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Cal Crutchlow: «Das sind Neuigkeiten für mich»

Cal Crutchlow probierte am Dienstag in Valencia wie das Repsol-Werksteam eine neue «long bang»-Motorversion aus. Und er widersprach HRC-Vice President Shuhei Nakamoto.

MotoGP

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Cal Crutchlow (31) steuerte die LCR-Honda am ersten MotoGP-Testtag in Valencia auf Platz 6, er musste wieder einmal einen Sturz in Kauf nehmen, blieb aber wieder einmal vor Dani Pedrosa, der auf Platz 10 landete.

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Honda probierte am Dienstag eine neue Motorenversion aus, es scheint sich um einen "long bang" zu handeln, also um ein Triebwerk mit einer Zündfolge, die eine weniger brachiale Leistungsentfaltung vermittelt, weil die Zündfolge so geändert wurde, dass jeweils zwei Zylinder des V4-Triebwerks gleichzeitig zünden.

"Ich weiß nicht, welchen Motor wir jetzt genau haben. Ja, dieser Motor gibt andere Geräusche von sich, aber das könnte ja auch an der Auspuffanlage liegen", wollte der Brite die Reporter an der Nase herumführen. "Dieser Motor ist sehr ähnlich zu dem, den ich in Aragón schon mal getestet habe. In Aragón habe ich bei diesem Motor ein paar Pluspunkte gefunden, es kommen auch hier ein paar positive Aspekte zum Vorschein im Vergleich zum Motor, den ich am GP-Weekend benützt habe. Es sieht so aus, als würden wir damit in einem Bereich Zeit gewinnen, aber sie in einem anderen Bereich wieder verlieren. Wir müssten einen long-run machen können, um mehr Verständnis zu gewinnen. Das Problem ist: Michelin hat nicht genug Reifen mitgebracht. Das ist auch der Grund, warum ich gestürzt bin. Ich hatte auf diesem Reifensatz schon mehr als eine Renndistanz drauf. Es ist schwierig zu testen, wenn wir nicht genug Reifen haben. Sie haben uns vier Hinterreifen gebracht, die wir in zwei Tagen nützen können. Das ist einfach lächerlich. Du willst hier 60 Runden am Tag fahren und long-runs... Wir können mit dieser Reifen-Allocation kaum längere Runs fahren als mit vier oder fünf Runden."

"Wir können erst nach der Daten-Analyse genau sagen, ob du mit diesem neuen Motor beim Bremsen besser bist oder ob du beim Beschleunigen Zeit gewinnst. Denn es könnte der Zustand der Piste etwas anders sein als am Wochenende. Wenn es etwas kühler ist, hast du etwas mehr Grip, dann gewinnst du im Top-Speed ein bisschen dazu. Ich brauche mit dem neuen Motor einen anderen Fahrstil. Das steht fest", teilte Crutchlow mit. "Doch ich habe ihn bisher nicht geändert, Marc auch noch nicht. Aber es wird nichts anderes übrig bleiben. Das habe ich schon beim zweiten Run erkannt. Es wird ein ähnlicher Fahrstil nötig sein wie zu meiner Yamaha-Zeit. Der Sound ist ähnlich wie bei der Yamaha. Bisher sind wir bei Honda an einen Sound von hohen Drehzahlen gewöhnt. Vielleicht haben wir weiter hohe Drehzahlen, aber der Lärm in deinen Ohren hat sich verändert... Du musst sogar das Gas anders aufdrehen und anders zudrehen. Du musst dich stark umstellen, Um Glück habe ich in der MotoGP schon Erfahrung mit drei verschiedenen Fabrikaten. Deshalb habe ich Verständnis für solche Umstellungen. Auch der Schräglagenwinkel wird an gewissen Stellen anders sein. Es war ein positiver Tag, denn wir haben mit dem neuen Motor Informationen auf einer unterschiedlichen Piste gesammelt. Am Schluss dieses Tests müssen wir drei Honda-Fahrer mit den Honda-Ingenieuren besprechen, welche Eindrücke wir gesammelt haben und die Informationen weitergeben. Dann können wir die künftige Vorgehensweise besprechen."

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Crutchlow war am Dienstag in Valencia auch einmal mit einem Repsol-Tank auf seiner LCR-Honda zu sehen. "Ich weiß nicht, was ich darüber erzählen darf. Sagen wir einfach: Ich habe für ein paar Stunden Gefallen an dieser neuen Farbe gefunden. Nakamoto hat ja am Montag erzählt, ich hätte 2016 beim Bike die gleiche Spezifikation gehabt wie das Werksteam... Das sind Neuigkeiten für mich."

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Crutchlow: "Bisher kann ich nicht beurteilen, ob der neue Motor insgesamt besser ist oder nicht. Wir müssen zuerst einmal eine Renndistanz damit zurücklegen. Das ist mir hier nicht einmal am Sonntag gelungen... Und wenn wir nicht genug Reifen haben, ist es schwierig, so einen long-run zu fahren. Jene Fahrer, die mit Reifen rumdüsen, die eigentlich nicht ideal zu dieser Piste passen, die stürzen halt, weil sie Compounds zu hart sind... Es ist schwierig, diese Reifen-Allocation vernünftig zu managen. Daran wird sich auch am zweiten Tag nichts ändern."

Die Valencia-Testzeiten von Dienstag, 15. November

1. Viñales, Yamaha, 1:30,930 min

2. Rossi, Yamaha, 1:30,950

3. Lorenzo, Ducati, 1:31,052

4. Márquez, Honda, 1:31,102

5. Dovizioso, Ducati, 1:31,131

6. Crutchlow, Honda, 1:31,156

7. Iannone, Suzuki, 1:31,165

8. Redding, Ducati, 1:31,242

9. Barbera, Ducati, 1:31,286

10. Pedrosa, Honda, 1:31,306

11. Miller, Honda, 1:31,477

12. Bautista, Ducati, 1:31,674

13. Pirro, Ducati, 1:32,068

14. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,177

15. Baz, Ducati, 1:32,315

16. Folger, Yamaha, 1:32,450

17. Zarco, Yamaha, 1:32,462

18. Rabat, Honda, 1:32,578

19. Pol Espargaró, KTM, 1:32,613

20. Smith, KTM, 1:32,806

21. Rins, Suzuki, 1:32,811

22. Laverty, Aprilia, 1:32,935

23. Abraham, Ducati, 1:33,231

24. Lowes, Aprilia, 1:33,359

25. Tsuda, Suzuki, 1:34,110

26. Bagnaia, Ducati, 1:36,940

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