Yamaha wartet auf Durchbruch von Remy Gardner: «Das müssen wir analysieren»
Während es am Superbike-Wochenende in Assen im Werksteam Anzeichen einer Verbesserung gab, fuhren die übrigen Yamaha-Piloten weiterhin hinterher. Die Performance von Remy Gardner gibt zu denken.
Mit Einführung der neuen Ducati V4R ist die Luft für die Werksteams anderer Hersteller noch dünner geworden. So kämpfen die Yamaha-Werkspiloten in der Superbike-WM 2026 nicht mehr um Top-5-Platzierung, sondern dahinter in den Top-10. Noch Gravierender ist die Situation im Junior-Team Giansanti Racing, wo sich Remy Gardner einer Platzierung in den Punkterängen nicht mehr sicher sein kann.
Gardner laborierte lange an der Schulterverletzung, die er sich im Superpole-Race im Oktober 2025 beim Saisonfinale in Jerez zugezogen hatte. Seinerzeit wurde der Australier von Jonathan Rea in der Startrunde von hinten abgeräumt. Seitdem sind sechs Monate vergangen.
Bei Yamaha fragt man sich, warum der Moto2-Weltmeister 2011 sein Talent nicht zum Ausdruck bringen kann. Fuhr Gardner im vergangenen Jahr in Assen 2025 im zweiten Lauf auf Platz 3, sprangen am vergangenen Wochenende in den langen Rennen 14. Plätze heraus und im Superpole-Race ein zehnter Platz. «Remy ist nach seinen Verletzungen mittlerweile deutlich fitter und konnte in der Superpole eine deutlich stärkere Leistung zeigen», analysierte Road-Racing-Manager Niccolo Canepa. «In den Rennen war seine Leistung jedoch nicht ganz so stark, und das müssen wir nun analysieren, damit wir ihm helfen können, seinen Speed wiederzufinden.»
Alles gegeben und Änderungen ausprobiert.Remy Gardner
Natürlich erwartet auch Gardner bessere Ergebnisse als bisher. «Das war zwar nicht das Wochenende, das wir uns erhofft hatten, aber wir haben alles gegeben und ein paar Änderungen ausprobiert», berichtete der 28-Jährige. «Im Qualifying hätten wir mehr herausholen können, doch ein kleiner Fehler im letzten Sektor kostete uns einen Startplatz in der zweiten Reihe. Später [im ersten Lauf] wurde ich von einem anderen Fahrer nach außen gedrängt, wodurch ich zurückfiel. Das Superpole-Race verlief dagegen ordentlich, leider habe ich in der letzten Kurve den Sprung unter die ersten Neun verpasst. In Rennen 2 war unser Tempo zu Beginn ziemlich stark, aber in der Schlussphase hatte ich mehr zu kämpfen und verlor ein paar Positionen.»
Gardner fährt seit 2023 die Superbike-WM mit GRT Yamaha; seine beste WM-Platzierung erreichte er im ersten Jahr als Gesamtneunter. Nach drei Meetings der Superbike-WM 2026 belegt der Yamaha-Pilot den 15. Rang.
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