Formel-1- oder MotoGP-Fahrerlager? Verblüffende Wahl von Fabio Quartararo
MotoGP-Star Fabio Quartararo war in Barcelona im Formel-1-Fahrerlager zu Besuch. Danach verglich er das Leben im Formel-1-Paddock mit jenem in der Motorrad-WM und wählte dabei einen klaren Favoriten.
Fabio Quartararo sorgte zwischen den MotoGP-Wochenenden im Balaton Park (Ungarn) und Brünn (Tschechien) mit einem Abstecher zur Formel 1 für Aufmerksamkeit. Der Franzose war beim Grand Prix von Spanien in Barcelona zu Gast und wurde unter anderem in der Ferrari-Box gesichtet. Anschließend brachte er seine Eindrücke auf Instagram mit den Worten «F1 hits different» («Die Formel 1 ist einfach etwas Besonderes.») auf den Punkt.
Vor dem Tschechien-GP erklärte der Yamaha-Pilot, was ihn an der Königsklasse des Automobilsports besonders beeindruckt hat. «Es gibt viele Unterschiede. Natürlich verfügt die Formel 1 über ein anderes Budget als die MotoGP. Es ist alles deutlich exklusiver», schilderte Quartararo. Besonders aufgefallen sei ihm die abgeschottete Atmosphäre im Fahrerlager. «Es sind viel weniger Menschen unterwegs.»
MotoGP und Formel 1: Zwei verschiedene Welten
Für die Fahrer selbst sei die Umgebung ebenfalls anders. Quartararo genoss es, sich ungezwungen mit seinen Freunden aus der Formel 1 auszutauschen. «Ich habe mitten im Fahrerlager mit Lando (Norris) gesprochen. Das war ziemlich cool», erzählte der Franzose.
Auf die Frage, ob er das Leben im Formel-1-Paddock oder jenes in der MotoGP bevorzuge, musste Quartararo nicht lange überlegen. «Als Fahrer dort, ganz klar. Man ist viel entspannter unterwegs. Man muss nicht ständig mit dem Roller von einem Termin zum nächsten hetzen. Das ist schon angenehm.» Gleichzeitig betonte der ehemalige MotoGP-Weltmeister, dass beide Serien kaum miteinander vergleichbar seien. «Es sind zwei verschiedene Welten. Ich genieße auch die MotoGP, deshalb ist alles gut.»
Viele Freunde im Formel-1-Fahrerlager
Dass sich Quartararo im Formel-1-Fahrerlager wohlfühlt, liegt auch an seinen engen Kontakten zu mehreren Grand-Prix-Piloten. Besonders gut versteht er sich mit dem Franzosen Isack Hadjar. «Ich liebe Isack. Wir haben eine wirklich großartige Beziehung und telefonieren oft per FaceTime miteinander», verriet der Yamaha-Star. Darüber hinaus pflegt er auch zu Lando Norris, Lewis Hamilton, Pierre Gasly und Charles Leclerc ein freundschaftliches Verhältnis. «Aber Isack ist derjenige, mit dem ich mich am besten verstehe.»
Die Verbindung zur Formel 1 könnte in Zukunft sogar noch enger werden. Bereits vor einigen Jahren gab es Pläne für einen Test in einem Formel-1-Auto im Rahmen einer Kooperation mit einem gemeinsamen Sponsor. Damals kam das Projekt jedoch nie zustande.
Rechnung offen: Lust auf Test im GP-Auto
«Wir hatten damals eine Vereinbarung, aber wir haben es nie wirklich umgesetzt», erklärte er. Einen ersten Eindruck sammelte der Franzose immerhin bereits im Simulator. «Ich war gar nicht so schlecht. Deshalb ist das etwas, das ich in meinem Leben unbedingt machen möchte. Wir werden etwas organisieren.»
Wie ernst er diese Aussage meint, zeigte Quartararo mit einer bemerkenswerten Anekdote. Im Simulator auf dem Grand-Prix-Kurs von Silverstone fehlten ihm nach 60 Runden lediglich 2,2 Sekunden auf die Bestzeit von Valtteri Bottas. «Das war nicht so schlecht. Das war wirklich schön», meinte Quartararo mit einem Lächeln.
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