Jake Dixon (Honda) ging ein Licht auf: «Habe meine Rolle verstanden»
Auf Jake Dixon ruhen die Hoffnungen der Honda Racing Corporation in der Superbike‑WM. Dass er als Werkspilot andere Anforderungen erfüllen muss, hat der Engländer nach und nach realisiert.
Mit Tests in Magny-Cours und Estoril verkürzte das Werksteam der Honda Racing Corporation die lange Sommerpause der Superbike-WM 2026. Für Jake Dixon waren die jeweils zweitägigen Tests besonders lehrreich, und zwar nicht nur, um das Layout der für ihn neuen Pisten kennenzulernen.
Denn nach seiner langwierigen Handverletzung zu Saisonbeginn (Sturz beim Phillip-Island-Test) hat der Engländer erst die Meetings in Aragon und Donington Park bestritten – bei seinem Renndebüt im MotorLand verzichtete Dixon wegen Schmerzen jedoch auf das Superpole-Race und den zweiten Lauf am Sonntag. So kommt der Vater einer kleinen Tochter auf nur vier Rennen in diesem Jahr.
Fakt ist: Nach acht von zwölf Saisonmeetings hat der 30-Jährige kaum Fahrpraxis mit der CBR1000RR‑R. Dazu kommen die komplexen Möglichkeiten der Elektronik, die im Zusammenspiel von Anti-Wheelie-Control, Motorbremse und Drehmoment ein Set-up erst perfekt machen.
Zudem fährt Dixon erstmals für ein Werksteam und soll bei der Entwicklung die Richtung vorgeben. «Eine Sache, die mir seit meinem Wechsel klar geworden ist, ist, dass man beim Testen eine andere Rolle spielt», wurde dem Honda-Werkspiloten jüngst bewusst. «Es geht nicht nur darum, Runden zu fahren und eine schnelle Rundenzeit zu erzielen, sondern darum, zu verstehen, ob etwas besser oder schlechter ist. Das habe ich zuvor noch nie wirklich gemacht und musste mich erst daran gewöhnen.»
Eine Aufgabe, in die Dixon erst hineinwachsen musste. «Ich habe das Gefühl, dass ich diese Rolle wirklich angenommen habe – insbesondere beim Estoril-Test und auch davor. Ich denke, das wird uns für das Ende dieses Jahres und für das nächste Jahr zugutekommen», hofft Dixon.
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