Romain Febvre (Kawasaki) entschuldigt sich für seine Kritik an der FIM
Nach dem Deutschland-Grand-Prix entschuldigte sich MXGP-Titelverteidiger Romain Febvre (Kawasaki) für seine in Lacapelle-Marival öffentlich geäußerte Kritik an der FIM.
In der Pressekonferenz nach dem 6. Lauf zur Motocross-WM in Lacapelle-Marival äußerte Romain Febvre scharfe Kritik an der FIM. Zentraler Kritikpunkt war, dass das erste MXGP-Rennen nach dem schweren Unfall von Thibault Benistant nicht abgebrochen wurde. Doch ein Abbruch hätte dem verunglückten Fahrer nicht geholfen, denn die Rennärzte waren nach dem Unfall sofort zur Stelle und erkannten die Situation. Die Unfallstelle wurde abgesichert, doch bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung ist besondere Vorsicht beim Abtransport des Verletzten notwendig. Deshalb brauchten die Rettungskräfte einige Minuten, um Thibault für den Transport ins Medical Center vorzubereiten. An dieser Situation hätte ein Rennabbruch nichts geändert.
Thibault Benistant: Kein Gefühl in den Beinen
Schon an Ort und Stelle war klar, dass sich Benistant eine schwere Rückenverletzung zugezogen hatte, denn er hatte kein Gefühl mehr in den Beinen. Inzwischen wissen wir, dass zwei Brustwirbel gebrochen sind, die sofort operativ fixiert wurden. Leider gibt es bis heute auf die Gefahr einer drohenden Querschnittslähmung keinerlei Entwarnung.
Entschuldigung von Romain Febvre
Diese Situation erkannte auch Romain Febvre, der sich nun offiziell für seine Äußerungen entschuldigte: «Ich möchte mich bei der FIM für einige Worte entschuldigen, die ich letztes Wochenende gesagt habe», erklärte er: «Jetzt ist klar, dass wir nicht über alle Informationen darüber verfügten, was mit Benistant geschah. Ich hätte sie nicht kritisieren sollen, aber es war im Eifer des Gefechts nach dem Rennen und wir wollen nicht, dass ein Fahrer so schwer verletzt wird. Hoffentlich wird solch eine Situation nie wieder auftreten», erklärte der Franzose in einer KRT-Pressemitteilung.
Romain Febvre über sein Rennen im Talkessel
Romain Febvre gewann das Qualifikationsrennen zum Deutschland-Grand-Prix im Talkessel und startete von der Pole-Position in die Wertungsläufe. Nach einem Sturz im ersten Lauf waren seine Podiumschancen dahin: «Als ich im ersten Lauf mit Fernandez um den dritten Platz kämpfte, beging Maxime Renaux neben mir einen kleinen Fehler und ich stürzte. Meine Kupplung war kaputt, sodass es schwierig war, wieder zu starten. So verlor ich viele Positionen. Ich fuhr im zweiten Lauf gut, aber ich war wieder zur falschen Zeit am falschen Ort, als Adamo einen Fehler beging und ich mit dem Vorderrad sein Bike touchierte. Ich hatte einen guten Speed und konnte die Lücke schließen, aber ich fand keinen Weg an ihm vorbei und kam schließlich auf Platz 4 ins Ziel. Ich bin immer noch Dritter in der Meisterschaft, aber ich bin ein wenig enttäuscht. Ich hätte heute viele Punkte gutmachen können, aber das habe ich nicht getan. Trotzdem freue ich mich über den Erfolg von Mathis [Valin]. Er ist gut gefahren und hat diesen Sieg wirklich verdient.»
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