FP2: MotoGP-Bestzeit von Di Giannantonio, Aprilia mit Topspeed-Rekord!
Bei herrlichem Sommerwetter lag nach dem FP2 wieder ein Ducati-Pilot in Front. Geschichte schrieb Jorge Martin, der seine Aprilia auf über 368 km/h und damit zu einem neuen MotoGP-Speed-Rekord trieb.
Vor den finalen Quali-Sitzungen standen den MotoGP-Athleten weitere 30 Minuten zur Verfügung. Während es 24 Stunden zuvor noch auf feuchter Strecke auf den Kurs ging, erwartet das Feld um kurz 10.10 Uhr der italienischen Sommer. Kurzum, ideale Bedingungen in Mugello.
Viele Blicke richteten sich auf VR46-Pilot Fabio Di Giannantonio. Der Römer hatte den Freitag trotz gesundheitlicher Probleme bestimmt. Damit fuhr «Diggia» in jedem Fall als Mitfavorit in den Sprint-Samstag. Nach der ersten gezeiteten Runde wurde die Ducati mit der Nummer 49 auf Rang 6 geführt – hinter Bagnaia, Bezzecchi, Fernandez und den am Freitag überraschenden Bastianini und Rins.
Das FP2 war keine zehn Minuten alt, da schrieb Jorge Martin auf der Werks-Aprilia MotoGP-Geschichte. Der «Martinator» war mit 368,6 km/h durch die Lichtschranke geglüht – nie zuvor war ein GP-Motorrad schneller unterwegs. Der Speed von Martin schlug sich auch in der Rundenzeit nieder, der Spanier verbesserte sich auf Platz 4.
An der Spitze meldete sich dann Di Giannantonio zurück. Der Ducati-Pilot schaffte eine 1:45,641 min und war damit fast drei Zehntel schneller als Pecco Bagnaia. Mit Bezzecchi auf Rang 3 zeigte aber auch der WM-Tabellenführer, dass mit ihm auf Rennreifen zu rechnen sein wird. Zur Halbzeit der Session, bei der es um Mini-Rennsimulation geht, lagen mit Bezzecchi, Martin und Fernandez drei Aprilia in den Top 10.
Angespannt dagegen die Lage im KTM-Lager. Zunächst war kein RC16-Fahrer im vorderen Feld zu sehen. Im Endspurt dann ein vermeintlicher Befreiungsschlag von Pedro Acosta. Der Spanier drehte eine 1:45,885 min und war damit Zweiter.
Probleme auch bei Gresini Racing. Zwölf Minuten vor der Flagge stürzte Marquez-Ersatz Michele Pirro. Die GP26 wurde bei dem Crash schwer beschädigt. Dann erwischte es auch Fabio Di Giannatonio – in den letzten Minuten musste der Schnellste die Piste mit einem technischen Problem an der Ducati der VR46-Mannschaft verlassen. Die Bestzeit von «Diggia» hielt bis zur Flagge. Dahinter hielten sich Acosta und Bagnaia.
Weltmeister Marc Marquez, der am Freitag mit der sechstbesten Zeit beeindruckt hatte, steigerte sich im FP2 kontinuierlich. Nach neun Runden fand sich der Champion auf Platz 9 vor Rookie Diogo Moreira wieder. Pramac-Rookie Toprak Razagtlioglu verlore als 20. 1,7 sec auf Mugello-Hausmeister Di Giannantonio.
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