Enea Bastianini war sich nicht einig mit dem Team: «Falsche Strategie»
Nach schwacher Qualifikation zeigte Enea Bastianini im MotoGP-Sprint in Brünn eine erstaunliche Fahrt. Als Siebter war der Italiener bester KTM-Athlet, doch das Q1 hatte «La Bestia» den Tag versaut.
Startplatz 17 für Enea Bastianini – damit stand der MotoGP-Sieger aus Rimini nochmals weiter hinten als bei seinem Brünn-Debüt mit der KTM RC16. Vor elf Monaten war Bastianini im Sprint von 11 auf 3 gestürmt – nun ging es bis auf Platz 7. Die erste Position bekam der Tech3-Pilot von Alex Marquez geschenkt, der im Q1 schneller war, im Rennen aber nicht antrat. Q1 – das Stichwort für Bastianini.
«Wir waren uns heute nicht einig. Das Team war der Ansicht, dass ich mich an andere Fahrer anhängen soll. Sie dachten: So kann ich mich nach vorne ziehen. Also haben es so gemacht – auch wenn ich kein Fan davon bin und lieber allein fahre. Der Plan ging dann auch daneben. Statt mit schnellen Leuten zu fahren, steckte ich im Verkehr. Für mich war es die falsche Entscheidung, vermutlich hätte ich den Speed gehabt, um es allein zu schaffen.»
Doch die Akte war bereits geschlossen – auch beim Großen Preis wird es für den KTM-Piloten mit der Nummer wieder von P16 losgehen. Trotz der schlechten Ausgangslage ist Bastianini also nicht komplett abzuschreiben. Fakt ist aber auch: Im Sprint flogen mit Moreira, Marini, Vinales, Acosta und Bezzecchi gleich fünf Athleten von ihren Geräten und in der schnellsten Runde verlor der Dritte des 2025er-Sprints fast eine Sekunde auf den erstaunlichen Pecco Bagnaia.
Mit dem Gefühl auf seinem Bike war Bastianini aber zufrieden: «Im ersten Sektor war es nicht perfekt, aber an dem zweiten Sektor sehr viel besser. Ab hier habe ich nur zwei Zehntel verloren und mich konstant wohlgefühlt . Ich bin mit dem Rennen zufrieden.»
Aus Sicht seines Herstellers blieb es ein bitterer Sprint-Samstag. Dass Enea Bastianini auf Platz 7 bester Vertreter der Österreicher war, Brad Binder einen WM-Punkt holte und die beiden schnellsten RC16-Piloten Acosta und Vinales im Kies verschwanden, passte nicht zu den jüngsten Ambitionen. Zur Erinnerung: Binder siegte bei der Abschiedsvorstellung der MotoGP in Brünn (2020), Acosta stand bei der Rückkehr 2025 in beiden Rennen auf dem Podest, im Sprint gleich mit zwei Fahrern.
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