Moto3, Zeittraining: Aussie Kelso glänzte, doch Alvaro Carpe war schneller
Auf Phillip Island gelang es Joel Kelso (Honda), die spanische Moto3-Party zu sprengen. Nach 35 Minuten landet der Aussie hinter Alvaro Carpe und vor Maximo Quiles auf Position 2. Rammerstorfer 24.
Die 26 Piloten der Moto3 fanden auch im Zeittraining grundsätzlich sehr gute Bedingungen vor. Lediglich der auf der Insel berühmt-berüchtigte Wind, der zu Beginn der Session die Zielgerade von Phillip Island herunterblies, stellte auch für die jüngsten GP-Piloten eine Herausforderung dar. Mit dabei – zwei Australier. Neben Stammpilot Kelso, der 2025 die Pole herausgefahren hatte, ging Marianos Nikolis aus Canberra als Ersatz für den verletzten Cormach Buchanan in die wichtige, 35-minütige Session in der Hoffnung, sich einen der 14 begehrten Plätze für das Q2 zu sichern.
Gleich zu Beginn setzte wie so oft 2026 David Almansa ein Ausrufezeichen. Der Spanier, der im FP1 nicht in den Top 10 aufgetaucht war, legte mit einer 1:35,6 min die erste Bestzeit vor. Hinter dem Intact-GP-Pilot: der 2026er-Champion Maximo Quiles und Teamkollege David Munoz und, zur Freude der zahlreichen Fans rund um die Piste, Joel Kelso.
Noch vor der Mitte des Zeittrainings war die Session für Debütant Nikolis vorbei. Der CODE-Pilot flog nach einer Berührung mit Tech3-Pilot Valentin Perrone im Southern Loop ab. Session over auch für Hakim Danish, der seine MSi-KTM wenig später in Wiese warf.
Eine Viertelstunde vor der Flagge machte sich Quiles daran, Landsmann Almansa von der Spitze zu verdrängen. Der Aspar-Pilot war über mehrere Runden auf Bestzeitkurs, büßte aber jeweils wenige Zehntel in den letzten beiden Sektoren ein. Der vierte Versuch gelang: 1:35,567 min. Eine Runde später hatte die Nummer 28 ein weiteres Hundertstel abgefeilt. Das Ajo-Duo Alvaro Carpe und Brian Uriarte war dazu an Kelso vorbeigefahren. Während die Eddie O’Shea, Scott Ogden und die Honda-Piloten Adrian Fernandez und Veda Pratama in den Top 10 hielten, musste der Ire Casey O’Gorman auf Rang 14 um den Q2-Einzug bangen.
Acht Minuten vor Schluss Jubel auf den Rängen: Kelso war auf der Mlav-Honda zwei Zehntel schneller als Quiles. Dazu hatte sich überraschend Ersatzfahrer Singhapong (Snipers) am Heck Kelso bis auf Rang 18 gezogen – O’Gorman war damit ins Q1 verschoben.
Im Finale bemühten sich die Youngster, sich in schnellen Gruppen zu finden. Bei dem Versuch, sich auf Platz 2 zu verbessern, stürzte Intact-Pilot David Munoz in Kurve 10. Nach oben sprangen andere Namen: Scott Ogden steigerte sich auf Platz 4, Rico Salmela (Tech3) und Matteo Bertelle (MTA) kamen auf die Ränge 6 und 7. Munoz fiel auf Platz 8 zurück.
Die Australier wollten bereits die Bestzeit von Kelso, da ging 25 Sekunden vor der Flagge Alvaro Carpe auf seine letzte Attackerunde. Der KTM-Ajo-Pilot hatte Erfolg und war mit 1:35,292 min 0,026 s schneller als der Aussie.
Der Thailänder Singhapong schaffte mit Platz 10 die Überraschung. MSi-Pilot Yamanka san verlor 0,88 s und zog damit das letzte der 14 Q2-Tickets. Durch das erste Qualifying muss dagegen der Österreicher Leo Rammerstorfer – Platz 24 mit 2,4 s Rückstand.
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