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Capirossi über die Race Direction: «Wir sehen alles!»
Er war einst selbst der, der stürzte und riskierte. Heute steht Loris Capirossi auf der anderen Seite – als Hüter der Sicherheit in der MotoGP. In einem Podcast erzählte er, wie aus Leidenschaft Verantwortung wurde.
MotoGP
Im Artikel erwähnt

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Loris Capirossi kennt die MotoGP aus allen Blickwinkeln. Als dreifacher Weltmeister und heute als Dorna-Verantwortlicher für Sicherheit und Rennleitung sitzt er in jener Schaltzentrale, in der jede gelbe Flagge, jeder Crash und jedes Wetterchaos bewertet wird. Im Podcast "Mig Babol" mit Andrea Migno und Filippo Carloni gewährte der Italiener nun seltene Einblicke in die Race Direction.
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"Viele glauben, wir sitzen da einfach vor ein paar Bildschirmen und drücken auf Pause, wenn es regnet", lachte Capirossi. "Aber die Realität ist, dass wir jedes Detail im Blick haben. Wir haben nicht nur alle Kameras des Veranstalters, sondern montieren am Freitag weitere 30 eigene – damit haben wir über 70 Blickwinkel gleichzeitig." Mit diesen Bildern könne er, so Capirossi, "zu jedem Zeitpunkt an jede Kurve springen, zurückspulen, vergleichen, sogar einen Tag rückwärts gehen." Seine Faszination für Kontrolle und Präzision zieht sich durch den gesamten Rennbetrieb. Schon um 7 Uhr früh beginnt der Tag der Rennleitung mit einer Streckeninspektion. "Wir checken jeden Posten, jede Flagge, jede Lichtanzeige. Dann kommt das Briefing der Marshals – wenn die Moto3 rausfährt, muss alles funktionieren", so Capirossi. Dass die Organisation "komplexer ist, als es von außen aussieht", ist für ihn eine Untertreibung. Eine der schwierigsten Entscheidungen betrifft den Regen. "Viele glauben, wir werfen die rote Flagge zu spät, aber so einfach ist das nicht", erklärte Capirossi. "Wir schauen uns die Zeiten an. Wenn die Fahrer trotz stärkerem Regen konstant bleiben, lassen wir weiterfahren. Erst wenn der Abstand pro Runde zwei Sekunden oder mehr wächst, greifen wir ein. Doch egal, was wir tun – irgendjemand ist immer unzufrieden."
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Dennoch blieb für den 52-Jährigen klar: "Sicherheit steht an erster Stelle. Wenn die Strecke nicht sicher ist, ist Schluss. Punkt."
Auch über die viel diskutierte Rollenverteilung zwischen Race Direction und Stewards Panel sprach der Italiener offen. "Früher hat die Rennleitung auch die Strafen ausgesprochen, aber das hat unser Verhältnis zu den Fahrern belastet", sagte er. "Heute übernehmen das die Stewards – wir kümmern uns um die Durchführung des Events, sie um die Sanktionen." Dieses System funktioniere laut dem dreifachen Weltmeister. "Die Fahrer wissen, dass wir neutral sind. Und sie wissen auch, dass Ausreden nichts bringen. Wenn jemand sagt, er habe nichts gemacht, entgegne ich nur, dass wir alles sehen."
Die Technik sei dabei nur als Werkzeug zu sehen, die letzte Entscheidung trifft der Mensch. Capirossi beschrieb, wie oft er persönliche Nachrichten von Fahrern erhält, die mit Entscheidungen hadern. "Dann zeige ich ihnen die Bilder, und meistens stimmen sie mir dann zu." Dabei soll ein respektvoller Ton helfen. Auch die Erfahrungen aus seiner eigenen WM-Karriere, die er 2011 beendete, helfen ihm, mit schwierigen Situationen umzugehen. "Ich mache das aus Leidenschaft", sagte Capirossi am Ende des Gesprächs. "Ich habe mein Leben lang auf der anderen Seite des Zauns gestanden. Jetzt bin ich da, um sicherzustellen, dass andere es besser, sicherer und gerechter haben. Und wenn ich sehe, wie gut das inzwischen funktioniert, bin ich stolz. Im Herzen bleibe ich ein Racer, das wird sich nie ändern."
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