Ajo-Piloten Cruces und Bertelle passiert. Almansa vor Quiles, Morelli, Uriarte und Carpe, so die Top 5 nach dem ersten Umlauf. Verlierer des Starts war Matteo Bertelle, von P4 ging es zurück auf 11.
Die schnellste Rennrunde drehte derweil Adrian Fernandez auf Rang 8. Der Honda-Pilot schloss damit die Lücke der Spitzengruppe. In Runde 3 der nächste Unfall, wieder einmal erwischte es KTM-Pilot Cormach Buchanan. Der Kiwi musste am Streckenrand behandelt werden.
In Runde 4 verabschiedete sich Uriarte aus der Spitzengruppe. Der zweifache Sieger der laufenden Saison hatte eine Long-Lap zu verbüßen, gleiches galt für Honda-Pilot Eddie O’Shea. An der Spitze verschärfte Almansa das Tempo. Mithalten konnten nur noch Quiles und Alvaro Carpe. Mit einem Sekundenrückstand folgten Morelli, Cruces und der stark aufgekommene Rico Salmela. Die zweite Rennhälfte begann ohne Jesus Rios. Der Honda-Rookie flog auf Platz 7 in der schnellen Zielkurve ab. Der Spanier blieb unversehrt.
Marco Morelli gelang auf der Aspar-CF-Moto die schnellste Rennrunde. Damit gelang es dem Argentinier, zur Spitze aufzuschließen. Alles deutete auf einen Vierkampf um den Sieg in Aragon hin. Uriarte folgte als Fünfter mit zwei Sekunden Rückstand. Leo Rammerstorfer war mit dem Beginn der zweiten Rennhälfte auf Platz 19 unterwegs.
Auch in Runde 10 blieb das Bild unverändert. David Almansa zog die Top 4 präzise durch das MotorLand – nur eine halbe Sekunde trennte Platz 1 von 4. Während Almansa und Quiles bereits GP-Siege feierten, triumphierten Carpe und Morelli bislang noch nicht.
Der WM-Leader ließ David Almansa keine Chance
In Runde 11 der erste Führungswechsel. Beim Anbremsen von Kurve 1 war es nun Quiles, der die Spitze übernahm. Wieder eine Runde später wurde Almansa an der gleichen Stelle von Carpe geschnappt, doch Almansa konterte sofort. Doch in dem Mini-Gemetzel gelang es Maximo Quiles, eine halbe Sekunde herauszufahren.
Fünf Runden vor Schluss war der Vorsprung nach einem Fehler vor der langen Geraden wieder futsch. Doch erneut fuhr Quiles einen Vorsprung heraus, denn die anderen drei standen sich beim Kampf um P2 gegenseitig im Weg. Doch Intact-Ass Almansa gab sich nicht geschlagen. Mit der persönlich besten Runde halbierte er den Rückstand auf Quiles. Eingangs der letzten Runde war die Lücke wieder geschlossen.
Nach der Marc-Marquez-Kurve schien der Moment gekommen, doch Quiles verteidigte brillant. Bis zur Linie. Quiles siegte bei seinem Mini-Comeback – 22 Tage nach seinem Schlüsselbeinbruch – vor David Almansa und Marco Morelli. Team Ajo landete auf 4 und 5. Casey O’Gorman brachte die beste Honda auf Platz 7.
Beachtlich schlug sich Leo Rammerstorfer. Nach erfolgreicher Attacke gegen Munoz-Ersatz David Gonzalez ging es auf Platz 17 über die Linie. Den letzten WM-Punkt holte sich Scott Ogden. Trubel gab es im Finale bei Tech3. Perrone attackierte Teamkollege Salmela, der Finne stürzte beim Kampf um Platz 8.
Keine News brachte der Aragon-GP in Sachen WM-Führung. Maximo Quiles führt weiter überlegen vor Alvaro Carpe und David Almansa. Keine Diskussionen gibt es auch bei den Herstellern. KTM ist die Konstrukteurs-WM mit dem überlegenen Moto3-Bike kaum mehr zu nehmen.
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