Von Lapallie bis grob unsportlich: Bislang 28 Strafen beim Brünn-GP!
Die Stewards der FIM-MotoGP-Kommission bearbeiten in Brünn einen ereignisreichen GP. Dutzende Strafzettel wurden verteilt – bislang. Hart traf es neben Marco Bezzecchi auch Moto2-Leader Manu Gonzalez.
Geht es so weiter, dann hat der Brünn-GP 2026 beste Aussichten darauf, als GP der Strafen in die Rennsportgeschichte einzugehen. So wurden an den ersten beiden Fahrtagen auf dem Autodrom von Brünn und damit noch vor dem ersten eigentlichen GP-Rennen über alle Klassen 28 Strafen verhängt.
Wenig schenkten sich dabei die Piloten der kleineren Hubraumklassen. Anders als im gewohnten Strafzettelleben geht es hier um zu langsames Fahren. Im taktischen Spiel um eine bestmögliche Zeitattacke verstoßen im Qualifying gleich zehn Moto3-Piloten gegen die Regeln. Für fünf Piloten (Buchanan, Almansa, Kelso, Perrone, O’Shea) blieb es wegen des Erstverstoßes bei einer Warnung. Die Wiederholungstäter Pratama, Danish, Pini und Salmela verloren in Folge des Bummelns jeweils 12 Startpositionen. Leo Rammerstorfer, der im FP2 zum wiederholten Mal zu langsam fuhr, muss im GP-Rennen eine Long-Lap absolvieren.
Gleich doppelt bestraft wurde Eddie O’Shea – die Technik-Kommission stellte fest, dass Mann und Maschine 2,2 kg zu leicht waren. Das Resultat des Q2 wurde gestrichen. Italiens Matteo Bertelle überfuhr bereits im FP1 die rote Ampel am Ausgang der Boxengasse, was mit einer Geldstrafe geahndet wurde.
Nicht anders ging es auch in der Moto2 zu. Obwohl die Taktik-Spiele hier auf der Piste weniger zum Tragen kommen, wurden neun Fahrer des Bummels überführt. Besonders bitter: die Situation beim Tabellenführer Manuel Gonzalez. Der Intact-Pilot wurde von einem ganzen Schwarm von Piloten als Lokomotive auserkoren – an der Spitze der Verfolger WM-Rivale Izan Guevara. Gonzalez zog an, hatte dazu beim Beschleunigen auf die Zielgerade einen derben Rutscher. Der WM-Leader drehte am Ende der Geraden wieder ab, stand dabei keinem Piloten im Weg – und war doch überführt.
Von den acht bestraften Piloten traf es Manuel Gonzalez und Sergio Garcia mit einer Grid-Strafe, alle anderen Bummler (Ferrandez, Lunetta, Huertas, Sasaki, Guevara, Van Den Goorbergh). Damit startet der WM-Spitzenreiter statt von P4 nun von Platz 13. Guevara rückte in Reihe 2 (P6) vor.
Auch in der Königsklasse wurden die Spielregeln gebrochen. Neben den Geldstrafen für Cal Crutchlow und Marco Bezzecchi nach einem «incorrect practice start» bummelte im Q1 Superbike-König und Pramac-Rookie Toprak Razgatlioglu. In der Königsklasse gibt es hier schon beim ersten Vergehen eine Grid-Strafe (3 Plätze) – Toprak muss den Großen Preis von Tschechien also von ganz hinten beginnen. Keine Relevanz hatte die 8-Sekunden-Strafe für Markenkollege Alex Rins wegen zu geringen Reifenluftdrucks im Sprint – in der Endabrechnung ging es zurück von 14 auf 15.
Sämtliche Vergehen wurden schließlich in den Schatten gestellt von Marco Bezzecchi. Wie
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