Noch-MotoGP-Leader Martin nach Platz 5: «Wusste es schon am Freitag»
Zunächst machte Tabellenführer Jorge Martin seinem Ruf alle Ehre, doch schnell riss es den Aprilia-Piloten zurück – mehr als Platz 5 war beim Treffen der MotoGP in Aragon auch im GP-Rennen nicht drin.
Von Startplatz 5 aus schienen dem Tabellenführer alle Möglichkeiten offen zu stehen, um im Rennen um die WM-Führung selbst Impulse zu geben. Auch die Konkurrenz, inklusive Ducati-Lenovo-Teammanager Davide Tardozzi, hatte den Madrilenen auf dem Radar für den Großen Preis von Aragon.
Prompt schoss Martin wie entfesselt ins Rennen. Der Aprilia-Werkspilot profitierte von der kurzzeitigen Orientierungslosigkeit der Marquez-Brüder. Während Alex nicht perfekt gestartet war, verpasste Marc den Moment, das hintere Device zur Höhenverstellung zu deaktivieren – Martin schlug zu, war nach einem halben Kilometer hinter Teamkollege Bezzecchi Zweiter.
Doch noch in der ersten Runde war der Traum von einem Traumergebnis vorbei. Jorge Martin brachte die Leistung seiner RS-GP wie zuletzt nicht effektiv auf den Boden. Ruckzuck ging es zurück auf Platz 5. Dort blieb der «Martinator» die nächsten 115 Kilometer bis zur Flagge. Entsprechend bedrückt sprach Jorge Martin nach dem Aragon zu den Medien. «Es war auch heute sehr hart. Immerhin habe ich aus meinem Potenzial das Beste herausgeholt. Eigentlich lief es wie erwartet, denn ich hatte bereits am Freitag ein Bild von unseren Möglichkeiten – mehr als Platz 5 war für mich hier unter keinen Bedingungen drin. Wenn man sieht, dass es vom Potenzial her eine unserer schlechten Pisten ist, sind zwei fünfte Plätze sehr brauchbar. Ich schaue schon mit Vorfreude auf Misano und den Red Bull Ring – dort haben wir den Grip, den wir brauchen.«
Näher dran als im Sprint – und doch abgeschlagen
Verhalten fügte Martin hinzu: «Wenigstens war ich im GP näher am Podium als im Sprint und ich konnte zum Schluss etwas auf Alex auf Platz aufholen.» In Zahlen ausgedrückt: Das Ziel erreichte Martin 12 Sekunden hinter dem Sieger. Auf Teamkollege Bezzecchi verlor der Noch-Tabellenführer in seiner schnellsten Runde immer noch vier Zehntel.»
Martin: «Grip – das ist es, was mir gefehlt hat. Ich war nicht in der Lage, damit besser umzugehen. Mehr als Platz 5 ging nicht – und ich möchte das schnellstmöglich abhaken. Angesprochen auf die längst kritische Lage in der WM-Tabelle mit nur noch 19 Zählern Plus auf Marc Marquez und 24 auf Bezzecchi, fasste sich der Champion des Jahres 2024 ebenfalls kurz: «Ich werde jeden Tag hart kämpfen – und noch habe ich das Limit mit dem Bike nicht erreicht.»
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