Fabio Di Giannantonio (3.): Bittersüßes Ergebnis – neue Ducati-Teile kommen
VR46-Ass Fabio Di Giannantonio rundete als Dritter in Jerez ein für Ducati starkes MotoGP-Rennen ab, sprang aufs Podium und sprach über die speziellen Erfordernisse der Strecke in Andalusien.
Der Grand Prix in Jerez de la Frontera brachte am Sonntag einen Ducati-Sieg in Form von Vizeweltmeister Alex Marquez (30). Auch Platz 3 ging in Person von Fabio Di Giannantonio an einen Ducati-Fahrer. Der VR46-Pilot sicherte sich weitere 16 Punkte und belegt in der WM-Tabelle Platz 3 hinter dem Aprilia-Duo Marco Bezzecchi und Jorge Martin. Bisher ist Rang 6 in der WM-Endabrechnung das beste Ergebnis des 27-jährigen Italieners.
Die Anfangsphase war auf dem engen Circuito de Jerez Angel Nieto auch für «Diggia» recht hektisch. «Martin hat gleich zu Beginn mal direkt vor mir reingezogen», berichtete der gebürtige Römer, für den aus seiner Sicht sogar mehr möglich gewesen wäre. 3,7 sec fehlten Di Giannantonio am Ende zu Marco Bezzecchi auf Platz 2. «Wir waren das erste Mal in Jerez konkurrenzfähig! Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht. Vielleicht habe ich selbst die Verhältnisse ein wenig falsch eingeschätzt und eine falsche Entscheidung getroffen, was die Abstimmung betrifft. Das Gefühl ist gerade ein wenig bittersüß – aber wir machen einfach weiter – geben weiter Gas.»
Fabio, der von Startplatz 3 losgefahren war und sich in Runde 2 an Jorge Martin vorbeipressen konnte, erklärte zudem: «Ich bin glücklich und super stolz darauf, was wir leisten. Wir haben einen klaren Schritt in unserer internen Kommunikation und in der Arbeit gemacht. Das Team gibt mir alles, was ich brauche!»
Zur Besonderheit von Jerez sagte Di Giannantonio: «Wir haben viele Pisten, wo man sich auf den Hinterreifen fokussieren muss. Hier geht es um den Vorderreifen. Man kann so Boden auf die Gegner gutmachen. Man muss super präzise fahren, weil es eine enge Piste ist – jeder Zentimeter zählt.»
«Diggia» erwartet neue Teile von Ducati
Zur plötzlichen Stärke der Desmos sagte er: «Ich bin Jorge Martin auf der Aprilia ein paar Runden gefolgt. Er war stark in den schnellen Kurven. Heute hat auch der Wind mitgespielt, das hat sich auf den Speed ausgewirkt. Ich habe in den letzten Runden entschieden zurückzuschalten, weil der Wind stark war. Ich war eventuell etwas stärker als Jorge und etwas schlechter als Bezz. Es ist generell schwierig, Updates zum Rennen zu bringen. Der Test wird daher sehr wichtig sein – Ducati hat einige Teile dabei. Wir werden am Montag die Chance haben – bisher haben wir versucht, alles aus dem aktuellen Paket rauszupressen.»
Der Italiener erinnerte sich auch: «Es heißt ja, die WM startet immer dann neu, wenn wir nach Europa kommen. Es ist daher sehr schön, dass wir hier in Jerez schnell sind, wo ich mir in der Vergangenheit nicht so leichtgetan habe. Ich hatte ein wenig Untersteuern, im Sprint haben wir etwas gefunden, was die Sache besser gemacht hat, heute war es aber schlechter. Wir müssen weiterarbeiten, um zu verstehen, was wir zu tun haben.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach