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Aleix Espargaró (Aprilia): «Tür für Dovizioso offen»

Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaró steht vor seinem Hein-GP auf dem «Circuit de Barcelona-Catalunya», großes Thema ist am heutigen Donnerstag aber schon die MotoGP-Saison 2022.

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In der MotoGP-WM werden längst die Weichen für die Saison 2022 gestellt: Allein in der laufenden Woche wurden bereits die Vertragsverlängerungen von Brad Binder (Red Bull KTM), Johann Zarco und Jorge Martin (beide Pramac Ducati) verlautbart. Außerdem präsentierte KTM Remy Gardner als zukünftigen Tech3-Fahrer.

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Mit Blick auf die "Independent Teams" zeichnet sich ab, dass Gresini Racing wie Aramco VR46 bei Ducati andocken wird. Damit wird Aprilia aller Voraussicht nach auch 2022 nur zwei RS-GP in der MotoGP-Startaufstellung haben.

Aleix Espargaró machte nie ein Geheimnis daraus, dass er sich Unterstützung für die Entwicklungsarbeit wünscht. Was bedeutet es für ihn, wenn sein Arbeitgeber im kommenden Jahr kein Kundenteam beliefern wird?

"Ich habe zwiespältige Emotionen, wie soll ich das erklären", grübelte der Aprilia-Werksfahrer am Donnerstag vor dem Catalunya-GP. "Einerseits bin ich wütend, weil es schwieriger für mich sein wird. Ich muss die ganzen neuen Teile entwickeln, ich muss mehr testen, weil alles mehr von mir abhängt. Das ist aber auch eine Herausforderung für mich, was nicht so schlecht ist. Andrerseits bin ich auch ein bisschen traurig. Ich fühle dieses Projekt als mein Projekt. Aprilia ist in meinem Herzen, bis auf die ersten zwei Jahre war ich von Anfang an dabei. Ich war glücklich mit der Aussicht auf ein Junior-Team, mit mehr Aprilia-Maschinen auf der Strecke, mit jungen Fahrern. Am Ende sieht es aber danach aus, als würde es im nächsten Jahr noch nicht so sein."

Der 31-Jährige kann seinerseits wenig daran ändern. "Ich kann nur versuchen, in der Entwicklung des Motorrads noch einen Schritt zu machen, um zu sehen, ob in Zukunft jemand unsere Bikes haben will", ergänzte er. "Ich habe in diesem Jahr bewiesen, dass wir ein starkes Motorrad haben. Es stimmt, es ist kein Sieger-Bike, noch nicht. Wir sind aber auf dem Weg dahin und ich glaube, dass wir in Zukunft mehr Aprilia auf der Strecke sehen werden."

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Auf die Frage nach den Gerüchten, dass 2022 nicht etwa Andrea Dovizioso vom Test- zum Stammfahrer aufsteigt, sondern Rookie Joe Roberts sein Teamkollege werden könnte, platzte Aleix Espargaró heraus: "Ich verstehe nicht, warum Andrea nicht Rennen fahren will."

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Dann ergänzte der Spanier eilig: "Es ist noch nicht entschieden. Basierend auf dem, was ich von Massimo [Rivola] gehört habe, ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Tür ist immer noch offen für Andrea, um im nächsten Jahr mit mir im Team zu sein. Er wäre mehr als willkommen. Ich habe schon oft gesagt: Es wäre großartig, ihn an Bord zu haben. Er ist ein großartiger Fahrer und wenn ich ihn auf der Strecke schlagen würde, wäre mein Verdienst größer. Er war in den vergangenen Jahren – abgesehen von Marc – der beste Fahrer im Feld."

"Ich kenne das Motorrad jetzt sehr gut. Ein junger Fahrer an meiner Seite ist eine sehr gute Option", bekannte der Ältere der Espargaró-Brüder. "Es wäre im nächsten Jahr vielleicht aber nicht schlecht, jemanden mit mehr Erfahrung zu haben. Wie schon gesagt: Das Motorrad wird immer besser, ist aber noch kein Sieger-Bike. Wir brauchen noch ein bisschen Zeit, um das Motorrad zu entwickeln."

Ohne Kundenteam gilt das noch viel mehr? "Ja", bestätigte die Aprilia-Speerspitze. "Für jeden Hersteller ist es super wichtig, zwei starke Fahrer zu haben. Wenn du nicht mehr als zwei Fahrer auf der Strecke hast, wie bei Aprilia oder Suzuki der Fall ist, wird es noch wichtiger. Suzuki hat eine sehr starke Fahrerpaarung, beide haben einen ähnlichen Speed. Es stimmt, dass Joan [Mir] im Moment mehr Punkte sammelt als Rins, aber das Level der beiden ist sehr ähnlich. Beide sind sehr schnell und ich glaube, dass das sehr wichtig ist, um das Motorrad zu entwickeln."

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Bei Aprilia ist das Kräfteverhältnis aktuell dagegen deutlich weniger ausgeglichen: "Lorenzo [Savadori] hat auf der anderen Seite der Box nicht viel Erfahrung, er versucht das Motorrad zu verstehen. Er verbessert sich, aber wenn du an die Spitze kommen willst, brauchst du zwei sehr starke Fahrer. Einer ist nicht genug. Ich mache, was ich kann. Ich probiere bei jedem GP neue Teile aus. Wenn etwas Neues kommt, versuche ich es immer in den Plan fürs Wochenende aufzunehmen. Es ist aber nicht einfach, ein Motorrad zu entwickeln, während man Rennen fährt. Wenn du einen starken Teamkollegen, Kundenteam-Fahrer oder ein Test-Team hast, ist es immer einfacher."

Apropos Test-Team: Andrea Dovizioso wird am Montagtest in Montmeló nicht teilnehmen. "Ich werde testen, warum Andrea mit dem Test-Team nicht hier sein wird, kann ich nicht beantworten", kommentierte Aleix Espargaró wortkarg.

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