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Spielberg 2025: Die Fans sahen Bezzecchi gegen Marquez Version 1.0
August 2025, Spielberg, Österreich – Marc Marquez setzte auf dem Red Bull Ring zwei weitere Schritte in Richtung WM-Titel. Geschenkt bekam die MotoGP-Ikone nichts. Die aktuelle Elite hielt dagegen.
Was haben das Podium des letzten MotoGP-Rennens in Misano mit dem letzten Sprint der Königsklasse auf dem Red Bull Ring gemeinsam? Eine Frage nicht nur für eingeschworene Insider: Alles. Wie am vergangenen Sonntag auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli wurden Marc und Alex Marquez sowie Pedro Acosta zur Ehrung der Sieger geladen.
Damit nicht genug der Parallelen: Marco Bezzecchi, der sich im Spätsommer 2025 vollends auf die Aprilia RS-GP eingeschossen hatte, war auf eine Runde gesehen der schnellste MotoGP-Pilot. Wenn auch nur um 0,016 Sekunden – die Pole-Position ging wie schon zuletzt in Misano an Aprilia-Werksfahrer Marco Bezzecchi. Dazu kommt: Nach dem Doppelschlag in Italien und der kalten Leistungsdusche für Aprilia Racing führt Marc Marquez das Klassement erstmals 2026 an.
Als es vor einem Jahr und einem Monat auf dem Red Bull Ring zur Sache ging, galt Marc Marquez längst als sicherer Weltmeister. In die Steiermark kam «MM93» mit schwer beeindruckenden 120 Zählern Vorsprung auf Bruder Marc – und das, obwohl der Österreich-GP als zwölfte Station deutlich früher im Kalender platziert war. Pecco Bagnaia, der sich 2025 in Österreich noch Hoffnungen auf den Vize-Titel machte, kämpft heute darum, sich in den Top 10 der Gesamtwertung zu halten.
Außergewöhnlich waren die Bedingungen in Spielberg, denn während des Events wurde es immer kühler. Während das Zeittraining bei über 30 Grad stattfand, wurde die Marke am Sprintsamstag unterschritten. Beim GP-Rennen kletterte das Thermometer dann nicht mehr weit über die Marke von 20 Grad. Doch alle Sessions der Königsklasse fanden auf trockenem Asphalt statt.
Die sinkenden Temperaturen führten auch dazu, dass die Leistung von KTM-Joker Pedro Acosta über den Österreich-GP zurückging. Am hitzigen Freitag fuhr Acosta auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer, am Sonntag verpasste der von den Fans geliebte Youngster das wichtige GP-Podium als Vierter. Dazwischen reichte es am Samstag, wie erwähnt, hinter den Marquez-Brüdern zu einem bejubelten dritten Rang. Mit Blick auf das anstehende Spektakel steht auch Enea Bastianini im Fokus. Im Vorjahr ließ der Italiener auf der Tech3-Maschine Acosta hinter sich und auch im GP war «La Bestia» als Fünfter konkurrenzfähig.
Neben dem Aufbäumen der Heimspieler aus Mattighofen stand der letzte Österreich-Grand-Prix frisch im Zeichen des Duells von Ducati gegen Aprilia und Marc Marquez gegen Marco Bezzecchi. Während Jorge Martin nach XL-Verletzungspause erst ein Rennen zuvor in Brünn zurückgekehrt war, hatte sich Bezzecchi nun voll auf die schwarze RS-GP aus Noale eingeschossen. Mit 1:28,0 holte «Bez» die Pole – blieb aber drei Zehntel über der Rekordmarke von Jorge Martin aus dem Jahr 2024. Mit Marc Marquez, Pecco Bagnaia und Alex Marquez wurde die Nummer 72 von drei Ducati-Assen verfolgt.
Während Yamaha bereits ans Ende des Feldes abgefallen war, profitierten die Honda-Piloten nun von der gesteigerten Power der RC213V. Joan Mir und Johann Zarco schafften es vor 13 Monaten ins Q2 und Mir fertigte im GP als Sechster Bagnaia und Binder (KTM) ab.
Dank eines überragenden Marc Marquez blieben Showdown-Manöver in den letzten Kurven aus. Dem Lenovo-Piloten, der sich sowohl im Sprint als auch im GP erst an die Spitze arbeiten musste, schaffte es in der letzten Runde, eine entscheidende Lücke zu schaffen. Kurios: Beide Rennen gewann Marc Marquez mit 1,1 Sekunden Vorsprung. Statt wie Bruder Alex war der Verfolger am GP-Sonntag eine Überraschung. Rookie Fermin Aldeguer glänzte von Startplatz 6, der Spanier kämpfte über die 28-Runden-Distanz bis zur Nummer 93 alles nieder.
Dazwischen sahen die Fans einen bemerkenswerten Kampf mit Marc Marquez und Marco Bezzecchi. Lange wehrte sich der Italiener, zeigte beherzte Konter. Doch die aggressive Fahrt endete für den mit Abstand schnellsten Aprilia-Fahrer am Ende auf Platz 3. Mit dem Erfolg eröffnete Bezzecchi die erfolgreiche Jagd auf WM-Rang 3 von Bagnaia.
Zurück zu den Gemeinsamkeiten. Nach den jüngsten Geschehnissen in Misano gilt Marc Marquez für viele wieder als unangefochtener Favorit der WM. Damals wie heute ist Spaniens MotoGP-Ikone Tabellenführer – und Marco Bezzecchi der schnellste Mann über eine Runde. Doch nun trennen die beiden Athleten statt 240 nur 33 Punkte. Extrawürze bekommt die Situation dank Jorge Martin. Der schnellste Pilot auf dem Red Bull Ring überhaupt reist punktgleich mit dem Champion, aber mit weniger Siegen nach Österreich.
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