Einsamer Alex Marquez (4.) fand den richtigen Gang nicht
Fünf Sekunden hinter dem Podest, vier Sekunden vor dem Verfolger: Gresini-Pilot Alex Marquez fuhr im MotorLand Aragon ein MotoGP-Rennen für sich. Ein Fehler in der ersten Runde warf ihn zurück.
Am Samstag hatte es noch gepasst: Hinter seinem Bruder Marc wurde Alex Marquez Zweiter im Sprint. So ein Ergebnis hätte der jüngere Marquez-Bruder gerne wiederholt, mit Startposition drei war eine gute Ausgangslage gegeben. Doch beide Brüder erwischten keinen guten Start, der Gresini-Pilot fiel bis auf Rang 6 zurück.
Bezeichnend war die Anfangsphase: Als sich die Gelegenheit bot, an Marc vorbeizugehen, steckte Alex zurück – und verlor dabei den Rhythmus, worauf ihn Jorge Martin (Aprilia) und Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) kassierten.
Alex Marquez: «Ich habe den dritten Gang nicht eingelegt»
Der 30-Jährige nennt zwei Gründe. «Ich konnte keinen Platz zum Überholen finden. Dann habe ich einen Fehler gemacht. Am Ausgang von Kurve 2 auf 3 habe ich den dritten Gang nicht eingelegt», erklärte er. Dabei sei er ins Gedränge in den Kurven gekommen und verlor einige Positionen.
Die Aufholjagd gelang zügig. Zu Beginn der zweiten Runde überholte er Fernandez in Kurve 1, kurz darauf nutzte er einen Fehler von Martin in Kurve 10 und überholte ihn kurz darauf ebenfalls. «Später habe ich meinen Rhythmus gefunden. Schritt für Schritt habe ich Fahrer überholt und war konstant», erzählte Marquez. Um mit den Top-3 mithalten zu können, reichte es aber nicht dauerhaft.
Alex Marquez einsam auf Rang 4: das Reifen-Paradoxon von Aragon
Ab Rennmitte war der Zug abgefahren. Zwar fuhr Alex Marquez zeitweise dieselben Zeiten wie der drittplatzierte Marco Bezzecchi (Aprilia), näher kam er ihm damit aber nicht. Im Ziel fehlten ihm auf den Italiener fünf Sekunden. Warum er nicht mit der Spitze mithalten konnte, war schnell ausgemacht, er habe im Verlauf Probleme mit dem Grip an den Reifen bekommen.
Im Vergleich zu Silverstone irritierte ihn dabei, dass diesmal vor allem der Vorderreifen nachgelassen hat. «In Silverstone war es umgekehrt. Die anderen haben den Reifen viel besser gemanagt als ich», analysierte er. Sein Fazit fiel nüchtern aus: «Es war genau das Rennen, das ich vor dem Start erwartet hatte.» In der WM liegt Alex Marquez mit 128 Punkten auf Rang 9.
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