David Munoz (3.): Von Startplatz 23 auf das Podest
Vom letzten Startplatz zeigte Intact-Pilot David Munoz im Moto3-Rennen in Brünn eine beeindruckende Aufholjagd. Bei seinem Sturm auf das Podest hatte er auch noch Zeit, um seine Reifen zu schonen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Intact-Pilot David Munoz hatte in Brünn ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Zunächst stellte er seine KTM im Qualifying in die erste Startreihe. Die Freude darüber war von kurzer Dauer – der Spanier fasste eine Strafe für langsames Fahren aus und wurde auf die letzte Startposition zurückversetzt.
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Die Voraussetzungen für das Moto3-Rennen am Sonntag waren somit alles andere als gut. Doch schon in der ersten Runde machte Munuoz elf Plätze gut. Der 19-Jährige pflügte durch das Fahrerfeld, als gäbe es kein Morgen. Früh schloss er zum Spitzenfeld auf – nur KTM-Ajo-Pilot Jose Antonio Rueda konnte sich als Führender absetzen. Dahinter entwickelte sich ein erbitterter Sechskampf – Munoz, Dennis Foggia, Maximo Quiles, David Almansa, Adrian Fernandez und Angel Piqueras stritten sich um die verbleidenden Podestplätze. In der letzten Runde wollte es Munoz noch einmal wissen, er zog an seinen Rivalen vorbei und bog als Führender der Verfolgergruppe in die letzte Kurve. Auf den letzten Metern schnappte sich jedoch Landsmann Quiles im Windschatten noch den zweiten Rang – die beiden trennten im Ziel 24 Tausendstelsekunden. Munoz jubelte nach seiner starken Aufholjagd trotzdem über Platz 3.
"Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, denn es ist wichtig, mit einem guten Gefühl in die Ferien zu gehen. Aber ich freue mich auch für das Team über den dritten Platz", meinte Munoz nach dem Rennen. "Im Qualifying hatte ich ein gutes Gefühl mit dem Motorrad, aber wir mussten von ganz hinten starten. Auch am Sonntag war das Gefühl gut, aber durch die Strafe war es nicht möglich, weiter nach vorne zu fahren und die Lücke zu Rueda zu schließen. Dennoch müssen wir trotz dieser Umstände zufrieden sein, vor allem über die gute Arbeit, die wir als Team wieder geleistet haben. So müssen wir nach der Sommerpause weitermachen."
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Im Rennen überholte Munoz einen Fahrer nach dem anderen, sein Speed war beeindruckend. "Ich denke, es war vor allem eine taktisch kluge Fahrt, denn es war auch wichtig, die Reifen zu schonen, wenn man von ganz hinten kommt", sagte er über seine Strategie. "Außerdem ist der neue Belag sehr aggressiv für die Reifen. Aber ich bin froh, dass ich mein Rennen so durchziehen konnte, wie wir es geplant hatten. Vielen Dank an das gesamte Team. Wir sehen uns in Österreich wieder."
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Auch Teammanager Peter Öttl lobte die Leistung seines Fahrers: "Wir wussten, dass er auch von dieser Startposition ein gutes Rennen fahren kann. Das hat er sehr eindrucksvoll bewiesen. Nach der ersten Runde lag er bereits auf Platz 12 und schloss dann innerhalb kürzester Zeit zur Spitzengruppe auf. Von da an kämpfte er immer um einen Podiumsplatz. Besonders stark war seine letzte Runde, in der er sich von Position 5 auf den zweiten Platz vorarbeitete. Leider verlor er diese Position auf den letzten Metern. Aber letztendlich hat es für das Podium gereicht, was nach einem nicht so einfachen Wochenende für ihn sehr wichtig war."
Mit 16 WM-Punkten in Brünn festigte David Munoz Platz 5 in der Gesamtwertung. Das nächste Rennwochenende findet nach der Sommerpause vom 15. bis 17. August auf dem Red Bull Ring in Spielberg statt. Ergebnisse Moto3 Brünn, Rennen (20. Juli):
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