Werkschließungen: Krise bei Reifenhersteller Michelin
Michelin schließt wegen hoher Energie- und Produktionskosten in Frankreich Werke und fährt die Produktion weiterer Standorte nach unten. Der Hersteller ist im Motorsport eine feste Größe und Exklusivausrüster der MotoGP.
Gregory Aranda wurde überlegen 'König von Stuttgart'. Sein 'königliches' Haupt wurde von einem seiner Hauptsponsoren geschmückt, doch ausgerechnet dieser kämpft im Moment ums Überleben: Der französische Reifenhersteller Michelin hat vor wenigen Tagen bekanntgegeben, in Frankreich weitere Werke zu schließen. Nachdem die Produktion in drei deutschen Werken (Karlsruhe, Homburg und Trier) bis 2025 schon im vergangenen Jahr angekündigt wurde, macht Michelin nun auch in Frankreich Werke dicht. Betroffen sind die Standorte in Cholet bei Nantes und Vannes. Mehr als 1000 Mitarbeiter sollen entlassen werden. In fünf französischen Michelin-Werken soll die Produktion zudem gedrosselt werden.
Grund für die drastischen Maßnahmen sind die stark gestiegenen Energiekosten, welche die Produktionskosten in die Höhe treiben. Der Industrie-Erdgaspreis hat sich in Deutschland in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Er lag im Jahre 2021 laut
Die hohe Inflation in Frankreich und Europa (sie betrug in Frankreich
Welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf den Sport haben, ist im Moment noch ungewiss, aber die Sparmaßnahmen werden auch auf den Sport durchschlagen. Seit 2016 rüstet Michelin z.B. die MotoGP exklusiv mit Rennreifen aus. Dieser Vertrag endet 2026.
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