Trackhouse-Ass Ogura wünscht sich in Österreich «ganz normales Wochenende»
Trackhouse-Aprilia-Pilot Ai Ogura wird auf dem Red Bull Ring von Spielberg wieder in die MotoGP-WM zurückkehren. Der Japaner ist guter Dinge – und mit besten Erinnerungen in die Alpenrepublik gereist.
Japans MotoGP-Held Ai Ogura feiert in Spielberg sein Comeback nach seiner Handverletzung, die er sich beim Motocross-Training zugezogen hatte. Der Pilot der Trackhouse-Aprilia-Mannschaft, der zwischenzeitlich schon auf WM-Rang 2 lag, hat nun mehrere Wochen Rennpause hinter sich, seinen letzten Grand Prix bestritt er in Silverstone. Auf der Speed-Strecke und vor dem Trip in Richtung asiatische Heimat gibt der 25-jährige Japaner wie berichtet jetzt sein Comeback. «Ich fühle mich gut. Ich glaube, der Zustand meiner Hand ist besser, als ich vor einer Woche erwartet hatte. Natürlich freue ich mich darauf, wieder dabei zu sein. Ich möchte einfach ins Wochenende starten und sehen, was möglich ist und wie es läuft. Nichts Besonderes – ich wünsche mir einfach ein ganz normales Wochenende haben.»
Ai Ogura hat beste Erinnerungen an Spielberg – er gewann im Jahr 2022 das Moto2-Rennen für die Idemitsu-Honda-Einheit von Förderer Hiroshi Aoyama. «Früher, besonders zu meiner Zeit in der Moto2, kam mir die Streckenführung sehr entgegen», erinnert sich der Weltmeister von 2024. «Ich konnte mühelos gute Rundenzeiten fahren. Doch im letzten Jahr war die Situation etwas komplizierter und ich hatte dort ziemliche Schwierigkeiten. Ich hoffe, dass es diesmal besser läuft, aber so ist die Lage nun einmal.»
Der nächstjährige Yamaha-Pilot sprach vor dem MotoGP-Event in der Steiermark auch über seinen Teamkollegen, Raul Fernandez, mit dem er sich 2021 in Spielberg das Moto2-Podium geteilt hat: «Raul ist gut in Form. Er macht derzeit einen starken Eindruck. Er hat definitiv das Potenzial, um vordere Plätze zu kämpfen – bei mir sieht das vielleicht etwas anders aus. Ich habe zwei Rennen verpasst und brauche etwas Zeit, um wieder volles Vertrauen zum Motorrad zu finden. Direkt nach einer Verletzung bei einem Comeback-Rennen aufs Podium zu fahren, ist keine leichte Aufgabe; daher erwarte ich von Raul ein gutes Rennen, von mir selbst ehrlich gesagt eher nicht.»
Ogura lag schon auf WM-Rang 2 – jetzt ist Rang 6 in Gefahr
Welche Passagen liegen dem auf WM-Rang 6 zurückgefallenen Ogura auf dem Red Bull-Ring in der Steiermark besonders? «Das kommt ganz darauf an. Ob man stark beim Bremsen ist oder viel Kurvengeschwindigkeit mitnimmt – es hängt wirklich von vielen Faktoren ab. Als Fahrer genießt man es immer besonders, wenn man auf einer Strecke richtig stark unterwegs ist. Es hängt auch vom Jahr ab, von der jeweiligen Session. Das ist schwer zu sagen.»
Nach Spielberg steht für Ogura dann bereits das Heim-Event in Motegi auf dem Programm: «Wie gesagt, die Situation ist nicht so, wie wir sie uns gewünscht hätten, aber es ist gut, dass ich zumindest versuchen kann, in Österreich zu fahren, bevor es nach Japan geht. Ich hoffe also, in Österreich ein gutes Gefühl zu bekommen und in Motegi wieder bei fast 100 Prozent zu sein. Das ist vorerst das Ziel. Ich möchte einfach gute Rennen fahren – sowohl in Österreich als auch danach.»
Spannend: Der WM-Sechste hat nur vier Punkte Vorsprung auf den Teamkollegen, aber zugleich auch nur sechs Zähler Minus gegenüber dem zuletzt wieder auftrumpfenden Pedro Acosta. Ganz an die Spitze fehlen dagegen 71 Punkte.
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